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Freitag, 3. Januar 2020

[Film Friday] Voice From The Stone

[Film Friday] Voice From The Stone


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Allgemein

TitelVoice From The Stone - Ruf aus dem Jenseits
OriginaltitelVoice From The Stone
Erscheinungsjahr2017
DrehbuchAndrew Shaw
RegieEric Dennis Howell
Nach dem Buch von: Silvio Raffo
Filmproduktion: 13 Films
Laufzeitca. 100 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Emilia Clarke, Marton Csokas, Edward Dring
Musik: Michael Wandmacher
Bonusmaterial: Behind the Scenes
Genre: Drama, Mystery, Thriller
Ähnliche Filme: Rebecca, Jane Eyre

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Worum geht's

"Das toskanische Landhaus in dem Verena ihre neue Stelle antritt, ist ein uraltes Gemäuer voller Erinnerungen und Geheimnisse. Hier soll sich die Kinderpflegerin um Jakob kümmern, der seit dem plötzlichen Tod seiner Mutter stumm ist. Oft lauscht der Junge an den Steinen, die mit ihm zu flüstern scheinen Verena hält das zunächst für eine Erscheinung seiner großen Trauer, doch dann hört sie selbst die gespenstische Stimme..."


Zitate


"Ich verspreche, ich bin nicht wie die anderen. Ich bin viel schlimmer."

"Der Junge ist alles was zählt. Er ist die Zukunft."


Meine Meinung

Jakob ist seit dem Tod seiner Mutter stumm, weswegen sein Vater das Kindermädchen Verena ins Haus holt, die ihm helfen soll, seinen Sohn wieder zum Sprechen zu bringen. Doch egal, was Verena versucht, der Junge bleibt stumm und legt ein seltsames Verhalten an den Tag: er lauscht an den Steinwänden und scheint dort die Stimme seiner verstorbenen Mutter zu hören. Verena befürchtet, dass Jakob nicht nur trauert, sondern ernsthaft krank ist und hat Angst, ihm nicht helfen zu können. Doch irgendwann hört sie dieselbe Stimme wie er...

Nach dem Trailer erwartete ich einen schönen Psycho-Horrorthriller, doch stattdessen ist der Film... ja, was eigentlich? Irgendwie ganz viel und wenig zugleich. Liebesgeschichte, Schauergeschichte, Psychodrama, Mystery-Thriller. Die Story hat ganz viel Potenzial, was jedoch leider nicht ganz ausgeschöpft wird. Stellenweise erinnert mich die Handlung an Rebecca, dann wieder auch an Jane Eyre. Doch leider kommen die Gruselelemente und die Spannung zu kurz, sodass man manchmal das Gefühl hat, ein Drama oder eine Romanze anzusehen. Außerdem war ich unglaublich gespannt, warum Jacob und Verena die Stimmen hören und was dann passieren wird - und dann war ich am Ende genauso schlau wie vorher, denn der Film überlässt das der eigenen Fantasie. [ACHTUNG SPOILER] Übernimmt Malvina am Ende Verenas Körper und steht somit quasi wieder auf? Kehrt sie aus der Welt der Toten zurück? Ist Verena damit tot oder wurden ihre Seelen quasi vereint? Oder ist es vielmehr der Wahnsinn, der Verena den Verstand raubt und sie glauben lässt, Stimmen zu hören? Aber warum kann sie dann am Ende plötzlich so übermäßig perfekt Klavier spielen? Und warum hat sie die Mutter Malvinas schon so früh gesehen - lang bevor der Wahn offensichtlich eingesetzt hat? Wie konnte sie dieselbe Krankheit überhaupt bekommen? Oder war sie schon davor psychisch labil? Oder waren Verena und Malvina möglicherweise sogar immer ein und dieselbe Person? Multiple Persönlichkeiten und so? Fragen über Fragen... Und der Film beantwortet keine davon. Was mich auf der einen Seite nervt, auf der anderen Seite aber auch irgendwie faszinierend ist, denn es gibt so viele Möglichkeiten! 

Besonders hervorzuheben sind die wundervollen Bilder und die eindrückliche Atmosphäre, die damit erschaffen wird. Dieses alte Schloss, die kahlen Wände, die dunklen Wolken, das Grollen des Himmels, selbst die grünen Wiesen und Bäume sehen irgendwie trüb aus. Eigentlich das perfekte Gruselszenario - der Film müsste nur ein bisschen gruseliger sein.
Außerdem ist das Schauspiel von Emilia Clarke mal wieder absolut grandios. Auch Edward Dring als Jakob ist überaus überzeugend, obwohl er im Film ja kaum ein Wort spricht, doch seine Blicke sprechen Bände. Auch der Soundtrack konnte durchweg überzeugen.

Trotz all der negativen Punkte - allen voran, dass der Film so anders war, als ich ihn erwartet hatte - konnte mich Voice from the Stone irgendwie fesseln, trotz des fehlenden Grusels und der mangelnden Spannung. Erklären kann ich mir das selbst kaum, aber es hat Spaß gemacht zu sehen, wie Verena sich vom grauen, schüchternen Mäuschen zur selbstbewussten Frau entwickelt und sich zu fragen, was es mit der Stimme wohl auf sich hat, auch wenn man am Ende keine Antworten erhielt. Der Film war schön, wen auch anders als gedacht. Mit mehr Spannung, mehr Mystery und mehr Grusel wäre er hingegen perfekt gewesen! 

Nicht entgehen lassen solltet ihr euch übrigens das grandiose Lied der Evanescence-Sängerin Amy Lee mit dem Titel Speak to Me, den sie für den Film geschrieben hat! 



Fazit

Völlig anders als erwartet und irgendwie alles und nichts. Dennoch hat der Film Spaß gemacht, was vor allem an Emilia Clarke, Edward Dring, dem tollen Soundtrack und den großartigen Bildern lag. Man sollte jedoch keinesfalls einen spannenden Gruselfilm oder Psychothriller erwarten, wie es der Thriller suggeriert, denn das ist der Film leider nicht.


Freitag, 29. November 2019

[Film Friday] Der verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden

[Film Friday] Der verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden


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Allgemein

TitelDer verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden
OriginaltitelBoy Erased
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchJoel Edgerton
RegieJoel Edgerton
Nach den Memoiren von: Garrard Conley
FilmproduktionUniversal 
Laufzeitca. 118 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russell Crowe
Musik: Danny Bensi, Saunder Jurriaans
Bonusmaterial: Entfallene und erweiterte Szenen, Featurettes
Sonstiges: Basierend auf einer wahren Geschichte
Genre: Drama
Ähnliche Filme: Call Me By Your Name, Love Simon, Ben is Back

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Worum geht's

"Jared wächst in einer Baptistenprediger-Familie in einer bibeltreuen Kleinstadt der amerikanischen Südstaaten auf. Als seine strenggläubigen Eltern von der Homosexualität ihres Sohnes erfahren, drängen sie ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reparativtherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren, lässt Jared sich notgedrungen auf das entwürdigende und unmenschliche Umerziehungsprogramm ein. Trotz der psychischen Misshandlungen durch den radikalen Campleiter beginnt Jared, seine eigene Stimme zu finden und sein wahres Selbst zu akzeptieren. "



Zitate


"Jared, Gott wird dich nicht lieben, so wie du im Augenblick bist."

"Wer will den Dämon austreiben?"

"Durch Schein zum Sein. Spiel ihr Spiel! Außer du glaubst wirklich, dass du dich ändern kannst. Falls du das überhaupt willst."

"Ich liebe Gott. Und ich liebe meinen Sohn. Für deinen Vater ist es etwas komplizierter."



Meine Meinung

Jared ist eigentlich ein ganz normaler Junge: er liebt seine Eltern, geht mit ihnen zur Kirche und will aufs College. Doch dort geschieht etwas, was ihm klar macht, dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie es scheint... Jared muss sich selbst - und seinen Eltern eingestehen, dass er schwul ist. Die schicken ihn in ein Umerziehungsprogramm, in dem Victor Skyes Jugendliche mittels Konversionstherapie umpolen und wieder "normal" machen will. Doch je länger Jared dort ist, umso klarer wird ihm, dass er nicht umerzogen werden kann - und dass er auch nicht möchte. Doch kann er das auch seinen Eltern klar machen? 

Eine Story, die leider so erschreckend wie real ist. Dass es solche Camps wirklich gibt ist furchtbar und schwer vorstellbar - allerdings habe ich selbst miterlebt, wie ablehnend Eltern reagieren können, wenn ihre Kinder sich outen, also kann ich es mir leider doch irgendwie vorstellen... Der Film zeigt, wie der Alltag in solchen Zentren aussieht: Gebete, Gehirnwäsche, Dämonenaustreibungen - Anderssein wird nicht toleriert. Der Film ist tief berührend, emotional, schön, schmerzhaft, lustig, traurig, schockierend - und er macht mich unglaublich wütend. Denn obwohl Jared so viel durchmachen musste, gehört er noch zu den Glücklicheren, da immerhin seine Mutter ihren Fehler einsieht und ihn dann unterstützt und ihn aus dieser Anstalt - oder sollte ich Gefängnis sagen? - rausholt. Aber all die anderen, die niemanden haben, der für sie einsteht? Und noch schlimmer ist es, wenn man daran denkt, dass es immer noch - einige Jahre nach der Handlung des Filmes - Menschen gibt, die glauben, man könnte einen Menschen umpolen und dass Homosexualität falsch sei. Wann ist die Menschheit endlich soweit, zu akzeptieren, dass Liebe nicht falsch sein kann, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht?

Lucas Hedges ist in der Rolle von Jared einfach nur brillant! In Ben is Back fehlte mir seine Ausdrucksweise und Emotionalität, hier hingegen ist er hervorragend und durchgehend authentisch. Jede einzelne Minute konnte ich mit ihm mitfühlen - sowohl die, in denen er verzweifelt versucht, sich zu ändern, als auch die, in denen er zu sich selbst findet, sich anerkennt und für sich und sein Schicksal kämpft. Er spielt den Jungen in seiner Wut, Zerrissenheit, Verlorenheit und seinem Schmerz wirklich großartig. Auch die anderen Schauspieler konnten durchweg überzeugen und sind teilweise erschreckend authentisch. 

Ein Film über Liebe und Glaube, Familie, Selbstfindung, Stärke und dem Kampf man selbst zu sein. 



Fazit

Ein toller - und wichtiger - Film über Homosexualität und eine Familie, die versucht, den Sohn umzupolen. Ein starker Hauptdarsteller, der in jeder Sekunde authentisch wirkt und den Film zu etwas Besonderem macht. Erschreckend real, berührend, schmerzhaft, aber auch schön und mutmachend. Unbedingt ansehen!




Freitag, 22. November 2019

[Film Friday] Rocketman

[Film Friday] Rocketman


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Allgemein

TitelRocketman
OriginaltitelRocketman
Erscheinungsjahr2019
DrehbuchLee Hall
RegieDexter Fletcher
FilmproduktionParamount Pictures 
Laufzeitca. 116 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Taron Egerton, Jamie Bell, Richard Madden, Gemma Jones
Musik: Matthew Margeson
Bonusmaterial: Kreative Vision, Die Studioaufnahmen, Sing-Along-Version ausgewählter Lieder
Genre: Biopic, Musical
Ähnliche Filme: Bohemian Rhapsody

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Worum geht's

"Seine Musik inspiriert Millionen von Menschen, sein Leben ist voller Wendungen und Überraschungen. Rocketman ist eine einzigartige musikalische Hommage an Elton John und seine größten Hits. Dieses Biopic erzählt die Geschichte eines schüchternen Jungen aus einem Vorort Londons, der zu einer der größten Legenden des Rock & Roll wird."



Zitate


"Ich hatte die Melodie komplett im Kopf, ich sah die Noten vor mir und musste sie nur noch aufschreiben! Als ob meine Finger nicht schnell genug mit meinem Gehirn mitkommen würden."

"Ich hoffe nur, dir ist klar, dass das ein Leben in Einsamkeit bedeutet."

"Wo nur Dunkelheit war bist jetzt du."




Meine Meinung

Elton John kennt jeder. Doch wie wurde er zu dem, der er heute ist? Der Film erzählt die Geschichte des kleinen Reginald Dwight, der ein Talent fürs Klavierspielen hatte, aber auch einen Vater, der sich nicht für ihn interessierte und eine Mutter, die wenig Zeit hatte. Doch Reggie gab die Musik nie auf und spielte in einer eigenen Band und fand in Bernie Taupin einen Texter - und einen Freund. Gemeinsam schafften sie es, ein Plattenlabel von sich zu überzeugen und landeten mit Your Song einen großen Hit - weltweit. Doch der plötzliche Ruhm hatte seine Schattenseiten. Nicht nur, dass Elton John, wie sein Name nun lautete, seine homosexuelle Beziehung zu seinem Manager John Reid geheimhalten muss, er entwickelt auch eine immer stärker werdende Drogen- und Alkoholsucht...

Wer diesen Film mögen will, sollte auch der Musik von Elton John nicht unbedingt abgeneigt sein - klar, immerhin geht es um den einzigartigen Sänger und seine Musik. Das Biopic ist jedoch mehr als nur eine Biografie, es ist auch eine Art Musical, wodurch sich eine künstlerisch interessante Mischung ergibt. Der Film ist sehr vielseitig, knalligbunt und laut und abgespaced, hat aber auch Zeit für Traurigkeit, Einsamkeit, Ehrlichkeit und Schönheit. Ein Film, der nicht nur glitzert, sondern auch berührt, einen zum Lachen und zum Weihen bringt und insgesamt einfach Spaß macht. 

Die Schauspieler sind überzeugend, besonders jedoch Taron Egerton, der nicht nur singen, sondern auch schauspielern kann. Auch die anderen Darsteller machen ihre Sache gut.

Allerdings gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Obwohl ich mich nicht sonderlich gut mit dem Leben von Elton John auskenne, ist mir dennoch aufgefallen, dass manche Dinge chronologisch nicht zusammenpassen - denn der Film arbeitet nicht chronologisch, sondern mischt Lieder und Ereignisse bunt zusammen (z.B. Entzugsklinik und die Komposition von I´m Still Standing oder die Songs, die das Plattenlabel ablehnt, die erst Jahre später geschrieben und zu Megahits geworden sind). An einigen Stellen hat mich das gestört, an anderen nicht. Auch wurden manche Dinge zu schnell abgewickelt, sodass man nicht mehr richtig mitkommt und diese dann zu oberflächlich bleiben, z.B. die Hochzeit mit Renate Blauel. Im Film lernen sie sich kennen, heiraten und sind geschieden. Fertig sind die 3 Minuten. Aber warum er sich dazu entschieden hat, doch eine Frau zu heiraten, bleibt unerwähnt. Auch andere Szenen waren leider zu gehetzt.

Besonders schön fand ich, dass Taron Egerton Elton John nicht einfach nur imitiert hat, sondern neu interpretiert hat, auch seine Songs. Das gibt dem Film einen besonderen Touch

Ein Feuerwerk von einem Film mit viel Musik, Glitzer, Sex, Drogen - und Einsamkeit.



Fazit

Auch wenn der Film seine Kanten hat und an manchen Stellen zu gehetzt wirkt, konnte er mich insgesamt überzeugen mit einem toll singenden Hauptdarsteller, der die Songs neu interpretiert und gleichzeitig auch noch gut schauspielert, einer gelungenen Mischung aus Biopic und Musical, die Spaß macht und einer spannenden, berührenden Story. Sehenswert!


Freitag, 15. November 2019

[Film Friday] Ben is Back

[Film Friday] Ben is Back


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Allgemein

TitelBen is Back 
OriginaltitelBen is Back
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchPeter Hedges
Regie: Peter Hedges 
FilmproduktionUniversal Pictures 
Laufzeitca. 99 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Julia Roberts, Lucas Hedges, Kathryn Newton, Tim Guinee
Musik: Dickon Hinchliffe
Bonusmaterial: Trailer, Interviews, Making-Of, Featurettes
Genre: Drama
Ähnliche Filme: Beautiful Boy, Der verlorene Sohn

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Worum geht's

"Holly Burns ist hin- und hergerissen, als ihr 19-jähriger Sohn Ben an Heiligabend unverhofft vor der Tür steht. Die vierfache Mutter möchte nur zu gern glauben, dass ihr Ältester sein Drogenproblem endlich im Griff hat. Aber die Zweifel bleiben. Vor allem Schwester Ivy und Stiefvater Neal sind skeptisch. Hat Ben die Familie nicht schon oft genug ins Chaos gestürzt? In den folgenden, turbulenten 24 Stunden versucht Holly alles, um ihre Familie zusammenzuhalten und Ben vor sich selbst zu schützen - und findet dabei mehr über sein Leben heraus, als ihr lieb ist..."



Zitate


"Wenn ich nichts unternehme, könnte es noch viel schlimmer werden!"

"Wenn du mich wirklich kennen würdest, wärst du mit mir fertig!"

"Du kannst ihn nicht retten, aber du wirst dich selbst hassen, wenn du es nicht wenigstens versuchst."



Meine Meinung

Holly Burns kann es nicht glauben, als sie nach Hause kommt und ihren ältesten Sohn vor der Türe stehen sieht, denn eigentlich sollte Ben in der Entzugsklinik sein. Doch es ist Weihnachten und sie kann und will ihn nicht wieder wegschicken, also glaubt sie ihm, wenn er sagt, dass er clean ist. Dennoch versteckt sie alle Medikamente und sogar den Schmuck. Ben gibt sein Bestes, um sich so gut es geht wieder in die Familie zu integrieren und das verlorene Vertrauen zurückzugewinnen. Doch als sie nach der Weihnachtsmesse zurückkehren und bemerken, dass nicht nur in ihr Haus eingebrochen, sondern auch ihr Hund gestohlen wurde, weiß Ben, dass das mit ihm zu tun hat und dass er die Sache regeln muss, wenn er endgültig damit abschließen will...

Gerade der Anfang des Filmes ist wirklich stark. Man kann sich schnell in den Film einfinden, er wirkt recht authentisch und real, die Schauspieler sind gut und man bekommt ein tiefsinniges Drama. Dann jedoch ändert sich der Film plötzlich, es kommen neue Handlungsstränge hinzu, die irgendwie unglaubwürdig sind und nur dafür da zu sein scheinen, um etwas Action in den Film reinzubringen - was ja prinzipiell nicht schlecht sein muss, hier aber einfach schlecht und übertrieben umgesetzt wurde. Der Film verlor dadurch viel Authentizität und wurde stattdessen stellenweise extrem unlogisch und überkonstruiert. Ein Drama, das irgendwann verzweifelt versucht, ein Thriller zu sein - nur dass er dadurch beides nicht richtig sein kann. Auch das Ende hat mir dann nicht wirklich gut gefallen.

Der Film zeigt, welches Zerstörungspotenzial Drogen haben - nicht nur für den, der sie nimmt, sondern für die gesamte Familie. Allerdings kratzt der Film leider nur an der Oberfläche. Anstatt den unlogischen Szenen mit den Gangstern und der Handyortung hätte man die Zeit investieren sollen in den Kampf gegen die Sucht oder die Konfrontation mit sich selbst oder anderen Drogenopfern (immerhin hat Ben auch selbst gedealt). Dadurch wäre das Drama ein Drama geblieben und hätte den verdienten Tiefgang gehabt, den eine solche Geschichte braucht. 

Julia Roberts ist in ihrer Rolle als verzweifelte, aber auch hoffnungsvolle Mutter absolut authentisch. Lucas Hedges hingegen konnte mich als (ehemaliger) Drogensüchtiger nicht ganz überzeugen. Gerade im Vergleich zu Timothée Chalamet in Beautiful Boy wirkt er irgendwie ausdrucks- und emotionslos. Schade, denn in anderen Filmen habe ich ihn sehr gemocht!



Fazit

Ein Drama mit starkem Anfang, das jedoch irgendwann ein Thriller sein will und dadurch an Authentizität und Tiefgang verliert. Julia Robert brilliert in ihrer Rolle, Lucas Hedges konnte mich leider nicht ganz so überzeugen. Leider - gerade in direktem Vergleich mit dem fantastischen Film Beautiful Boy - kein ganz so guter Film, aber auch nicht völlig schlecht.



Freitag, 18. Oktober 2019

[Film Friday] Beautiful Boy

[Film Friday] Beautiful Boy



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Allgemein

TitelBeautiful Boy
OriginaltitelBeautiful Boy
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchLuke Davies
RegieFelix Van Groeningen
Nach den Memoiren von: David Sheff und seinem Sohn Nic
FilmproduktionUniversal Pictures 
Laufzeitca. 121 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Timothée Chalamet, Steve Carell, Jack Dylan Grazer, Maura Tierney
Bonusmaterial: Interviews, Making-Of, Kinotrailer
Genre: Drama
Ähnliche Filme: Ben Is Back, Der verlorene Sohn, White Boy Rick

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Worum geht's

"David Sheff, ein ebenso liebenswerter wie liebevoller Vater, scheint mit seiner Frau Vicky alles richtig gemacht zu haben. Als ihr Sohn Nic jedoch drogenabhängig wird, kann David es nicht glauben, er kann es nicht aufhalten, und er tut alles dafür, seinen Sohn zurück zu bekommen. Während er mit dessen Lügen und Vertrauensbrüchen ringt, blickt Beautiful Boy immer wieder zurück auf den jungen Nic, wie er früher einmal war - ein rücksichtsvoller, ein wunderbarer Junge."



Zitate


"Ich sehe ihn manchmal an, diesen Jungen, den ich großgezogen hab, und von dem ich dachte, dass ich ihn in und auswendig kenne, und ich habe keine Ahnung, wer er ist."

"Du kannst ihm nicht helfen."

"Es war meine Entscheidung. Ich hab das selbst zu verantworten."

"Weißt du, wie lieb ich dich habe? Ich liebe dich mehr als alles auf der Welt!"

"Ich hatte so große Pläne für ihn. Und jetzt will ich einfach nur, dass er nicht stirbt."



Meine Meinung

David Sheff ist geschieden und lebt mit seiner neuen Frau, seinem Sohn Nic aus erster Ehe und seinen beiden jüngeren Kindern Daisy und Jasper. Ihr Leben scheint perfekt, bis Nic drogenabhängig wird. Sein Vater versucht alles, um seinem Sohn zu helfen, doch nichts scheint zu wirken. Aus der Entzugsklinik haut er ab, ebenso wie aus dem Krankenhaus. David ist verzweifelt und erkennt irgendwann, dass die Drogensucht nicht nur Nic, sondern auch die gesamte Familie zerstört und ihn damit vor eine grausame Wahl stellt: Ist er überhaupt in der Lage, jemanden zu retten, der nicht gerettet werden will? Kann man einen Menschen überhaupt retten? 

Der Film wechselt ab zwischen der Gegenwart, in der Nic drogenabhängig ist und sein Vater versucht ihm zu helfen, Informationen zu Crystal Meth sammelt, verzweifelt und immer wieder versucht ist, aufzugeben und der Vergangenheit, die zeigt, was für eine tolle Vater-Sohn-Beziehung die beiden hatten und wie stabil das familiäre Umfeld war - liebevoll, voller Verständnis, Zuneigung, Liebe und Glück. Als David seinen Sohn irgendwann fragt, warum er überhaupt Drogen nimmt, kann Nic ihm keine Antwort geben - und genau das ist die Realität. Manchmal gibt es einen Grund. Manchmal gibt es diesen einen Auslöser, dieses eine Ereignis, das einen zerstört. Und manchmal eben nicht. Manchmal ist es einfach so - und man kann es schlicht nicht ändern. Und logisch ist daran sowieso nichts. Logik hat keinen Platz bei Süchten, Depressionen oder anderen, ähnlichen Krankheiten. Ein Teufelskreis. 
Im Kern ist der Film ein Vater-Sohn-Drama, extrem authentisch und realistisch, ruhig erzählt, emotional und mit sehr viel Tiefe. Die Geschichte ist beinahe unerträglich, insbesondere auch deshalb, weil sie von den Schauspielern so unfassbar toll dargestellt wird. Insbesondere Timothée Chalamet muss man einfach loben - auf der einen Seite dieser liebevolle, intelligente Sohn, denn man am liebsten zum nächsten Schulball einladen würde, dann wieder der unausstehliche Kerl, aus dem die Drogen sprechen und den man gerne anbrüllen möchte, was für ein Problem er eigentlich hat und dann dieser zerbrechliche bzw. zerbrochene Junge, den die Drogen langsam auffressen und dem man gerne helfen möchte, aber einfach nicht weiß, wie. Eine absolut grandiose Darstellung! Aber auch die anderen Schauspieler können durchweg überzeugen. Auch Steve Carrel, der als Vater einfach alles für seinen Sohn tun würde, aber irgendwann an einem Punkt steht, an dem er einfach nicht mehr kann ... eine herzzerreißende Darstellung und Szene. 

Dieser Film ist sicherlich nichts für schwache Nerven, denn er behandelt ein schwerwiegendes, aber auch wichtiges Thema, hat viele traurige und beinahe unerträgliche Szenen, aber auch viele lustige und wunderschöne Momente. Insgesamt ein wundervoller, authentischer, berührender, wenn auch beängstigender und aufwühlender Film mit grandiosen Schauspielern und einer preisverdächtiger Darstellung von Timothée Chalamet! Mehr als sehenswert!



Fazit

Berührend, authentisch, emotional, manchmal auch witzig, aber größtenteils natürlich traurig und beängstigend, aufwühlend und zutiefst ergreifend. Grandioser Film und grandiose Darsteller. Absolutes Must-See!


Freitag, 4. Oktober 2019

[Film Friday] Astrid

[Film Friday] Astrid


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Allgemein

TitelAstrid
OriginaltitelUnga Astrid
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchKim Fupz Aakeson, Pernille Fischer Christensen
RegiePernille Fischer Christensen
Filmproduktion: Nordisk Film Production & Avantifilm
Laufzeitca. 118 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Darsteller: Alba August, Maria Fahl Vikander, Henrik Rafaelsen, Trine Dyrholm, Björn Gustafsson
Musik: Nicklas Schmidt
Bonusmaterial: Keine
Sonstiges: Prädikat besonders wertvoll, nach wahren Begebenheiten
Genre: Drama, Filmbiografie
Ähnliche Filme: Colette, Mary Shelley, Die Frau des Nobelpreisträgers

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Worum geht's

"Bereits in jungen Jahren widerfährt Astrid Lindgren, das sich für sie gleichermaßen als Schicksalsschlag und Wunder herausstellen und ihr Leben für immer verändern wird: Mit der tiefen Sehnsucht, ein Leben voller Selbstbestimmung zu führen, beginnt die junge Astrid ein Praktikum in einer Tageszeitung. Prompt kommen sich sie und der sehr viel ältere Herausgeber Blomberg näher. Als sie kurz darauf ungewollt von ihm schwanger wird, begibt sie sich kurzerhand nach Kopenhagen zu ihrer Freundin Marie, um ihren Sohn Lasse dort zur Welt zu bringen. Es beginnt eine Zeit, die der jungen Astrid und ihrem Sohn eine Menge abverlangt, sie aber auch zu einer der inspirierendsten Frauen unserer Zeit sowie eine der angesehensten Geschichtenerzählerinnen der Welt machte. Dies ist die Geschichte, wie eine junge Astrid, entgegen aller Erwartungen ihres Umfelds und ihrer religiösen Erziehung, beschloss, sich von den Normen unserer Gesellschaft zu lösen und ihrem Herzen zu folgen."



Zitate


"Du bist glänzend. Gib mir etwas ab von deinem Glanz."

"Kinder brauchen Liebe, Astrid. Und die hast du."

"Hallo Astrid. Ich frage mich, warum du so gut darüber schreiben kannst, wie es ist, ein Kind zu sein."


Meine Meinung

Astrid wächst mit ihren Geschwistern und ihren Eltern in Vimmerby auf. Zwischen der streng religiösen Erziehung vermitteln die Hanna und Samuel ihren Kindern aber auch Geborgenheit und Sinn für Freiheit. Daher stimmen sie auch zu, dass Astrid die Stelle als Volontärin bei der örtlichen Zeitung annimmt und damit ihren Traum erfüllt, zu schreiben. Womit jedoch niemand gerechnet hat, ist, dass sich Astrid in den deutlich älteren - und verheirateten - Eigentümer der Zeitung verliebt und von ihm schwanger wird. Als unverheiratete Frau muss Astrid ihren Sohn heimlich zur Welt bringen und versteckt ihn bei einer Pflegemutter in Dänemark. Doch sie kann ihn nie vergessen, besucht ihn regelmäßig und kämpft für sich und ihren Sohn. 

Vornherein sollte einem eines bewusst sein: Dieser Film handelt von der jungen Astrid und zeigt daher ihr Leben bei ihren Eltern, wie sie sich verliebt und schwanger wird und wie sie um ihren unehelichen Sohn kämpft und niemals aufgibt. Wie sie zur Erfolgsautorin wird und ihre kreativen Einfälle zu ihren unglaublichen Romanen bekommt, ist nicht Teil der Story. Daher wäre der Titel "Junge Astrid" - wie im Original - auch besser gewesen. Wenn man das jedoch weiß, kann man sich auf einen fantastischen, wundervollen Film freuen, der das junge Leben einer unglaublich faszinierenden Frau zeigt. 

Die Darstellerin der Astrid, Alba August, ist einfach nur eines: fantastisch. Was für eine Ausstrahlung! Diese Mischung aus kindlicher Naivität, Optimismus, unbändigem Lebenshunger und -freude, einem rebellischen Geist und der unendlichen Fantasie zeigen eine Astrid, die man nur lieben kann - auch wenn sie falsche Entscheidungen getroffen und Fehler gemacht hat. Sie zeigt einen starken Willen, setzt sich über Konventionen der Zeit hinweg und kämpft für ihre Träume - und ihren Sohn. Ein selbstbestimmtes Leben, das ist ihr Ziel. Und das spürt man auch in jedem ihrer Kinderbücher - so haben Pippi Langstrumpf, Madita, Ronja oder Michel alle ihren eigenen Dickkopf und sind nicht immer so, wie Eltern ihre braven Kinder vielleicht gerne hätten. 
Astrid Lindgren hat mich schon allein wegen meines Vornamens - Madita - mein Leben lang begleitet. Ihre Bücher waren ständige Begleiter meiner Kindheit und auch heute lese ich sie immer noch gerne. Über ihr Leben bevor sie zur Autorin wurde, wusste ich jedoch kaum etwas. Daher kam dieser Film genau richtig und ich fand es auch schön, dass die Jugendjahre beleuchtet wurden und nicht das, was man gemeinhin schon kennt. Nach diesem Film liebe ich die Autorin noch mehr. Sie ist ein Vorbild, eine Heldin und wenn ich an meinem Lebensende sagen kann, dass ich auch nur ein bisschen so geliebt und gelebt habe wie Astrid, ein bisschen so viel Tatendrang und Fantasie und Freude erleben durfte, dann kann ich glücklich sterben, denke ich. 

Ein Film, der ein Kapitel in Astrid Lindgrens Leben beleuchtet, dass nicht so altbekannt ist und daher viel neues und interessantes bietet. Kostüme, Darsteller, Kamera, Soundtrack - alles passt hervorragend zusammen. Dieser Film ist nicht einfach nur sehenswert, sonder absolut berührend, bewegend, authentisch und exzellent. 




Fazit

Ein wundervoller Film über die Jugendjahre von Astrid Lindgren mit einer grandiosen Hauptdarstellerin, einem tollen Soundtrack, authentischen Kostümen und einer Story, die berührt und bewegt. Absolut sehenswert! 




Freitag, 27. September 2019

[Film Friday] Plötzlich Familie

[Film Friday] Plötzlich Familie


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Allgemein

TitelPlötzlich Familie
OriginaltitelInstant Family 
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchSean Anders, John Morris
RegieSean Anders
FilmproduktionUniversal Pictures 
Laufzeitca. 113 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Darsteller: Mark Wahlberg, Rose Byrne
Musik: Michael Andrews
Bonusmaterial: Gelöschte und erweiterte Szenen, Gag Reel, Mr. und Mrs. Fix-It!
Sonstiges: inspiriert von der eigenen Lebensgeschichte des Regisseurs
Genre: Komödie
Ähnliche Filme: Dieses bescheuerte Herz, Monsieur Claude

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Worum geht's

"Als Pete und Ellie beschließen, eine Familie zu gründen, wenden sie sich vertrauensvoll an eine Adoptionsagentur. Dort finden sie ihr perfektes Pflegekind, doch es stellt sich heraus, dass dieses noch zwei Geschwister hat! Kurzerhand nimmt das Ehepaar das ganze Trio bei sich auf und stolpert Hals über Kopf ins Elterndasein - mit chaotischen Folgen..."



Zitate


"Diese Kinder werden Ihre Willenskraft testen!"

"Wir wissen, dass es so vieles gibt, das wir nicht wissen, aber wir sind hier und wir lieben dich!"

"So viele Kinder suchen Pflegeeltern, es ist so traurig!" - "Nein, zeig mir doch sowas nicht! Willst du mir das Herz brechen? Ich bin doch gerade erst zur Türe rein..."



Meine Meinung

Pete und Ellie wollen eine Familie - und beschließen, ein Kind zu adoptieren. Entgegen aller Empfehlungen und unter vielen erstaunten Blicken suchen sie sich ausgerechnet das Teenagermädchen Lizzy aus - und wie jeder weiß, sind Teenager Monster! Als sie erfahren, dass Lizzy noch zwei Geschwister hat, nehmen sie das ganze Trio bei sich auf. Doch dieses Familienleben hat ganz schön viele Tücken: Juan ist ein tollpatschiger Meister darin, sich selbst zu verletzen, Lita sieht zwar niedlich aus, mutiert aber zum kreischenden Albtraum, wenn sie nicht das bekommt, was sie will und Lizzy scheint von allem und jedem genervt zu sein. Ellie und Pete sind am verzweifeln, wollen ihre neue, kleine Familie aber nicht so schnell aufgeben!

Dieser Film ist eine Komödie, bei der man viel Lachen und auch die ein oder andere Träne vergießen kann. Eine gelungene Mischung aus Drama und Komödie, die viel Wahres enthält. 
Die Darsteller sind allesamt überzeugend und können ihre Rolle authentisch spielen, sodass man mit ihnen mitfiebert und -leidet. Ein wahres Wechselbad der Gefühle! Der Film ist geeignet für die ganze Familie, macht Spaß, hat aber auch Tiefe. Dieser Film ist nicht die typische überspitzte Komödie, in der man krampfhaft versucht, witzig zu sein, sondern ein facettenreicher Film mit vielen lustigen, aber auch traurigen Momenten, einer charmant erzählten Story, rührenden Szenen ohne Kitsch und tollen Schauspielern!



Fazit

Eine tolle Komödie, die nicht nur lustig ist, sondern auch viele traurige und rührende Momente hat, tolle Schauspieler aufweisen kann und mit viel Charme überzeugt! Auf jeden Fall sehenswert und für die ganze Familie geeignet!


Freitag, 6. September 2019

[Film Friday] Mother's Day - Liebe ist kein Kinderspiel

[Film Friday] Mother's Day - Liebe ist kein Kinderspiel


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Allgemein

TitelMother's Day - Liebe ist kein Kinderspiel
OriginaltitelMother's Day
Erscheinungsjahr2016
DrehbuchTom Hines 
Regie: Garry Marshall
FilmproduktionDiamond Pictures 
Laufzeitca. 113 Minuten
FSK: ab 0 Jahren
Darsteller: Jennifer Aniston, Kate Hudson, Julia Roberts, Jason Sudeikis, Britt Robertson, Shay Mitchell, Jack Whitehall
Musik: John Debney
Bonusmaterial: Gag Reel, Interviews
Genre: Komödie
Ähnliche Filme: Book Club, Valentinstag, Liebe zu Besuch, Bad Moms

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Worum geht's

"Mal verzaubert sie uns, mal bringt sie uns zum Lachen und dann wieder zum Weinen. Und ohne sie wäre alles nichts. So wie für Sandy, die seit Jahren von Henry geschieden ist, aber irgendwie immer noch hofft, dass er zu ihr zurückfindet. Oder Jesse und Gabi, die ihren Eltern schon seit Jahren verheimlichen, dass Jesses Mann Russell Inder und Gabis Partner Max gar kein Mann ist. Bradley wiederum versucht, seit dem Tod seiner Frau als "Mister Mom" bei seinen Teenietöchtern zu punkten. Aus Mirandas Leben scheint die Liebe vollkommen verschwunden zu sein. Doch egal ob Stiefmutter, Karrieremutter oder Jungmutter, alle verbindet die Liebe mit ihren Irrungen und Wirrungen und chaotischen Folgen, die das Leben so richtig lebenswert machen."



Zitate


"Ihr Ex hat wieder geheiratet. Quasi eine 12-jährige."

"Egal, was zwischen uns war, du bist und bleibst meine Mutter."



Meine Meinung

Liebe kann ziemlich kompliziert sein. Und das Muttersein ebenfalls. Sandy ist geschieden, hofft aber immer noch auf eine Reunion mit ihrem Ex, Jesse verheimlicht ihren Eltern ihren indischen Ehemann, während ihre Schwester Gabi ihr großes Geheimnis wahrt, dass sie lesbisch ist, Bradley versucht seit dem Tod seiner Frau den Töchtern Vater und Mutter zugleich zu sein, Kristin ist zwar junge Mutter, hat aber panische Angst davor, zu heiraten und Miranda glaubt nicht mehr an die Liebe. 

Was als erstes auffällt, ist die Starbesetzung. Julia Roberts, Jennifer Aniston, Kate Hudson und so viele andere, namhafte Darsteller - kann dieser Film schlecht sein? In diesem Fall zum Glück nicht. Denn die Story ist witzig, hat aber auch ein bisschen Tiefgang, strotzt vor Klischees, die aber oftmals liebevoll auf die Schippe genommen werden und bietet eine sympathische und charmante Unterhaltung. 

Natürlich ist dieser Film etwas oberflächlich und etwas seicht und nicht allzu spannend - ein typischer Unterhaltungsfilm eben. Ein Film, der perfekt für einen gemütlichen Abend ist, an dem man einfach Lust auf etwas zum Lachen und Träumen hat. 



Fazit

Eine schöne, amüsante Unterhaltungskomödie, die Spaß macht und viel Herz zeigt. 


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