Sonntag, 30. August 2020

[DIY] Die Welt spielt verrückt! | Hamster-Grußkarte für Corona-Zeiten

 

[DIY] Die Welt spielt verrückt!  Hamster-Grußkarte für Corona-Zeiten


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Rosafarbene Grundkarte
  • Motivpapier Hell & Dunkel Emmapünktchen Digipaper Hamsterkauf
  • Digital Paper Freepik @nenilkime Spices&Vegetables&Fruits 
  • Weißer Tonkarton
  • Rosafarbener Tonkarton
  • Stempel Digistamp Emmapünktchen Hamsterkauf
  • Motiv Emmapünktchen Die Welt spielt verrückt
  • Freebies Toilettenpapier
  • Stanze Steckenpferdchen Krumme Quadrate
  • Stanze Label
  • Stanze ausgefranztes Rechteck
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 3D Foam Pads
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Die Welt spielt verrückt!  Hamster-Grußkarte für Corona-Zeiten


So gehts:

  • Schneidet den rosafarbenen Tonkarton so zurecht, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband aufkleben.
  • Den Hamster am Computer mit dem gewünschten Spruch versehen und die anderen Sprüche farblich anpassen.
  • Mit den Toilettenpapier-Freebies in Word, Gimp oder Co. eine Reihe erstellen.
  • Alles auf hochwertigem, etwas festerem Papier ausdrucken.
  • Stanzt aus den Emmapünktchen-Motivpapieren unterschiedlich große Quadrate aus. Versetzt auf die Karte aufkleben.
  • Den Hamster vorsichtig ausschneiden, dann mit 3D-Foam-Pads aufkleben.
  • Die Sprüche mit passenden Stanzen ausstanzen und aufkleben.
  • Aus dem Vegetables-Papier einzelne Gemüse und Früchte ausschneiden und auf der Karte verteilen. Mit dem Stick It! Glue Pen aufkleben.
  • Zum Schluss die Toilettenpapier-Reihe am oberen Rand der Karte aufkleben.
Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 23. August 2020

[DIY] Hochzeitskarte | Blumiges Herz für das Traumpaar

[DIY] Hochzeitskarte | Blumiges Herz für das Traumpaar


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Cremefarbener Tonkarton
  • Bordeauxfarbener Tonkarton (Glitzer)
  • Rosafarbener/Apricotfarbener Tonkarton (Glitzer)
  • Stempel Stampin Up Perfekter Tag
  • Stanze Stampin Up Blühendes Herz
  • Stanze Großes Herz (minimal kleiner als das blühende Herz)
  • Stanze Kleine Herzen
  • Stempelfarbe Altrosa
  • Rosafarbene Halbperlen
  • Weißes Spitzenband
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 3D Foam Pads
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Hochzeitskarte | Blumiges Herz für das Traumpaar

[DIY] Hochzeitskarte | Blumiges Herz für das Traumpaar

So gehts:

  • Schneidet aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck aus, das etwas kleiner als die Grundkarte ist. Ein großes Herz aus dem oberen Drittel ausstanzen.
  • Den Spruch mit altrosafarbener Stempelfarbe darunter aufstempeln und trocknen lassen. Dann das Spitzenband so zurechtschneiden, dass es etwas länger ist. Mit etwas Glue Pen aufkleben und auf der Rückseite zusätzlich mit Tesa fixieren. Dann das Rechteck mit 3D Foam Pads auf der Grundkarte befestigen. 
  • Aus dem apricotfarbenen Tonkarton das Herz ausstanzen. Aus rotem Tonkarton die passenden Blüten ausstanzen und auf die gewünschten Stellen des Herzes kleben. Das Blumenherz über das ausgestanzte Herz kleben und mit Glue Pen befestigen.
  • Aus dem cremefarbenen Tonkarton drei Herzen in unterschiedlichen Größen ausstanzen und neben den Spruch kleben.
  • Zum Schluss mit rosafarbenen Halbperlen rund um das und auf dem Herz bzw. den Blüten verzieren.
[DIY] Hochzeitskarte | Blumiges Herz für das Traumpaar

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 22. August 2020

[Books] Melba Escobar - Die Kosmetikerin

 

[Books] Melba Escobar - Die Kosmetikerin


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von Heyne und Randomhouse zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch


Titel: Die Kosmetikerin Originaltitel: La casa de la belleza 
Autor: Melba Escobar Übersetzerin: Sybille Martin Verlag: Heyne 
Preis: 9,99€ Genre: Krimi Format: Taschenbuch Seitenanzahl: 320 
ISBN: 978-3-453-42336-7 Original Erscheinungsdatum: 2019 
Deutsches Erscheinungsdatum: 2019 |

Hier kaufen als Buch oder EBook 


Ähnliche Bücher: Tage der Toten (Don Winslow); Falsch (Gerd Schilddorfer)

In Bogotás exklusivster Wohngegend liegt der Kosmetiksalon Haus der Schönheit. Eine der gefragtesten Kosmetikerinnen ist die alleinerziehende Karen. Ihre Kunden teilen ihre intimsten Geheimnisse mit ihr, ob sie will oder nicht. Karen weiß alles über ihre Affären, ihre Ängste, ihre Geheimnisse. An einem regnerischen Nachmittag kommte ine Schülerin zur Behandlung Sie riecht nach Alkohol und will sich ganz offensichtlich für ein Rendezvous schön machen lassen. Am nächsten Tag ist die junge Frau tot. Karen war die letzte Person, die sie lebend gesehen hat, und eine mörderische Dynamik nimmt ihren Lauf.

Erster Satz


"Ich hasse künstliche Fingernägel in extravaganten Farben, blondierte lange Haare, Rohseidenblusen und Brillantohrringe um vier Uhr nachmittags."


Autorin


"Melba Escobar, geboren 1976 in Kolumbien, schreibt regelmäßig für die Zeitung El Pais und El Espectador. Neben ihrer Tätigkeit als Journalistin hat sie bislang drei Romane verfasst. Die Kosmetikerin wurde als bester Roman 2016 mit dem kolumbianischen Premio Nacional de Novela ausgezeichnet. Zudem arbeitet Melba Escobar an mehreren Literaturprojekten für Kinder mit. Sie lebt mir ihrer Familie in Bogotá."


Cover und Titel


Das beige Cover zeigt Wimpern mit schwarzen Tränen, darunter den Titel in pinken Lettern. Es ist auffallend und anders und passt gut zum Inhalt.


Meine Meinung


Karen kam nach Botogá, um mehr Geld zu verdienen, in der Hoffnung, ihren kleinen Sohn irgendwann zu sich holen zu können. Als Kosmetikerin behandelt sie die Reichen und Möchtegern-Schönen, die ihr ungewollt alle möglichen Geheimnisse anvertrauen. Eines Tages kommt  die junge Sabrina Guzmán zu ihr in den Salon, um sich behandeln zu lassen - am nächsten Tag ist sie tot. Damit beginnt nicht nur für Karen, sondern auch für Claire, Lucía und Consuelo ein Wettlauf gegen die Zeit - und gegen die Mächtigen und Korrupten, die das Land und die Stadt beherrschen. 


„Haben Sie schon mal eine schöne und richtig wild gewachsene Afromähne gesehen? Sie ist wie ein Zyklon, wie ein Tsunami. Wenn Mama sie vorbeigehen sah, sagte sie immer: Eines Tages werde ich dir im Schlaf das Haar abschneiden und mir ein Kissen daraus machen."
S. 207


Der Schreibstil der Autorin ist sehr gewöhnungsbedürftig. Anders als erwartet ist die Story nicht aus Sicht von Karen geschrieben, sondern hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Claire, von der man anfangs überhaupt nicht weiß, wer sie überhaupt ist. Gleichzeitig gibt es aber mitten im Text ständige Perspektivenwechsel, sodass man manchmal überhaupt nicht weiß, von wem jetzt die Rede ist. Auch die vielen Namen haben mich sehr verwirrt, ebenso wie die Handlungssprünge. Am Ende werden zwar viele Handlungsstränge zusammengeführt, aber ich hatte trotzdem irgendwie das Gefühl, manches verpasst oder nicht verstanden zu haben. Das Ende selbst fand ich zwar ziemlich fies, aber auch sehr passend. 


„Sie sah sich nicht selbst mit offenem Mund und schreckensstarrem Blick in den aufgerissenen Augen, als wäre ihr ganzes Leben in einem Schrei hängen geblieben, sie merkte nichts von alldem, denn nachdem sie sich so sehr davor gefürchtet hatte, nachdem sie sich so sehr danach gesehnt hatte, war Sabrina tot."
S. 216


Die Story könnte unglaublich interessant sein, ist aber durch die wirre Erzählweise leider eher langatmig und anstrengend. Die tote Sabrina Guzmán spielt leider nur am Rande eine Rolle, während es hauptsächlich um die Machtkämpfe und Machenschaften in Kolumbien geht, ebenso wie um Prostitution, Vergewaltigung und Sexismus geht. Alles äußerst interessante Themen, die aber eben leider sehr verwirrend dargestellt sind. Das Buch hat manchmal sehr brutale beziehungsweise schonungslose Szenen, die mich durchaus schocken konnten - das sind auch die starken Momente des Romans. 


„Ich fragte mich auch, wie viele Frauen wohl das Gefühl hatten, ihr Leben zerstört zu haben, weil sie einen Dritten zufriedenstellen wollten und Dinge taten, nur um die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, und nicht, weil sie sie gerne gemacht hätten Vielleicht geht es Männern ebenso, davon habe ich allerdings noch nie gehört."
S. 237


Spannende Grundidee und ganz viel Potenzial, das aber leider nicht ausgeschöpft wurde. Durch die verworrene Erzählweise fand ich das Buch teilweise extrem anstrengend und ich hatte oft das Gefühl, irgendetwas zu verpassen oder nicht zu verstehen. In diesem Buch steckt eigentlich so viel tolles drin, es war für mich nur einfach zu viel Kuddelmuddel und viel zu durcheinander als dass es mir Spaß gemacht hätte oder ich es auch nur spannend gefunden hätte... 


Fazit


Sehr wirre Erzählweise, dafür sehr spannende Themen mit viel Potenzial. Für mich war das Buch irgendwie zu anstrengend und deswegen weder spannend noch "schön" zum lesen, ich hatte oft das Gefühl, irgendetwas verpasst zu haben. Für die schonungslosen Momente, die wirklich gut geraten sind, sowie das tolle Potenzial gibt es gerade so 3 Punkte. 



Sonntag, 16. August 2020

[DIY] Grußkarte für hammermäßige Geburtstagskinder, Handwerker*innen, Männer, Väter und Holzliebhaber*innen

[DIY] Grußkarte für hammermäßige Geburtstagskinder, Handwerkerinnen, Männer, Väter und Holzliebhaberinnen


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Orangene Grundkarte
  • Motivpapier Dicke Striche
  • Weißer Tonkarton
  • Orangener Tonkarton
  • Stanze Rechteck ausgefranst 2 Größen
  • Stanze Fahne
  • Stempel Stampin Up Nailed It
  • Stempel Anne´s Stempel Design
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Stempelfarbe Grau
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 3D Foam Pads
[DIY] Grußkarte für hammermäßige Geburtstagskinder, Handwerkerinnen, Männer, Väter und Holzliebhaberinnen

So gehts:

  • Schneidet den weißen Tonkarton so zurecht, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit grauer Stempelfarbe verschiedene Werkzeuge kreuz und quer darauf stempeln. Trocknen lassen, dann mit doppelseitigem Klebeband auf die Karte kleben.
  • Aus dem orangenen Tonkarton und dem Motivpapier zwei verschiedene Größen des ausgefransten Rechteckes ausstanzen und mit doppelseitigem Klebeband auf der Karte befestigen.
  • Aus weißem Tonkarton die Fahne ausstanzen, den Spruch daraufstempeln und nach dem Trocknen mit 3D-Foam Pads auf der Karte befestigen.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 9. August 2020

[DIY] Blumige Eulengrüße | Grußkarte für Eulenliebhaber*innen und zum Hallo-Sagen

[DIY] Blumige Eulengrüße  Grußkarte für Eulenliebhaberinnen und zum Hallo-Sagen



[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Motivpapier Blumen
  • Weißer Tonkarton
  • Rosa Tonkarton
  • Stempel Gina K. Designs Wise Old Owl
  • Stempel Dani Peuss Ein Blümchen für dich
  • Stanze Oval 2 Größen
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Brush-Marker Winsor and Newton
  • Pro-Marker Winsor and Newton
  • Rosa Stempelwachs
  • Siegelwachs-Stempel
  • Rosa Knöpfe
  • Weißes Organzaband
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 3D-Foam-Pads
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Blumige Eulengrüße  Grußkarte für Eulenliebhaberinnen und zum Hallo-Sagen

[DIY] Blumige Eulengrüße  Grußkarte für Eulenliebhaberinnen und zum Hallo-Sagen

So gehts:

  • Schneidet das Motivpapier so zurecht, dass es etwas größer als die Hälfte der Grundkarte ist und klebt es mit doppelseitigem Klebeband fest.
  • Aus dem rosafarbenen und weißen Tonkarton zwei Ovale stanzen und diese ebenfalls mit Klebeband befestigen. Auf das weiße Oval den Spruch stempeln.
  • Die Eule auf weißen Tonkarton stempeln, trocknen lassen und mit Markern colorieren. Dann ausschneiden oder ausstanzen. Mit 3D-Foam Pads auf dem Oval befestigen.
  • Weißes Organzaband abschneiden, zu einer Schlaufe legen, auf der Karte drapieren, sodass man die Eule gut sehen kann, das geschmolzene Wachs darauf träufeln und den Siegelwachs-Stempel darauf drücken. Alternativ kann man das Siegelwachs auch vorbereiten und auf ein Backpapier träufeln, dort den Stempel aufdrücken und trocknen lassen. Danach lassen sich die Siegel problemlos entfernen und man kann sie mit dem Glue Pen problemlos an der gewünschten Stelle befestigen. 
  • Zum Schluss die Knöpfe mit dem Glue Pen fixieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 8. August 2020

[Books] Tamara Ireland Stone - Mit anderen Worten: Ich

[Books] Tamara Ireland Stone - Mit anderen Worten: Ich


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von Magellan zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch



Titel: Mit anderen Worten: ich Originaltitel: Every Last World 
Autor: Tamara Ireland Stone Übersetzer: Sandra Knuffinke und Jessika Komina 
Verlag: Magellan 
Preis: 9,00€ Genre: Drama, Psychische Erkrankungen, Jugend 
Format: Taschenbuch Seitenanzahl: 375 
ISBN: 978-3-7348-8209-8 Original Erscheinungsdatum: 2015 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

Hier kaufen als Buch


Ähnliche Bücher: Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken (John Green), All die verdammt perfekten Tage (Jenniver Niven), Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen. (Ava Reed), 

Worte. 
Sie sind die Geister, die Sam nachts wach halten. Die Gedanken, für die sich sich schämt. Die sie an sich zweifeln lassen, jeden Tag. Die ihr ein Leben fast unmöglich machen.
Worte.
Sie sind die neuen Welten, die Sam entdeckt. Die Gedichte, die sie heimlich schreibt. Die Geschichten, die sie wieder Vertrauen fassen lassen. In das bessere Leben, das sie sich aufbaut. Mit anderen Worten.
         

Erster Satz


"Ich sollte die Kärtchen nicht lesen."



Autorin


"Tamara Ireland Stone wuchs im Norden Kaliforniens auf. Sie hat weite Teile Südostasiens und Teile Europas bereist. Inzwischen hat sie entdeckt, wie schön es ist, beim Schreiben an diese Orte zurückzukehren. Tamara ist Mitbesitzerin einer Marketingagentur im Silicon Valley und lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Bucht von San Francisco."
*Quelle: lovelybooks



Cover und Titel

Das petrolfarbene Cover mit weißem und grauem Rand zeigt eine Schreibmaschine aus der ein Papierband mit dem Titel kommt. Das ist natürlich extrem passend zum Inhalt, außerdem ist es irgendwie schlicht und modern, gleichzeitig aber auch elegant. Es sticht auf jeden Fall ins Auge, weil es mal etwas völlig anderes ist. Gefällt mir sehr gut!

Und es gibt noch etwas, was ich an diesem Buch absolut großartig finde: Das NatürlichMagellan-Logo. Denn das zeigt, dass fair produziert und Bäume gepflanzt wurden, sowie dass das Buch aus FSC-Papier, lösungsmittelfreiem Klebstoff und Drucklack auf Wasserbasis besteht. Das finde ich absolut hervorragend und ich denke, daran sollten sich viele andere Verlage ein Beispiel nehmen! 

[Books] Tamara Ireland Stone - Mit anderen Worten: Ich



Meine Meinung


Samantha ist Teil der beliebten Mädchenclique "Die verrückte Acht" und hat damit das erreicht, wovon viele träumen. Nur dass Sam das nicht so empfindet, denn jeden Tag führt sie einen unsichtbaren Kampf gegen sich selbst, gegen ihre Gedanken und Zwänge und ist sorgsam darauf bedacht, dass niemand von ihrer "Verrücktheit" etwas erfährt. Denn selbst ihre Freundinnen dürfen davon nichts wissen, denn sie würden es nicht verstehen, davon ist Sam überzeugt. Die Sommerferien sind wie ein kurzer Befreiungsschlag, aber allzu sehr hängt die Rückkehr in die Schule wie ein Damoklesschwert über ihr. Als sie Caroline kennenlernt und diese ihr den geheimen Dichterclub zeigt, begreift Sam immer mehr, dass sie sich nicht weiter verstellen kann und will und dass es vielleicht wichtiger ist, man selbst zu sein als die beliebtesten Freundinnen zu haben, die man zwar seit dem Kindergarten kennt, mit denen man aber eigentlich nichts mehr gemein hat. Caroline bringt sie dazu, Gedichte zu schreiben und mit jedem Wort, das sie aufs Papier bringt, findet sie ein Stück von sich selbst. Aber wird sie auch den Mut aufbringen, außerhalb ihrer Gedichte sie selbst zu sein? 



„Ausprobieren ... Fehler machen. Das gehört zusamen. Durch Fehler haben wir alle laufen gelernt und dass wir uns an heißen Sachen die Finger verbrennen. Du machst schon dein ganzes Leben lang Fehler und das wird auch so bleiben. Der Trick besteht darin, deine Fehler als solche zu erkennen, um eine Lehre daraus zu ziehen und nach vorne zu blicken."
S. 108


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen. Der Roman ist in der Ich-Perspektive von Sam geschrieben, wodurch man einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt bekommt, was hier sehr wichtig ist, denn dadurch kann man ihr Verhalten besser nachvollziehen, ebenso wie die Schwierigkeiten, mit denen sie zu kämpfen hat. Sams Zwangsstörung ist ein wichtiger Teil von ihr, den sie aber vor aller Welt versteckt - nur ihre Therapeutin und ihre Familie wissen davon, nicht aber ihre Freunde. Dadurch, dass man weiß, was Sam in bestimmten Situationen fühlt und denkt, weiß man aber auch, warum das so ist und kann sich sehr gut in sie hineinversetzen. 
Das Thema psychische Erkrankung ist durchaus nicht einfach und als Betroffene bin ich auch nicht gerade unkritisch, wenn ich Bücher zu diesem Thema lese. Man hat jedoch sehr deutlich gemerkt, dass sich die Autorin mit dem Thema ausführlich beschäftigt hat und dass es ihr sehr am Herzen liegt. 



„Ich würde ja gerne aufhören zu denken, glaub mir. Ich wünschte, das wäre so einfach."
S. 196


Die Story handelt von Sam und ihrer Zwangsstörung, aber auch davon, wie schwierig es ist, echte Freunde zu finden; wie wichtig es ist, etwas zu haben, was einem dabei hilft, mit seinen Gedanken und Gefühlen klarzukommen; darüber, sich selbst zu finden; wie schön und wie schwierig zugleich Liebe ist und wie schwer man es sich selbst machen kann. All das ist sehr einfühlsam, authentisch und nachvollziehbar geschrieben und ich konnte mich sehr gut in die Protagonistin hineinfühlen, besonders, weil ich mich oft selbst so gefühlt habe, wie sie. 
Schön fand ich auch, dass die Liebesgeschichte zwar ihren Raum bekommt, aber nicht überhand nimmt, genauso wenig wie alle anderen Themen, die angesprochen werden. Alles hat seinen Platz, aber nichts davon wird "zu Tode geredet" oder überlagert alles andere. Als sich Sam verliebt, ist das natürlich ein Thema und sie macht sich Gedanken darüber, aber es ist eben nicht so, dass sich plötzlich nur noch alles darum dreht. Nicht einmal die Zwangsstörung selbst wird allzu aufdringlich behandelt, sie ist natürlich immer da und man merkt sie beim Lesen entweder unterschwellig oder mal auch sehr deutlich, aber nie so, dass man sich denken würde "Ja, wir habens kapiert..." Dadurch ist das Buch sehr ausgewogen, hat viele verschiedene Konflikte, mit der die Protagonistin fertig werden muss und wird nie langweilig. Mal ganz abgesehen davon, dass die Wendung gegen Ende des Buches für viele sehr überraschend kommen könnte. Ich habe sie schon eine Weile kommen sehen, zumindest ansatzweise, weil ich weiß, wozu der eigene Geist in der Lage ist, aber für die meisten Leser*innen dürfte das vollkommen überraschend sein - hat mir gut gefallen, auch wenn es herzzerreißend ist! 



„Ich will ja damit aufhören, aber es geht einfach nicht, weil, na ja - sagt einem Menschen mit Zwangsstörung mal, er soll aufhören, sich kirre zu machen. Da könnt ihr gleich einem Asthmatiker raten, er soll einfach mal ganz ruhig atmen,"
S. 255


Als ich dieses Buch im Newsletter des Verlages gesehen habe, wollte ich es unbedingt lesen. Ich finde es als Betroffene immer wieder spannend, wie Autor*innen psychische Erkrankungen umsetzen und ob sie diese authentisch dargestellt sind.

Besonders wichtig finde ich auch immer die Frage, ob man nach dem Lesen ein positives Gefühl hat oder ob die Lektüre einen eher ratlos, traurig oder leer zurücklässt. Ich selbst leide nicht an einer Zwangsstörung wie Sam, daher dachte ich am Anfang, dass sich die Parallelen zwischen mir und der Protagonistin in Grenzen halten würden - aber falsch gedacht! Ich habe in Sam und ihren Handlungen, Gefühlen und Gedanken sehr oft mich wiedererkannt, ebenso wie meine Depression oder meine Angststörung. Das Gefühl, wie sich eine Panikattacke anbahnt, die man nicht mehr abwehren, sondern nur noch irgendwie überleben kann, das endlose Gedankenkarussell, die Angst, verurteilt zu werden - all das kann ich so gut nachvollziehen, weil ich es selbst erlebe. Aber auch das Positive haben wir gemeinsam: den Trost, den man in Worten finden kann. Worte von anderen und Worte, die man selbst schreibt - egal ob Gedichte, Songs oder Geschichten. Dass man sich vor allem dann echt fühlt, wenn man schreibt und dass man sich schriftlich besser ausdrücken kann als mündlich. So oft habe ich Sätze gelesen und den Kopf geschüttelt, weil ich plötzlich nicht mehr Sam vor Augen hatte, sondern mich selbst. Für mich persönlich machte es das natürlich extrem authentisch - und manchmal auch ein bisschen schwierig, weil es mir wieder einmal vor Augen führte, mit wie viel ich zu kämpfen habe, was für andere Menschen so völlig normal ist. Gleichzeitig war es aber auch beruhigend, weil ich gesehen habe, wie viel ich schon erreicht habe, denn vieles von dem, was Sam noch belastet und noch nicht erreicht hat, habe ich bereits geschafft: Während sie ihre Diagnose schon als Kind bekam, hatte sie dennoch nie das Gefühl, sich ihren Freundinnen öffnen zu können. Sie hat sich selbst und diesen Teil ihrer Persönlichkeit versteckt, bis sie beinahe daran zerbrochen wäre. Bei mir war es quasi umgekehrt: Ich habe die Diagnose erst bekommen, als die Krankheit mich beinahe schon zerstört hatte, war dann aber sehr schnell dazu bereit, absolut offen damit umzugehen. Ich habe es meiner Familie erzählt, meinen Freunden, und irgendwann auch Fremden. Im Internet auf meinem Blog, irgendwann auf meinen Social Media Kanälen und dann auch im echten Leben. Dann erzähle ich eben ganz nebenbei, dass ich zur Therapie gehe oder Tabletten nehmen muss oder ähnliches, was meistens für erstaunte Blicke sorgt und dann oft genug auch zu Nachfragen. Oder zu eigenen Erzählungen und "Geständnissen". Und ich hoffe, dass ich damit einen kleinen Beitrag dazu leisten kann, das Thema "psychische Erkrankungen" zu entstigmatisieren und dafür zu sorgen, dass man sich irgendwann nicht mehr dafür schämt "kaputt" oder "anders" oder "nicht normal" zu sein, sondern dass man sich so akzeptiert wie man eben ist - auch wenn das eigene Gehirn vielleicht manchmal seltsame Dinge macht.



Fazit


Dieses Buch erzählt nicht nur die Geschichte einer Jugendlichen mit psychischer Erkrankung, es macht auch Mut, ist berührend, authentisch, witzig, herzzerreißend, charmant und einfach toll. Ein mehr als lesenswerter Roman, der mitten ins Herz geht, zum Nachdenken anregt und mir als Betroffene sehr gut gefallen hat.


Sonntag, 2. August 2020

[DIY] Herzlichen Glückwunsch | Geburtstagskarte mit Zahnräder für Männer, Handwerker*innen oder alle mit einem großen Durcheinander im Kopf

[DIY] Herzlichen Glückwunsch  Geburtstagskarte mit Zahnräder für Männer, Handwerkerinnen oder alle mit einem großen Durcheinander im Kopf


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Diese Grußkarte habe ich für meinen Papa gebastelt, weil er auch gerne "werkelt und wurschtelt" - wie er es ausdrückt. Daher dachte ich, Zahnräder wären sehr passend. Als er die Karte dann ausgepackt und gesehen hat, kam dann jedoch etwas ganz anderes aus seinem Mund als erwartet, nämlich: "Oh, das ist ja perfekt! Genau so sieht es in meinem Kopf auch aus! Lauter Zahnräder, die nicht ineinander passen... alles ein großes Durcheinander. Du hast das Innere meines Kopfs gebastelt!" Tja, also...so war das eigentlich nicht gedacht :D Aber sie hat ihm gefallen, und das ist ja die Hauptsache. Also egal, ob ihr die Karte für Handwerker*innen basteln wollt oder für Männer oder Frauen, die ein heilloses Chaos mit Zahnrädern im Kopf haben - sie kam jedenfalls gut an beim Beschenkten. Mein persönliches Kopf-Chaos sind ja übrigens eher lauter Bücher, die offen überall rumliegen und sich stapeln... Aber so ist halt jeder Mensch verschieden :D

Was ihr benötigt:

  • Dunkelbraune Grundkarte
  • Braunes Vintage-Motivpapier
  • Brauner Tonkarton
  • Stempel Dani Peuss Glückwunsch
  • Stanze Zahnräder
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Braune Halbperlen
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Herzlichen Glückwunsch  Geburtstagskarte mit Zahnräder für Männer, Handwerkerinnen oder alle mit einem großen Durcheinander im Kopf

So gehts:

  • Schneidet das Motivpapier so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Den Spruch mit schwarzer Stempelfarbe auf das Motivpapier stempeln und trocknen lassen.
  • Aus dem braunen Tonkarton Zahnräder in verschiedenen Größen und Formen ausstanzen. Ich habe 12 genommen, das hängt aber davon ab, wie groß eure Stanzformen sind und wie voll ihr die Karte haben wollt :) Klebt die ausgetanzten Zahnräder mit dem Glue Pen auf das Motivpapier.
  • Zum Schluss mit zwei braunen Halbperlen verzieren, diese ebenfalls mit dem Glue Pen befestigen.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 1. August 2020

[Books] Taylor Jenkins Reid - Daisy Jones & The Six

[Books] Taylor Jenkins Reid - Daisy Jones & The Six


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von NetGalley und Ullstein zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 


Über das Buch


Titel: Daisy Jones & The Six Originaltitel: Daisy Jones and The Six 
Autor: Taylor Jenkins Reid Übersetzer: Conny Lösch Verlag: Ullstein 
Preis: 8,99€ Genre: Musik, Drama Format: eBook Seitenanzahl: 368 
ISBN: 978-3-8437-2219-3 Original Erscheinungsdatum: 2019 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

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Ähnliche Bücher: Comeback (Alexander Osang), Willow Down: Sag kein Wort (Jane Lovering)

Daisy Jones, jung, schön, von ihren Eltern vernachlässigt, hat eine klare Stimme und einen starken Willen Sie möchte mit ihren eigenen Songs auf der Bühne stehen. Als sie zum ersten Mal mit The Six auftritt, ist das Publikum elektrisiert von ihr und Billy, dem Leadsänger der Band. Die beiden zusammen sind nicht nur auf der Bühne explosiv und führen die Band zu ihrem größten Erfolg, auch Backstage sprühen die Funken...
         

Erster Satz


"Dieses Buch erzählt die Geschichte der Rockband Daisy Jones & The Six, die in den Siebzigerjahren Berühmtheit erlangten - und sich am 12. Juli 1979 in Chicago, mitten während einer Tournee, plötzlich und aus ungeklärten Gründen auflöste."



Autor

"Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Sie arbeitete für verschiedene Zeitungen, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Für Daisy Jones & The Six hat sie sich intensiv mit der Geschichte der Band Fleetwod Mac beschäftigt."



Cover und Titel

Auf dem Cover sieht man eine junge Frau, umhüllt von bunten Farben, während in großen weißen Buchstaben der Titel darunter steht. Irgendwie hat das Cover und die Schriftart des Titels ein bisschen was von den 70ern und von Drogen, Musik und Freiheit. Auf jeden Fall passt beides sehr gut zur Handlung.


Meine Meinung


Daisy Jones weiß, was sie will: Ihre eigenen Songtexte schreiben und diese selbst auf einer Bühne singen. Billy Dunne und seine Band haben das bereits geschafft, sie sind zwar nicht sonderlich bekannt, können aber zumindest mit ihren eigenen Lieder auftreten. Als Daisy und die Band The Six sich begegnen, prallen Welten aufeinander - und lassen sich nicht wieder voneinander trennen. Kurzerhand wird von den Musikproduzenten beschlossen, dass Daisy ein Teil der Band wird, sehr zum Missfallen von Billy, der durch sie immer wieder auf die Probe gestellt wird. Immerhin kommt die junge Frau ständig high oder betrunken zu den Aufnahmen, während er verzweifelt versucht, abstinent zu bleiben, weil er seiner Frau versprochen hat, nie wieder an diesen Tiefpunkt zu gelangen. Aber es ist nicht zu leugnen, dass die Band zusammen mit Daisy besser klingt - und irgendetwas fasziniert Billy an dieser Frau. Etwas, was ihm gefährlich werden könnte... 



„Ich hatte absolut kein Interesse daran, jemandes Muse zu sein Ich bin nicht die Muse. Ich bin der Jemand. Punkt."
pos. 236


Musik aus den 70ern? Absolut mein Ding! Mein Dad hat dankenswerterweise dafür gesorgt, dass mein Musikgeschmack nicht in den 90ern und vor allem 2000ern hängen geblieben ist, in denen ich aufgewachsen bin, sondern dass ich auch die 60er und 70er kennen- und schätzen lerne. Als ich Daisy Jones & The Six entdeckt habe, war also sofort klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte! Was ich erwartete? Einen tollen, explosiven Roman über eine fiktive Rockband der Seventies mit Sex, Drugs and Rock n Roll. Und dann habe ich angefangen zu lesen und war ... etwas überrascht. Denn das gesamte Buch ist in Interviewform geschrieben, es gibt also keinen zusammenhängenden Text. Die verschiedenen Bandmitglieder, Produzenten und andere Personen kommen abwechselnd zu Wort und erzählen, wie sie etwas erlebt haben. Ganz ehrlich: ich war mir nicht so sicher, ob mir das gefällt. Ich habe das Buch auf den ersten dutzend Seiten immer wieder weggelegt und war extrem verunsichert, ob ich es weiterlesen soll. Aber dann hat es die Autorin geschafft, mich doch vollkommen in den Bann zu ziehen! Und dann passierte etwas völlig anderes: ich war mir plötzlich nicht mehr sicher, ob es sich bei Daisy Jones & The Six wirklich um eine fiktive Band handelte. Ich hatte vorher nur grob den Klappentext gelesen, gedacht: "Ja, das will ich lesen!", mich aber ansonsten nicht über das Buch informiert. Aber so wie das Buch geschrieben war, wirkte es so verdammt real! Konnte die Band wirklich echt sein? Aber wie war es möglich, dass ich noch nie etwas von ihr gehört hatte? Wie konnte sie mir durch die Lappen gegangen sein, wo meine Musiksammlung doch wirklich gigantisch ist? War das möglich? Also fix nachgeschaut, und nein, die Band gab es nicht :D Aber das zeigt noch einmal sehr deutlich, wie sehr die Autorin den Leser in den Bann ziehen kann und einem doch Realität vorgaukelt. Ich war im Übrigen etwas enttäuscht, dass es Daisy Jones & The Six nicht gab, ich hätte gerne ihre Songs gehört. Aber vielleicht können wir das ja bald, immerhin wird eine Serie zum Buch produziert, da werden sie sicherlich auch die Songs produzieren. Ich bin auf jeden Fall gespannt! 



„Ich denke, man muss an Menschen glauben, bevor sie es verdienen. Sonst wäre es ja auch gar kein Glauben, oder?"
pos. 1121


Das Buch handelt von der Band und davon, wie sie ihre erste Platte aufnehmen und veröffentlichen, wie sie den Durchbruch schaffen und sich ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt: das klischeehafte Rockstarleben der Siebziger: Sex, Drugs and Rock n Roll. Die fiktionale Biographie beschreibt, mit was die einzelnen Bandmitglieder zu kämpfen haben, wie sie sich verlieben und ihnen das Herz gebrochen wird, es geht um Drogen- und Alkoholabhängigkeit; um Vertrauen und die wahre Liebe; um den Wunsch, Kinder zu bekommen - oder eben auch keine; um Zukunftsträume und Versagensängste. Und von Seite zu Seite bahnt sich immer mehr die drohende Katastrophe an, von der man weiß, dass sie unvermeidbar ist. Dieses Buch macht gute Laune, es lässt einen sprachlos zurück, führt zu Tränen und lautem Lachen - eine Achterbahn der Gefühle. Aber vor allem führt das Buch zu einem: dass man ganz laut die Musik aufdrehen und tanzen, die 70er-Jahre wieder auspacken und abrocken will. Ich jedenfalls habe genau das getan: Fleetwood Mac, Led Zeppelin, The Eagles, Pink Floyd, Creedence Clearwater Revival, The Police, The Who, The Clash - Musik anmachen und sich mitreißen lassen. Ich habe zwar keine Ahnung, wie die 70er damals waren, immerhin bin ich erst 28 Jahre alt, aber die Musik ist und bleibt genial - und das wird sie auch für immer bleiben. Und es ist schön, dass dieses Buch einen daran erinnert (auch wenn ich eigentlich nicht daran erinnert werden musste, die aufgezählten Bands sind eigentlich ständig in meinen Playlists....aber trotzdem...).



„Ich wünschte, jemand hätte mir gesagt, dass Liebe nicht qualvoll sein muss. Ich dachte, Liebe sei etwas, das einen entzweireißen muss, todunglücklich macht und einem Herzrasen der schlimmsten Sorte beschert. Ich dachte, Liebe sei Tränen und Blut. Ich wusste nicht, dass man sich damit eigentlich leichter und nicht schwerer fühlen sollte. Ich dachte, Liebe sei Krieg... Ich wusste nicht, dass sie eigentlich Frieden bedeuten sollte."
pos. 3621


Um es in Reese Whiterspoons Worten zu sagen: "Dieses Buch rockt!" Es ist mitreißend, ungewöhnlich geschrieben und perfekt für alle Musikfreunde. Obwohl handlungsmäßig eigentlich gar nicht so viel passiert, kann man das Buch trotzdem nicht aus der Hand legen, denn die Beziehungen zwischen Daisy, Bill, Camila, Graham, Karen und den anderen sind trotz des Interview-Stils sehr vielschichtig und komplex. Es ist erstaunlich, dass man, obwohl man die Charaktere nur reden hört - bzw. liest - trotzdem mit ihnen mitfühlt und eine Bindung zu ihnen aufbaut. Toll fand ich auch, dass es nicht nur starke, sondern auch ungewöhnliche Frauen gibt, die sehr unterschiedlich sind und auf ihre ganz eigene Art und Weise einzigartig. Auch dass so viele schwierige Themen angesprochen werden, fand ich sehr "erfrischend" und einfach toll. Hier wird über Alkohol- und Drogenabhängigkeit gesprochen, ebenso wie über Affären, Versagens- und Verlustängste, Enttäuschungen, Abtreibungen, Suizidgedanken, Freundschaften, Verzweiflung, Selbstzerstörung, Eifersucht, Streitereien, Entzug und so viel mehr - ohne etwas "vertuschen" zu wollen.  




„Und ich werde auch nicht mehr sagen, als dass man seine Freunde in schweren Zeiten unterstützt. Dass man ihnen die Hand hält, wenn es ernst wird. Im Leben geht es immer darum, wer einem die Hand hält, und darum, wessen Hand man halten will."
pos. 4488



Fazit


Ein Buch und eine Band, die einen mitreißen, sodass man sich irgendwann nicht mehr sicher ist, ob das alles nicht vielleicht doch wahr ist. Eigentlich schade, dass die Band nie existiert hat, denn ich würde gerne ihre Songs hören! Auf jeden Fall ist die Interviewform gewöhnungsbedürftig, konnte mich letztlich aber doch überzeugen, auch wenn es ein bisschen gedauert hat. Dieses Buch hat so vieles: starke Frauenfiguren, vielschichtige Charaktere und Beziehungen, schwierige Themen und tolle Musik, die sich (leider) nur im eigenen Kopf abspielt. Ein tolles Erlebnis, das rockt! 


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