Freitag, 9. März 2018

[Film Friday] Regeln spielen keine Rolle

[Film Friday] Regeln spielen keine Rolle



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Allgemein

TitelRegeln spielen keine Rolle
OriginaltitelRules Don´t Apply
Erscheinungsjahr2016
DrehbuchWarren Beatty
RegieWarren Beatty
Filmproduktion: 20th Century Fox, NewRegency Pictures
Laufzeitca. 122 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Darsteller: Lili Collins, Warren Beatty, Alden Ehrenreich
Bonusmaterial: Musikvideo, Kinotrailer, Dies ist Regeln spielen keine Rolle
Genre: Tragikomödie 
Ähnliche Filme: The Great Gatsby, Adaline, La La Land

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Worum geht's

"Hollywood, 1958. Die aufstrebende Nachwuchsschauspielerin Marla Mabrey und ihr junger, ehrgeiziger Chauffeur geraten in die Abhängigkeit des exzentrischen und völlig unberechenbaren Milliardärs Howard Hughes. Je tiefer Hughes sie in seine bizarre Welt zieht, desto mehr geraten die Norm- und Wertvorstellungen der jungen Verliebten ins Wanken und ihr Leben wird grundlegend auf den Kopf gestellt."



Zitate


"Hoch hinaus zu wollen schadet nicht, Ma´am!"

"Sie sind eine Ausnahme. Die Regeln gelten nicht für Sie."

"Haben Sie von anderen gehört, ich sei verrückt?"



Meine Meinung

Marla kommt mit ihrer Mutter nach Hollywood, weil sie als Vertragsschauspielerin für den legendären Howard Hughes arbeiten soll. Frank, ihr Chauffeur, hat ebenfalls eine Stelle bei dem Milliardär gefunden und will hoch hinaus. Doch beide haben ihren Chef noch nie gesehen und warten gespannt darauf, den geheimnisvollen Mann endlich kennenzulernen. Doch beide merken auch schnell, dass das schillernde Hollywood viele Schattenseiten hat, finden aber Halt in ihrer gegenseitigen Freundschaft, aus der aber bald auch mehr wird. Doch eine Liebe zwischen Schauspielerinnen und Fahrern ist verboten und plötzlich zeigt auch Howard Hughes höchstpersönlich Interesse an der jungen Frau...

Regeln spielen keine Rolle schafft es, den Flair der 50er und 60er Jahre unglaublich gut auf die Leinwand zu bringen, Kostüme, Bild, Musik, alles wirkt sehr authentisch. Dadurch hat der Film einen ganz eigenen Charme, der mir sehr gut gefällt. 

Das Bild überzeugt mit eher gedeckten Farben und ist auch nicht so bunt geschönt wie z.B. La La Land, sondern deutlich trüber und düsterer, aber auch keinesfalls deprimierend. Eine Hommage an das klassische Hollywood und an die prüden 50er, aber auch entlarvend und verstörend. 

Leider ist der Film an vielen Stellen etwas langatmig, hier hätte es nicht geschadet, den Film entweder etwas zu kürzen, oder mehr Handlung unterzubringen. Die Figur des Howard Hughes - die durchaus interessant ist - wird zeitweilig zu dominant und verdrängt alle anderen Charaktere, was schade ist. Gerade der Trailer suggeriert eigentlich einen Wohlfühlfilm über die aufkeimende Liebe zwischen Marla und Frank, die im Film aber letztlich dann gar keine so große Rolle spielt, das ist durchaus etwas verwirrend. Stattdessen bekommt man alles andere als leichte Unterhaltung und einen Film, der hauptsächlich von Howard Hughes handelt mit etwas holprigem Erzählstrang, viel Extravaganz und Außergewöhnlichkeit. Ein Film, der irgendwie aus der Reihe tanzt und vielleicht auch gerade deswegen sehenswert ist, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass sich gerade die Charaktere von Marla und Frank weiter hätten entfalten können.

Lili Collins ist eine wirklich gute Wahl für Marla, und spielt diese anfangs sehr authentisch bieder, und später dann rebellischer und mutiger. Auch Alden Ehrenreich kann als ungeschickter, nervöser Frank überzeugen. Warren Beatty als Howard Hughes ist aber besonders hervorzuheben, denn er schafft es, diesen schwierigen Charakter wirklich hervorragend herüber zu bringen, sowohl das Herausstellen seiner Macht, als auch die Vergesslichkeit, das Verrücktsein und den eigentlich recht ängstlichen alten Mann, der Angst davor hat, das Unternehmen seines Vaters zu verlieren. Ein gelungener Cast, der insgesamt von sich zu überzeugen weiß. 

Warren Beatty sagte über den Film übrigens folgendes: "Ich wollte keine filmische Biografie drehen. Es ist vielmehr ein Film über die traurigen Konsequenzen des sexuellen Puritanismus im Amerika der 50er und 60er-Jahre. In der Zeit, als ich nach Hollywood kam." 



Fazit

Ein Film der aus der Reihe tanzt und auf jeden Fall außergewöhnlich ist. Sehr authentische Darstellung der 50er- und 60er Jahre mit einem ganz eigenen Charme, aber einer durchweg eher düsteren Stimmung. Anders als erwartet geht es nicht vor allem um die Liebe zwischen Marla und Frank, sondern vor allem um den Milliardär Howard Hughes. Dadurch konnten sich die anderen Charaktere nicht so entfalten, wie ich es mir gewünscht hätte. Der Film ist an manchen Stellen langatmig, aber insgesamt hat er mir trotzdem gut gefallen. 



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