Samstag, 20. Februar 2021

[Books] Robert Galbraith - Böses Blut (Cormoran Strike #5)

 

[Books] Robert Galbraith - Böses Blut (Cormoran Strike #5)


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von Lovelybooks und Blanvalet zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch


Titel: Böses Blut Originaltitel: Troubled Blood Autor: Robert Galbraith Übersetzer: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz Verlag: Blanvalet 
Reihe: Cormoran Strike, Teil 5/x |
Preis: 26,00€ Genre: Krimi Format: Gebunden Seitenanzahl: 1200 
ISBN: 978-3-7645-0768-8 Original Erscheinungsdatum: 2020 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

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Ähnliche Bücher: Weißer Tod (Robert Galbraith); Erbarmen (Jussi Adler-Olsen)

Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand. Strike hat es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch seine Neugier ist geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Geschäftspartnerin Robin Ellacott gerade in der Detektei bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung zu kämpfen - und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike... Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls, und sie merken, dass sich selbst Verbrechen, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können...         

Erster Satz


"»Du bist ein echter Cornishman, in Cornwall geboren und aufgewachsen.«, sagte Dave Polworth gereizt."


Autorin


"Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall. Die ersten vier Cormoran-Strike-Romane, Der Ruf des Kuckucks, Der Seidenspinner, Die Ernte des Bösen und Weißer Tod erklommen die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten und wurden für BBC One als große TV-Serie verfilmt, produziert von Brontë Film and Television."


Cover und Titel


Das Cover zeigt zwei rennende Gestalten, eine männlich, eine weiblich - also vermutlich Strike und Robin - im Licht einer altmodischen Straßenlaterne und im strömenden Regen. Die Farben sind düster-blau und es wirkt mysteriös, aber auch harmonisch. Der Titel und das Cover passen gut zum Inhalt des Buches.

Meine Meinung


Cormoran Strike hat alle Hände voll zu tun: Fälle warten auf die Aufklärung, seine Tante Joan hat Krebs und braucht während der Chemotherapie Unterstützung - und dann ist da noch Anna, die ihn darum bittet, das Verschwinden ihrer Mutter Margot Bamborough zu untersuchen. Das Problem: sie ist 1974 unter mysteriösen Umständen verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Strikes Neugier ist geweckt und zusammen mit Robin macht er sich auf die Suche nach neuen Beweisen, Augenzeugen und Unstimmigkeiten in den damaligen Ermittlungen...


„Insofern waren die Rosen nicht nur für Joan, sondern auch eine Botschaft an ihn: Du bist nicht allein, sagten sie ihm, du hast dir etwas aufgebaut, und obwohl es zugegebenermaßen nicht die Familie ist, gibt es doch Menschen, die auf dich warten."
S. 733


Die große Stärke des Buches? Der flüssige und angenehme Schreibstil von Rowling. Sie schafft es immer wieder, Welten zu erschaffen und Leser*innen darin gefangen zu nehmen. Auch der Fall selbst hat schöne Momente, denn es ist interessant zu sehen, wie nach 40 Jahren neue Beweise gefunden werden können, alte "Beweise" sich als Lügen herausstellen und sich so langsam ein völlig neues Bild zusammensetzt.
Außerdem geht es dieses Mal auch viel um Zwischenmenschliches: die krebskranke Tante, die Scheidung von Robin, die unterdrückten Gefühle zwischen Robin und Strike... Das ist schön, mitzuverfolgen. Zumindest meistens. 

„Jeder in diesem Zimmer hat schon mal etwas gesagt oder getan, was er im Nachhinein bitter bereut hat. Jeder von uns."
S. 561


Denn damit kommen wir schon zu den Schwächen des Wälzers - zumindest das, was ich persönlich als solche empfinde. Zum einen wäre da die schiere Endlosigkeit des Buches. 1200 Seiten! Als ich den Krimi ausgepackt habe, bin ich aus allen Wolken gefallen - so dick hatte ich es nicht erwartet. Und ich liebe dicke Bücher, keine Frage! Aber hier hätte man wirklich vieles einsparen können. Gerade zu Beginn hatte ich oft das Gefühl, ständig auf der Stelle zu treten, einfach nicht vorwärtszukommen... Endlose, detaillierte Beschreibungen der Umgebung, lange Gespräche (die meistens in einer Kneipe stattfinden) - und dann eben sehr oft Privates, was mich oft interessierte, mich aber irgendwann auch denken ließ: "Kann ich jetzt bitte mal etwas über denn Fall erfahren? Ich habe 300 / 400 / 700 Seiten hinter mir und das Gefühl, nichts zu wissen!". Es hat sich teilweise einfach seeeeehr lange gezogen, auch wenn der Cold Case an sich sehr interessant und spannend war. 
Es war schlichtweg zu viel. Zu viel von allem: Zu viele Seiten. Zu viel Handlung. Zu viele Personen mit zu vielen Hintergrundgeschichten. Ich hatte nach einer Weile ein Gefühl von Überforderung i.S.v. "Wer war das jetzt nochmal? Welche Rolle spielt der oder die? Was hat das mit dem zu tun? Welcher Vorname gehört zu welchem Nachname und welchem Kosename?". Das war anstrengend. Ermüdend. Und hat mir den Spaß am Lesen des Buches genommen. 

„Wieso verlangten diese Männer von ihr, dass sie deren schmutzige Geheimnisse für sich behielt?."
S. 447


Mehrmals war ich versucht, das Buch einfach wegzulegen. Warum ich es trotzdem - ja mich manchmal geradezu durchgequält habe? Wegen des Vorwurfs, dass das Buch transphob sei. Die Äußerungen von J. K. Rowling auf Twitter & Co. halte ich ohne Zweifel für transfeindlich, aber ist es das Buch auch? Gekauft hätte ich es mir nicht, weil ich die Autorin nicht weiter unterstützen möchte, aber als ich das Buch zufällig auf Lovelybooks sah, wollte ich mir dann doch selbst ein Bild machen. 
Es geht also um den Serienmörder Dennis Creed, ein Psychopath, der mehrere Frauen vergewaltigt und brutal ermordet hat. Er konnte sie überwältigen, indem er sich als Frau verkleidete und so harmlos wirkte. Es wird nicht weiter erläutert, ob Creed Transgender oder queer ist, seine Figur ist einzig und allein darauf ausgelegt, seine Opfer durch die Verkleidung in Sicherheit zu wiegen. Ohne Rowlings vorherigen Aussagen wäre dieser Charakter wohl nicht weiter erwähnenswert, aber so ist er es. Denn ja, im Licht ihrer transphoben Kommentare sieht man Creed anders. Ich habe ihn selbst nicht als Transgender gelesen, eher so, dass er es ausnutzt, seine Opfer zu täuschen. Und das wiederum kann ein schlechtes Licht auf trans Menschen werfen, die ihre Identität leben, während Creed diese ausnutzt wie ein Kostüm, eine Rolle, die er spielt, um damit Schaden anzurichten. Das schürt Angst. Fördert Klischees und Vorurteile. Und ist verletzend. 
Die Romanfigur Dennis Creed für sich genommen ist meines Empfindens nach nicht transfeindlich, aber zusammen mit Rowlings Aussagen ist sie mehr als bedenklich. 

Fazit


Interessanter Cold Case-Fall, aber leider sehr, sehr langatmig. Auch wenn der Fall selbst spannend und der Schreibstil von Rowling wie immer toll zu lesen war, konnte beides die Langatmigkeit nicht rausreißen. Außerdem ist die Figur von Dennis Creed in Kombination mit Rowlings Aussagen sehr kritisch zu betrachten.


Sonntag, 14. Februar 2021

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag

 

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]


Der Valentinstag ist da! Ich persönlich kann mit diesem Tag ja ehrlich gesagt nicht viel anfangen, aber diese Karte eignet sich ja auch wundervoll für den Jahrestag oder einfach so, um einem Menschen zu sagen, dass man ihn liebt. Wie handhabt ihr das: Valentinstag yay oder nay? 

Was ihr benötigt:


[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag


So gehts:

  • Schneidet den weiße Tonkarton so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Stencil darauflegen und mit beigem Stempelkissen und Schwamm den gewünschten Bereich einfärben. Trocknen lassen.
  • Auf weißen Tonkarton den Pinguin und den Brief aufstempeln. Trocknen lassen, dann colorieren und erneut trocknen lassen. Danach vorsichtig ausschneiden und aufkleben. 
  • Den Spruch mit brauner Stempelfarbe auf die Karte stempeln.
  • Die Holzherzen mit Glue Pen auf die Karte kleben.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 13. Februar 2021

[Books] Candice Carty-Williams - Queenie

 

[Books] Candice Carty-Williams - Queenie


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von NetGalley und Blumenbar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

TRIGGERWARNUNG: Dieses Buch und die dazugehörige Rezension enthalten die Themen sexuelle Gewalt, Depressionen, Missbrauch, Vergewaltigung und Fehlgeburt


Über das Buch


Titel: Queenie Originaltitel: Queenie Autor: Candice Carty-Williams Übersetzer: Henriette Zeltner-Shane | Verlag: Blumenbar Aufbau Verlag 
Preis: 14,99€ Genre: Drama Format: eBook Seitenanzahl: 544 
ISBN: 978-3-8412-2587-0 Original Erscheinungsdatum: 2019 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

Hier kaufen als BuchEBook oder Hörbuch


Ähnliche Bücher: Mädchen, Frau etc. (Bernardine Evaristo); Gespenster (Dolly Alderton)

Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln. In der Zeitungsredaktion, in der sie arbeitet, mit ihrer jamaikanischen Familie, mit ihrem braven weißen Langzeifreund. Als ihre Beziehung zerbricht ("Wir machen eine Pause"), sucht Queenie Trost in all den düsteren Ecken, die die Datinghölle des dritten Jahrtausend zu bieten hat. Sie trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen und die Welt schaut ihr zufrieden dabei zu: ist denn von jungen (schwarzen) Frauen was anderes zu erwarten? Eben. Als man schon kaum mehr hinschauen kann, stellt sich Queenie endlich ihrem Leben und den dazugehörigen Fragen: Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Und mich in ihr ein bisschen glücklicher? Ein gnadenlos ehrlicher Roman der jede*n begeistern wird, der schon einmal nach der wahren Liebe gesucht und stattdessen etwas viel Aufregenderes gefunden hat.


Erster Satz

"In den Steigbügeln. Wünschte, du wärst hier..."


Autorin


"Candice Carty-Williams, geboren 1989, ist das Resultat einer Affäre zwischen einem jamaikanischen Taxifahrer, der kaum mal was sagt, und einer Jamaikanisch-Indischen Rezeptionistin mit Lese-Rechtschreibschwäche, die jeden Tag mehr sagt als alle anderen Menschen auf der Welt. Sie ist Journalistin und Drehbuchautorin, ihre Texte erschienen u.a. im Guardian, in der Vogue und der Sunday Times. Queenie ist ihr erster Roman, war ein großer Bestseller in England und vielfach für Literaturpreise nominiert. Candice Carty-Williams lebt in South London."


Cover und Titel


Das apricotfarbene Cover zeigt eine Frau mit aufgesteckten Braids und einem großen goldenen Ohrring. Es wirkt schlicht und gleichzeitig ansprechend. Sowohl Cover als auch Titel passen gut zum Inhalt des Buches.


Meine Meinung


Als ihr Freund Tom eine Auszeit von ihr möchte, ist Queenie am Boden zerstört und verliert völlig den Halt. Immer wieder schreibt sie ihm, will sich mit ihm versöhnen, doch er weißt sie immer und immer wieder ab - allen außer ihr selbst ist klar, dass die Beziehung längst endgültig zu Ende ist. Und währenddessen gerät Queenies Leben immer weiter aus den Fugen. Um sich zu trösten, hat sie Sex mit Männern, die ihr eigentlich nur weh tun, ihren Job macht sie mehr schlecht als recht, ihre Freundinnen vernachlässigt sie und insgesamt gerät sie immer weiter in eine Abwärtsspirale. 


„Wenn wir alle gelernt hätten, über unsere Sorgen zu reden, dann würde vielleicht auf dem ganzen Weg bis ins Grab nicht so viel auf unseren Schultern lasten."
pos. 4707


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Man merkt bereits auf den ersten Seiten, dass sie versucht, die Themen humorvoll zu verpacken, aber oft genug blieb mir das Lachen wortwörtlich im Halse stecken. Denn ich empfand das meiste, was in diesem Buch erzählt wurde nicht im entferntesten lustig oder amüsant. Denn hauptsächlich geht es um Rassismus (viel), Missbrauch (sehr viel), Demütigung (sehr viel), Vergewaltigung (sehr viel) und Depressionen (sehr viel). Also nicht gerade Themen, über die Lachen kann - oder will. 


„Was stimmte bloß nicht mit mir? Ich wünschte, mir wäre damals genug an mir selbst gelegen, um wenigstens zu versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu finden."
pos. 2434


Die Protagonistin Queenie empfand ich als sehr naiv, manchmal beinahe gefühlskalt, dann wieder überzogen sensibel. Sie erfährt zum Beispiel gleich am Anfang dass sie schwanger war und eine Fehlgeburt hatte, was sie aber seltsam kalt lässt - eigentlich verschwendet sie kaum einen Gedanken daran. Gleichzeitig dreht sie aber völlig durch, weil ihr (Ex-) Freund Tom ihr nicht antwortet. Die Hälfte bis etwa 2/3 des Buches konnte ich Queenies Verhalten einfach nicht nachvollziehen. Sie wirkte auf mich zum einen kindisch und naiv gleichzeitig trotzig und etwas überheblich. Sie weiß, dass ihr Verhalten falsch ist - in jeglicher Hinsicht. Dass sie sich von Männern falsch behandeln lässt, obwohl sie das eigentlich nicht möchte. Dass sie wiederum ihre Freundinnen falsch behandelt. Aber sie ändert nichts daran, obwohl ihr von allen Seiten (ihre Freundinnen, die Frauenklinik etc.) Hilfe angeboten wird. Sie reagiert trotzig und beleidigt, als sie von der Krankenschwester gefragt wird, ob sie von ihrem Partner misshandelt wird und ihr später eine Therapie empfiehlt und auch, wenn ihre Freundinnen ihr vorschlagen, doch mal auf Männer zu verzichten. Sie lässt sich weiter von verschiedenen Männern ungeschützt zu Sex drängen, wird dabei immer wieder aufs neue körperlich (psychisch natürlich auch) verletzt und hat dadurch ständig Probleme, weil sie Schmerzen hat. Dennoch scheint sie nichts daraus zu lernen . und zwar so lange nicht, dass ich schon versucht war, das Buch wegzulegen, weil ich dieses selbstzerstörerische Verhalten nicht mehr ertragen konnte. Erst im letzten Drittel sieht Queenie ein, dass sie Hilfe annehmen muss und beginnt eine Therapie. Ihre Depression wird gut beschrieben und auch der Heilungsprozess selbst - der immer wieder Höhen und Tiefen hat. Es wird gut dargestellt, dass es nicht immer vorwärts geht und man plötzlich nach kürzester Zeit auf wundersame Art geheilt ist, sondern dass so etwas Zeit braucht und kurzzeitige Rückschläge mit dazugehören und hilfreich sein können. Diesen Teil des Buches fand ich positiv und lesenswert. 

Die Freundinnen von Queenie - vor allem Darcy und Kyazike - fand ich sehr sympathisch und unglaublich geduldig. Nicht viele hätten so lange zu Queenie gehalten nachdem sie sich ihnen gegenüber so verhalten hat. Solche Freundinnen im Leben zu haben ist unglaublich viel wert! 


„Wisst ihr, was die wollen? Die wollen, dass es zu Ausschreitungen kommt, dass wir Chaos und Verwüstung anrichten, die wollen, dass wir alles niederbrennen. Aber wisst ihr, was ich sage? Das ist kein Aufstand, sondern ein Aufstehen. Und wir werden mit dem Aufstehen weitermachen, bis wir die Gerechtigkeit bekommen, die wir verdienen."
pos.3480


Erwartet hatte ich einen Roman über Rassismus - und sicher, dieser spielt durchaus eine Rolle, aber weitaus weniger als gedacht. Queenie ist immer wieder typischem Alltagsrassismus ausgesetzt, will sich dagegen wehren, weiß aber irgendwie nicht so richtig wie. Ihre Freundin Kyazike geht auf Black-Lives-Matter-Demos und engagiert sich, Queenie traut sich kaum unter Menschen. Sie bekniet ihre Chefin in der Zeitung, dass sie Berichte über BLM oder die Polizeigewalt und erschossenen schwarzen Jugendlichen schreiben darf, was ihr zuerst verwehrt wird - dann darf sie endlich und sie bekommt nicht einmal eine grobe Idee zustande. Nur selten findet sie den Mut, für ihre Überzeugungen einzustehen. Im Vergleich zur sexuellen Gewalt geht das Thema Rassismus aber förmlich unter - und das hatte ich eben nicht erwartet in diesem Buch.  


„Gehört das dazu, wenn man eine erwachsene Frau wird? Dass man sexuelle Belästigung einkalkuliert und entsprechende Vorkehrungen trifft?"
pos. 6037

Fazit


Das letzte Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen, der Rest leider nur mittelmäßig. Es wurde sehr wichtige Themen angesprochen, aber leider hat mir die Umsetzung nicht so zugesagt. Mit Queenie kam ich einfach nicht zurecht, sie war mir zu naiv, zu trotzig und zu gefühlskalt, weswegen es für mich nicht einfach war, mit ihr mitzufiebern. Gleichzeitig war mir der Teil des Buches zu lang, in dem sie sich völlig gehen lässt ohne jegliche Einsicht. So ging es ca. 2/3 um völlige Selbstzerstörung und 1/3 um Therapie und leichte Rassismusbekämpfung. Auch hat mich überrascht, dass es im Buch hauptsächlich um sexuelle Gewalt ging und der Rassismus im Vergleich eine eher untergeordnete Rolle spielte. Und bitte, bitte, bitte, liebe Verlage, schreibt endlich TRIGGERWARNUNGEN in solche Bücher!!!! 



Samstag, 6. Februar 2021

[Shop] Nordgreen Copenhagen: Eine vegane Uhr zum Verlieben



[Werbung]

Ehrlich gesagt bin ich kein großer Fan vom Valentinstag. Und mein Freund und ich haben diesen Tag noch nie gefeiert. Warum? Weil wir beide der Meinung sind, dass das Jahr 365 Tage im Jahr hat, an denen man sich sagen - und zeigen - kann, dass man sich liebt. Und ein Geschenk, das man nicht erwartet, egal ob es Blumen, Schokolade, ein Buch, Schmuck oder etwas anderes ist, finde ich persönlich um Welten schöner als den Zwang, an einem bestimmten Tag etwas schenken zu müssen. Denn dann wird man wirklich überrascht, einfach so. Außerdem muss man dann nicht enttäuscht oder sogar böse sein, wenn der oder die Partner*in den Valentinstag vergisst und kein Geschenk hat :D 

Aber ich weiß auch, dass für viele der Valentinstag ein Tag ist, an dem man sich gegenseitig seine Liebe zeigt und auch das ist in Ordnung - jeder handhabt das anders und es gibt kein Richtig oder Falsch. 

Zu welchem Team gehört ihr? Valentinstag Yay oder Nay? 



Egal, ob ihr den Tag mögt oder nicht, das hier werdet ihr lieben: Die Nordgreen Copenhagen Uhren. Ob als Geschenk für den oder die Partner*in oder für sich selbst, ob am Valentinstag, den Geburtstag oder einfach so - weil man es sich verdient hat! - diese Ihren haben es wirklich in sich. Das Unternehmen gibt es seit 2017 und engagiert sich sehr für nachhaltige Lösungen und soziale Verantwortung, bietet aber gleichzeitig ästhetisch ansprechende Designeruhren. Und genau diese möchte ich euch heute etwas genauer vorstellen.


Wer?

Nordgreen, ein dänisches Unternehmen mit Engagement für die Umwelt. Sie haben ein Giving-Back-Programm ins Leben gerufen, bei dem gemeinnützige Organisationen unterstützt werden, um z.B. hochwertige Bildung für Kinder in Indien zu ermöglichen, Regenwald vor der Abholzung zu bewahren oder einen Trinkwasserzugang in der Zentralafrikanischen Republik herzustellen. Außerdem ist die Produktion nachhaltig und mit fairen Arbeitsbedingungen und die Verpackung umweltfreundlich. Durch das Pflanzen von tausenden Bäumen wurde das Büro in Kopenhagen CO2-neutral, der Strom kommt zu 100% von Windturbinen. 


Was?

Herren- und Damenuhren. Es gibt verschiedene Serien: Bei den Herren Pioneer (Eleganter Chronograph und Statement-Piece), Native (Elegant, minimalistisch und zeitlos klassisch) und Philospher (Elegant und Statement-Piece) und bei den Damen Infinity (Elegant und minimalistisch), Native (Elegant, minimalistisch, zeitlos klassisch), Philosopher (Elegant und Statement-Piece) und Unika (Modern und minimalistisch). 

Die Uhren gibt es dann noch mit verschiedenen Armbändern (Leder, veganes Leder, Mesh, 5-Link-Metall, Silikon, Nylon - jeweils in verschiedenen Farben),  Ziffernblattfarben (Weiß, Schwarz und Blau), Gehäusegrößen (32mm, 36mm, 40mm und 42mm) und Gehäusemetallfarben (Silber, Gold, Roségold, Anthrazit). 

Die Auswahl kann sich also definitiv sehen lassen - ich persönlich finde es ja vor allem super, dass es veganes Leder gibt! 


Und wie sieht die Uhr in echt aus?

Meine Uhr wurde super schnell geliefert und war sicher verpackt. Das Schmuckstück kam nicht nur in einer hübschen Schachtel an, sondern auch mit einem Jutebeutel, der aus 100% recyceltem Material besteht - finde ich toll! 


Mit der Schachtel eignet sich die Uhr auf jeden Fall auch super als Geschenk :) Sie wirkt nicht nur edel, sondern ist auch super stabil!


Ich habe mich für die Native 32mm in Silber mit einem Armband aus veganem Leder in Taubengrau und weißem Ziffernblatt entschieden. Und sie sieht in echt ganz genauso aus wie auf den Produktbildern. Eigentlich sogar noch schöner. Das Armband ist unglaublich weich, weil die Innenseite etwas angeraut ist - es fühlt sich fast ein bisschen flauschig an :D Dadurch lässt sich die Uhr wirklich angenehm tragen! Normalerweise muss ich mit meinem winzigen Handgelenk auch immer noch Löcher in die Armbänder einstanzen, aber in diesem sind wirklich viele vorgestanzt, sodass es mir perfekt gepasst hat - und sogar noch ein Loch Puffer hatte (das ist mir wirklich noch nie passiert!). 



Das Material fühlt sich rundum sehr hochwertig an, das Gehäuse glänzt, das Armband ist schön matt und sieht auch aus wie Leder, obwohl es das nicht ist. Auch das Gehäuse ist nicht zu groß, obwohl mein Handgelenk sehr schmal ist. Ich finde es wirklich super, dass man verschiedene Größen zur Auswahl hat, so kann man genau die richtige wählen, die zu einem selbst passt!


Ich bin absolut verliebt in meine neue Uhr und kann sie wirklich ohne Zögern empfehlen. Sie trägt sich einfach super, zeigt die Zeit zuverlässig an, ist elegant, minimalistisch und man kann sie zu absolut allem tragen. Ich glaube, ich werde sie so bald nicht mehr abnehmen ;) 

Seid ihr neugierig geworden? Hier findet ihr eine Übersicht mit wunderschönen Damenuhren!

*Die Uhr wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

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