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Mittwoch, 9. November 2016

[Something To Think About] Thoughts about the US Election

I wrote an article on Impression of Dreams about the US Election and my thoughts and feelings about it. 

"And I look around and nothing is good."

Please switch over to read the full article :) 


Freitag, 24. Juni 2016

[Something to Think About] An open letter to husbands with wifes who deal with mental illness

"Dear Future Husband,

whoever you are, whoever you will be, there are some things you should know about me.

I´m not the person I seem to be on the outside. I have different faces. Different personalities. Different voices. 
There´s not just me. 
I have to deal with so much more than "just me". It´s more than that."


You can find the whole text at Impression of Dreams. 


Freitag, 17. Juni 2016

[Gedankenkiste] Maybe Life´s not for everyone: Life with Depression and Anxiety // Vielleicht ist das Leben nicht für jeden: Das Leben mit Depressionen und Angststörungen

Ihr findet einen neuen Post auf Impression of Dreams über Depressionen und Angststörungen, in Deutsch und in Englisch. 

When I look at myself I don´t see me. I see a whole new person. And I want my old ego back. I want ME back. But I as well now, that this person was always a part of me and always will be. I just never allowed her to take the upper hand. Until I couldn´t stand anymore and this person broke out of me. Took the control. Hided my other personaltiy deep inside. Jailed it. 
And now I have to try every single day to make this person not controlling me. Because I´m so much more than my depression and anxiety!  

You can find the whole text in German and English here.  


Samstag, 4. Juni 2016

[Gedankenkiste] Atmen // Keep Breathing

Auf Impression of Dreams findet ihr einen Text übers atmen und der Botschaft: Keep Breathing! 


All die Zeit habe ich aufgehört zu atmen. 
Die Luft angehalten. 
Weil ich dachte, es würde so einfacher werden.
Weil ich glaubte, ich könnte so die Angst in Zaum halten. 
Den Stress besser überstehen.

Immer auf dem Sprung, 
angespannt,
als müsste ich jede Sekunde aufspringen und davon laufen.
Fliehen.

Freitag, 22. April 2016

[Gedankenkiste] Was mir wichtig ist

"Aber so vieles ist mir wichtig. So vieles würde ich vermissen. Für so vieles lohnt es sich zu leben.
Die Sonnenstrahlen.Dieses Gefühl, wenn die Sonne auf der Haut kitzelt.Sie langsam erwärmt.Dieses Prickeln. Tief durchatmen. Die Luft schmeckt anders, wenn die Sonne scheint. Ist euch das schon einmal aufgefallen?"


Auch heute gibt es auf Impression of Dreams wieder einen persönlichen Post. Dieses Mal geht es darum, was mir wichtig ist. Warum lohnt es sich überhaupt zu leben? Und ich meine jetzt nicht die großen, offensichtlichen Dinge?  Sondern die kleinen, unscheinbaren Dinge.

Den ganzen Post findet ihr hier

Donnerstag, 21. April 2016

[Gedankenkiste] Über die Angst und das Positive Denken

Auf meinem Blog Impression of Dreams findet ihr heute einen sehr persönlichen Artikel über eine Angst, die mich momentan umgibt und den Versuch, positiv zu denken - was manchmal gar nicht so einfach ist. Schaut mal vorbei, wenn es euch interessiert! Es würde mich sehr freuen! Den Artikel findet ihr hier! -> Klick!

Freitag, 1. Januar 2016

Hello 2016!

Happy New Year!

Ich wünsche euch ein tolles, ereignisreiches neues Jahr 2016!

Donnerstag, 31. Dezember 2015

[Gedankenkiste] Goodbye 2015, Hello 2016



Und schon wieder ist ein Jahr um. Ich kann gar nicht fassen, wie schnell die Zeit vergeht. Es ist also wieder an der Zeit, ein altes Jahr Revue passieren zu lassen und sich über ein neues Jahr Gedanken zu machen. 

Vieles ist im vergangenen Jahr passiert. Gutes und Schlechtes. Schönes und Trauriges. Ich musste viel lernen. Und ich durfte vieles lernen. Alles hat zwei Seiten. Und von beiden habe ich viel gesehen im letzten Jahr. 

In der Welt ist vieles passiert - und so viel davon war traurig und erschreckend. Der Krieg in Syrien, die Flüchtlingskrise, Charlie Hebdo, die Pariser Attentate und so viel mehr. Rassismus, Hass, Tod, Kälte. Flugzeugabstürze, Affären, Skandale, Anschläge, Amokläufe. 
Die Welt hat viele gute Menschen verloren. 
Doch es gab auch Gutes. Die Hilfe, die sich Menschen gegenseitig schenkten. Neugeborene. Kinderlachen. Ein Lächeln zwischen zwei Menschen. Das Überwinden von Vorurteilen. Das mag im Vergleich zu all den schlimmen Ereignissen des sogenannten "Krisenjahres" 2015 geradezu verschwindend klein erscheinen. Doch das ist es nicht. Denn es ist ein Anfang, der dazu führen kann, dass weniger Gewalt und Hass auf dieser Welt verbreitet werden. Der Beginn zur Überwindung von Vorurteilen. Der Beginn von mehr Toleranz. Der Beginn von Zusammenhalt. Und vielleicht schaffen wir es so, dass 2016 zu einem schöneren Jahr mit schöneren Ereignissen wird - gemeinsam und Hand in Hand.

Doch nicht nur in der Welt ist vieles passiert, sondern auch privat in meinem Leben. 
Ein neuer Job. Eine neue Zukunft.
Falsche Entscheidungen.
Und richtige. 
Zukunftsängste.
Und zum ersten Mal das Gefühl, dass ich weiß, wo ich hin will. 
Zerbrochene Träume.
Neue Träume.
Verlorene Ziele.
Und neue Ziele.
Liebe und Verlust.
Einsamkeit und Zusammenhalt.
Verzweiflung und Zuversicht.
Alleinsein und Zusammensein. 

Ein Jahr voller Gegensätze. Ein Jahr, auf das ich mit gemischten Gefühlen zurückblicke. Und eigentlich bin ich froh, dieses Jahr hinter mir lassen zu können. Es ist viel Gutes passiert, viel Neues, aber eben auch vieles, was mir zu schaffen gemacht hat. Es war ein Jahr, in dem ich mit meinem Blog wirklich viel Spaß hatte, ich durfte tolle Kooperationen eingehen und habe viele tolle, neue Leute kennen- und schätzen gelernt. Doch zum ersten Mal wurde er auch zu Arbeit. Es wurde mir zu viel. Es fühlte sich nicht mehr richtig an. Deswegen habe ich mir die letzten Wochen eine Auszeit genommen und mir überlegt, was ich wirklich will. Und das war richtig so. 2016 will ich einiges ändern, ich will meine Schwerpunkte anders setzen und endlich das angehen, was mir wirklich wichtig ist. 

Ein Jahr voller neuer Gesichter und neuer Geschichten.

Aber auch ein Jahr der Krankheit. Ich fühlte mich oft schwach. Krank. Überfordert. Depressiv. Und gleichzeitig war ich so voller Hoffnung, dass sich endlich etwas ändert. Ich hatte wieder Zuversicht in die Zukunft. Hoffnung. Aber ich war oft nicht in der Lage, überhaupt damit anzufangen, meine Träume und Ziele zu verwirklichen, weil mir das ständige krank sein an die Nieren ging. Wortwörtlich. 

Das vergangene Jahr war geprägt von dem Gefühl der Einsamkeit, des Verlorenseins. Aber auch dem Gefühl, dass ich eine Familie habe, die immer zu mir steht und für mich da ist. 
Es war durchwachsen, aber dafür bin ich dankbar. 
Für meine Familie. 
Für neue und alte Freunde. 
Für neue Träume und neue Ziele. 
Von denen ich hoffentlich 2016 welche erfüllen kann. 
Und ich bin dankbar für jeden einzelnen von euch! Danke! 

Auf ein neues Jahr. 
Einen Neuanfang. 
Eine neue Chance. 
Auf 2016 - das Jahr, in dem noch alles möglich ist! 



Montag, 16. November 2015

[Gedankenkiste] #PrayForParis and #PrayForTheWorld

[Gedankenkiste] #PrayForParis and #PrayForTheWorld
"Speechless and heartbroken.

Das war alles, was ich in jenem Moment fühlte. Alles, was ich dazu sagen konnte. Ich war nicht in der Lage all das in Worte zu fassen. Das Geschehene, das was es für mich und uns bedeutet und das, was ich fühlte und immer noch fühle. Denn mein Kopf war einzig und allein gefüllt von drei vorherrschenden Gefühlen:

Grausames Entsetzen. 

Sprachlosigkeit. 

Und Hilflosigkeit. 

Mit diesen Gefühlen bin ich zu Bett gegangen - um dann von Gedanken gequält wach zu liegen - und auch wieder aufgestanden. Aufgewühlt und verwirrt, immer noch entsetzt und noch viel entsetzter, als ich die neuen Zahlen in der Zeitung las. Schlafen gegangen bin ich bei 26 Toten. Am nächsten Morgen waren es 120. Da kamen neue Gefühle in mir auf. 

Wut. 

Angst.

Trauer. 

Wütend auf all die Menschen, die zu solchen Grausamkeiten fähig sind. Die nicht verstehen, dass wir doch alle irgendwie gleich sind. Und gleich viel wert. Wütend, dass so etwas immer und immer und immer wieder geschieht und sich doch nie etwas ändert. 

Angst, dass so etwas noch häufiger vorkommt. Angst um die Menschen, die ich kenne und die in Paris leben oder ihren Urlaub dort verbracht haben. 

Und Trauer um all die Opfer und ihre Angehörigen und Freunde. 

Das Wochenende habe ich wie in Trance verbracht. Abgeschnitten von der Welt. Allein mit meinen Gedanken und Gefühlen. Gequält. 
Es fühlt sich seltsam an, dass heute Montag ist. Dass man wie immer zur Arbeit oder zur Schule geht. Für mich fühlt es sich falsch an. Denn ich bin noch nicht soweit. 

Es gibt eine Zeit der Trauer. Und für mich ist diese Zeit jetzt. 

Ich verurteile niemanden, der zu seinem Leben wie gewohnt zurückkehrt. Der Posts über belanglose Beautysachen veröffentlicht und wie gewohnt lacht und tanzt. Vielleicht tun diese Menschen es aus Selbstschutz, weil sie diese Grausamkeiten nicht so nah an sich heranlassen wollen. Vielleicht tun sie es auch einfach, weil ihnen die Attentate egal sind. Und vielleicht auch gerade um den Terroranschlägen etwas an Bedeutung zu nehmen - um sich und der Umwelt zu zeigen, dass das Leben dennoch lebenswert ist. Ich kann und darf und will nicht über diese Menschen urteilen. Das ist nicht meine Aufgabe. 
Doch für mich ganz persönlich ist es noch zu früh um alles zu vergessen und zurückzukehren. 

Für mich ist die Zeit der Trauer jetzt. 

Doch es ist nicht nur eine Zeit der Trauer. Es ist auch eine Zeit, in der wir erkennen müssen, dass es völlig egal ist, aus welchem Land wir kommen, welche Sprache wir sprechen, welcher Religion wir angehören. Denn letztendlich sind wir im Herzen ein und dasselbe: Menschen. Wir haben andere Menschen, die wir lieben und denen wir wichtig sind. Und wir sollten uns gerade in diesen Zeiten klar darüber werden, dass es genau das ist, worauf es ankommt: Unsere Vorurteile über Bord zu werfen und zusammen zu stehen! Der Welt zu zeigen, dass wir zusammenhalten. Gemeinsam sind wir stark. Gemeinsam können wir uns helfen. Aufrecht halten. Frieden erhalten. Jetzt ist eine Zeit, in der wir aufrecht stehen müssen. #NousSommesUnis
Hand in Hand und gemeinsam. 

Gemeinsam gegen den Hass.

Gemeinsam gegen Terror.

Gemeinsam gegen Vorurteile. 

Gemeinsam für Frieden. Und Liebe. Und Leben. 

Heute gab es eine europaweite Schweigeminute. In meiner Berufsschule wurde die Durchsage der Direktorin mit lauten Protesten begleitet. "Was soll der Scheiß? Ich soll schweigen wegen dem? Das ist doch alles nicht so schlimm!" oder "Das passiert in Syrien jeden Tag! Die Franzosen sollen sich nicht so anstellen!" - das und so viel anderes habe ich heute gehört. Und es hat mich entsetzt. Zutiefst entsetzt. Die Schweigeminute wurde von meinen Mitschülern im Übrigen ignoriert. 

Ja, in Syrien sterben täglich Menschen. Genauso wie in so vielen anderen Ländern dieser Welt. Wenn ich gläubig wäre und beten würde, dann würde ich nicht nur für Paris beten. Sondern für alle Menschen in Syrien. In Afghanistan. In Afrika. Ich würde für die ganze Welt beten. Und auf meine ungläubige Art und Weise tue ich genau das. Ich bete für die Welt, auch wenn ich Atheist bin. Mich entsetzen die vielen Attentate in Syrien auch. Und ich bin so unendlich traurig über diese Geschehnisse in der Welt. Doch soll ich deswegen Paris ignorieren? Weil das ja alles nicht so schlimm ist? Weil das in anderen Ländern der Welt täglich passiert? Weil dort viel mehr Menschen starben?

Nein.

Denn man kann doch nicht ein Leid gegen ein anderes Leid aufwiegen! 

"Das passiert in Syrien täglich! Die paar Franzosen wiegen da doch nicht so schwer! Und keiner interessiert sich für die Syrer!
Ich war so entsetzt über diese Worte, dass ich die Person sprachlos angestarrt habe. Ich war nicht in der Lage zu antworten. Zu reagieren. 
Täglich passieren grausame Dinge auf der Welt. Bomben. Schießereien. Morde. Vergewaltigungen. Missbrauch. Krankheiten. Darf ich nun nicht um all die Getöteten in Paris trauern, weil es so viel weitere Tote gibt? Sind die Toten in Paris weniger wert, weil in anderen Ländern sehr viel mehr gestorben sind?

Nein. Und dafür gibt es mehrere Gründe. 

Wie kommt man nur auf die Idee, ein Leid mit einem anderen zu vergleichen? Wer würde auf die Idee kommen, einer Mutter zu sagen, dass der Tod ihres Kindes weniger wiegt als der Tod eines anderen Kindes, weil Kind Nummer 1 in Deutschland gestorben ist, während Kind Nummer 2 an einem Ort gestorben ist, in dem noch weitere getötet wurden? Für Angehörige und Freunde bricht eine Welt zusammen. Für diese Mütter bricht eine Welt zusammen. Egal ob in Deutschland, Frankreich, Syrien oder Brasilien. Die Welt steht still. Deine Welt steht still und du begreifst nicht, wie du weiter leben sollst. Wie die Welt sich einfach weiter und weiter dreht, während deine für immer verändert ist. Möglicherweise für immer still steht. Also nein, ein Leid wiegt weder mehr noch weniger als ein anderes Leid. Und für so viele Menschen ist die Welt in Paris am Freitag, den 13. November für immer stehen geblieben. Für die Opfer, die nie wieder lachen und tanzen können. Und für die Angehörigen und Freunde, die die Welt nie wieder so sehen wie zuvor. Und für all diejenigen, die bei den Attentaten dabei waren und überlebten. Die Grausamkeiten, die sie gesehen haben. Und all dieses Leid wiegt schwer und ist es sehr wohl wert, betrauert zu werden! 

Syrien ist Kriegsgebiet. Täglich gibt es Tote. Bomben. Schießereien. Hinrichtungen. Und genau das ist es, was es von Frankreich unterscheidet. Frankreich ist ein Land, welches in Frieden lebt. Im Krieg gibt es keine Schweigeminuten für all die Toten, die es täglich gibt. Doch Frankreich ist ein Land, welches kein Kriegsgebiet ist. Ein Land, welches in seinem Frieden angegriffen wurde - auf brutale Art und Weise. Und deswegen finde ich die Schweigeminute durchaus angebracht. Und dass man in diesen Tagen auf Frankreich schaut. Die Opfer diesen Attentates betrauert. Man sollte niemals all die Toten vergessen, die durch den Krieg sterben. Oder durch Hunger. Doch Paris ist etwas, das uns - zumindest mich - aus der Bahn geworfen hat. Weil ich es nicht erwartet habe. Weil ich so unfassbar erschrocken und entsetzt darüber bin. 

Doch es gibt noch einen weiteren Grund. Frankreich ist unser Nachbar. Mehr als das. Freunde. Eine Einheit. Nicht umsonst sind wir eine Europäische Union - und deswegen sollten wir eine Einheit sein. Zusammenhalten. Wir sind eine Familie. Ich kenne Menschen, die in Frankreich leben. Die dort ihre Urlaube verbringen. Ich war selbst in Paris und zähle einige dieser Erinnerungen zu den schönsten in meinem Leben. Und genau das macht die Attentate so greifbar. Wir kennen die Stadt. Wir kennen die Menschen. Sprechen vielleicht sogar ihre Sprache. Es ist eben nicht "weit weg". Wenn etwas in Europa passiert - Frankreich, UK, Italien,... - dann habe ich Menschen, um die ich Angst habe. Weil ich Menschen dort kenne. Panisch tippe ich auf dem Smartphone herum, um herauszufinden, ob es allen gut geht. Schaue auf Facebook, Twitter, Instagram nach, ob jemand etwas gepostet hat. Etwas wie "Mir gehts gut" oder "Alles okay." Denn die Angst schnürt einem die Luft ab. Das Herz ist schwer und panisch. Paris ist greifbar. Es gehört eben auch zu uns. Und das macht es für uns eben auch präsenter. 

Und last but not least. Ein Angriff auf Frankreich bedeutet auch ein Angriff auf uns. Verbündete. Eine Union. Freunde. Das ist Frankreich für uns. Verletzt ihr Frankreich, verletzt ihr Europa. Verletzt ihr einen Franzosen, verletzt ihr auch einen Deutschen. Und einen Engländer. Es ist ein Angriff auf unseren Frieden. Auf unsere Freiheit. Auf unser Leben. #JeSuisParis 

Also ja, ich bete für Paris. Und ich bete für die Welt. Völlig losgelöst von allen Religionen. Ich trauere um die Opfer in Paris. Und ich trauere um die anderen Opfer der Welt. Und ich hoffe, dass wir irgendwann in einer Welt leben können, in denen so etwas nicht mehr passiert. Eine Welt ohne Krieg. Ohne Attentate. Und auch eine Welt ohne diesen gegenseitigen Hass. Vorurteile. 

Eine letzte Bitte: Jeder geht mit seiner Trauer anders um. Und wir sollten niemals (!) diese Weise kritisieren. Gerade in dieser Zeit sollten wir zusammen halten, stattdessen gibt es gegenseitige Anfeindungen auf jedem Social Media Kanal. Man ändert sein Facebookbild in die Frankreichfarben - man wird kritisiert, dass man das tut, weil es bringt ja nix. Für mich ist es eine Weise der Anteilnahme. Solidarität. Sicher, es verändert nichts, aber es setzt ein Zeichen. Ändert man es nicht, wird man gefragt, warum man denn keine Stellung bezieht. Teilt man das Eiffelturm-Peace-Zeichen wird man beschuldigt, dass man die Toten in anderen Ländern ja gar nicht beachte. Was immer man tut - es scheint alles falsch zu sein. Können wir nicht einfach einmal still sein? Jeden leben lassen, wie er es für richtig hält? Trauern lassen, wie er es für richtig hält? Und an alle, die diese Katastrophe ausnutzen, um gegen Flüchtlinge zu wettern: Denkt doch bitte einmal daran, dass diese Menschen genau davor flüchten! Sie fliehen vor dem Terror. Vor Bomben und Gewalt und Tod. Wie können wir sie dafür verurteilen? 

Ich weine um die Opfer in Paris. Ich weine um Elias und Mohamed und all die Kinder, die misshandelt und / oder getötet werden. Ich weine um die Toten in Syrien, Afrika, Japan. Ich weine um Frauen, die geschlagen werden. Vergewaltigt. Ich weine um die Welt. Denn eigentlich ist das keine Welt, in der ich gerne lebe. Und ich hoffe, wir werden endlich einen Weg finde, unsere Welt zu retten. Um in Frieden leben zu können. Ich hoffe, ich weine, ich bete. Und ich tue alles in meiner Macht stehende, um etwas zu ändern. Akzeptanz, Toleranz, Liebe, Frieden - das fängt schon im Kleinen an. Also versuche ich genau das: bin meiner Umwelt gegenüber tolerant. Versuche, alle Meinungen zu akzeptieren - auch wenn mir das manchmal schwer fällt. Ich versuche, den Menschen mit Offenheit und Liebe zu begegnen. Versuche, den Frieden zu erhalten. Selbst wenn es nur ein kleiner Frieden ist. Ein kleiner Anfang ist es. Und vielleicht erreichen wir irgendwann das Ziel. 

Solidarität.
Liebe.
Toleranz.
Akzeptanz.
Frieden. 

[Gedankenkiste] #PrayForParis and #PrayForTheWorld

Sonntag, 11. Oktober 2015

[Sunday Thoughts] Leben unterm Regenbogen // Life under the rainbow

[Sunday Thoughts] Leben unterm Regenbogen // Life under the rainbow




"Ich will das nicht! Ich will mich ändern, ich will das nicht! Ich kann mich doch ändern, oder? Und normal sein?"

Das Leben ist gemein, anstrengend und fies. Und als wäre das nicht schon genug, werden uns auch noch von anderen Menschen Steine in den Weg gelegt. Steine, über die man nicht einfach nur kurz hinweg stolpert - nein. Steine, die einen zu Fall bringen. Einer dieser Steine - oder sollte ich eher sagen: riesengroßer Felsen? - ist definitiv Intoleranz. Gegenüber was auch immer. Es gibt ja genügend Dinge, weswegen wir intolerant sein können. Hautfarbe. Nationalität. Größe. Gewicht. Krankheiten. Intelligenz. Beruf. Oder eben die Sexualität. 

Und eines haben diese Dinge gemeinsam: Ich kann sie nicht einfach ändern. Ich kann nicht eines Tages einfach entscheiden, dass ich eine andere Hautfarbe oder eine andere Nationalität möchte. Ich kann mich nicht größer machen. Nicht schwerer oder leichter. Und ich kann auch meine Sexualität nicht einfach ändern - auch wenn das viele, viel zu viele, immer noch glauben. Und ich möchte genau das noch einmal ganz laut sagen: 

Man kann sich seine Sexualität nicht aussuchen!!!

Es ist keine Frage des Willens ob ich nun hetero- oder homosexuell bin. Es ist auch keine Frage des Glaubens. Es ist eine Frage der Biologie. Und genauso wie meine Gene darüber entscheiden, ob ich schwarz oder weiß, groß oder klein, dick oder dünn, mit blauen oder brauen Augen bin, genauso entscheiden sie auch über meine Sexualität. Du kannst dich nicht ändern. Du kannst nicht versuchen, "normal" zu sein, denn genau das bist du bereits! Wieso sollte man auch nicht normal sein als Homosexueller? Daran ist weder etwas falsch, noch seltsam und mittlerweile sollte es auch nichts mehr ungewohntes sein. Ich habe genau diesen Satz wirklich oft gehört. Diesen Versuch, sich selbst wieder "normal" zu machen. Sich umzupolen. Doch das funktioniert nicht. Weil es eben keine Frage des Willens ist. Und apropos normal: Wer ist schon wirklich normal? Also ich nicht. Manchmal bin ich total verrückt und gestört und meine gesamte Umwelt versteht mich nicht mehr. Aber genau das ist ja wieder das Normale daran, denn wir haben alle unsere Macken und Besonderheiten. Unsere "unnormalen" Angewohnheiten. Wir alle sind irgendwie normal und gleichzeitig irgendwie unnormal. Aber das wird nicht durch unsere Sexualität definiert.  

Und an all die Zweifler da draußen, die immer noch denken, Homosexualität wäre heilbar und man müsste sie austreiben: Menschen sind Gewohnheitstiere. 
Wir sind oft faul und gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Wenn man also wirklich den komplett freien Willen in Bezug auf seine Homosexualität hätte, warum wählen dann so viele Menschen diesen - leider immer noch - steinigen Weg? Verwerfen sich mit Familien und Freunden? Setzen sich eurem Hass aus? 
Warum? 

Die Antwort ist ganz einfach: Weil sie es eben NICHT entscheiden können. Und das ist gut so. Denn ob wir gute oder schlechte Menschen sind hängt nicht davon ab, ob wir auf Frauen oder Männer stehen. Es hängt davon ab, wie wir Menschen gegenüber begegnen, die anders sind als wir. Davon, dass wir tolerant gegenüber Neuem sind. Davon, dass wir lieben und helfen, nett und freundlich sind, Lächeln und Lachen. Dass wir "menschlich" sind. Human. Auch wenn ich diese Wortwahl nie ganz begriffen habe. Denn kaum eine Spezies kommt mir so oft unmenschlich vor wie die Menschen selbst. 

Aber genau daran sollten wir uns orientieren. Wir sind alle ein bisschen gleich und ein bisschen verschieden. Ein bisschen normal und ein bisschen unnormal. Und das macht uns zu dem, was wir sind. Also schiebt endlich eure Vorurteile beiseite und seht euren Gegenüber als das an, was er ist: ein Mensch. Schluckt euren Hass runter und verbannt ihn dorthin, wo niemand ihn je wieder finden kann und öffnet euer Herz. In unserer Welt sollte kein Platz sein für Dinge wie Rassismus, Hass, Intoleranz und Gewalt. Wir sollten stattdessen eine Welt erschaffen, in denen Kinder glücklich aufwachsen können. In denen sie eine echte Chance haben. 
Also lebt, liebt, lacht und lasst eure Träume fliegen. Und vergesst dabei niemals: Wir sind alle nur Menschen. Mit Fehlern und Macken. Aber weder unsere Hautfarbe, noch unsere Nationalität oder unsere Sexualität entscheiden darüber, ob wir es wert sind, geliebt und akzeptiert zu werden. Wir sind es wert. Jeder einzelne von uns. 



[Sunday Thoughts] Leben unterm Regenbogen // Life under the rainbow

Sonntag, 13. September 2015

[Sunday Thoughts] Blogger für Flüchtlinge - Was denken sich die Menschen bloß?

#bloggerfuerfluechtlinge



Flüchtlinge. Ein Thema das uns alle betrifft. Ein Thema, vor dem man selbst nicht mehr flüchten kann - die Medien berichten tagtäglich und gerade in Großstädten wie München erlebt man die Züge voller Flüchtlinge live. Nein, man kann die Augen nicht mehr verschließen. Und weder sollten wir das tun noch will ich das. Denn wir sollten uns mal genau überlegen, in was für einem Land wir leben. Uns unsere Geschichte vor Augen halten. Und an unsere eigene Humanität appellieren. Wenn ich manche Menschen in meiner Umgebung sehe und höre, dann schäme ich mich für sie. Dann schäme ich mich, diese Person zu kennen. Oder auch nur gleicher Nationalität zu sein. Dann schäme ich mich, Deutsche zu sein. 

"Ich bin kein Nazi, ABER..." 
Viel zu oft habe ich diesen Satz in letzter Zeit gehört. Und es macht mich so wütend! Aussagen wie die, dass die Flüchtlinge wieder zurückgehen sollen von wo sie hergekommen sind. Dass sie doch eh alle nur an unser Geld wollen. Unsere Jobs. Unsere Wohnungen. Da wo die herkommen ist es doch gar nicht so schlimm! 

Was denken sich die Menschen bloß? 

Glauben diese "Ich bin kein Nazi, ABER"-Menschen wirklich, dass man aus Spaß alles zurücklässt? Seine Heimat, sein Zuhause, seine Arbeit, möglicherweise sogar seine Familie? Glauben die wirklich, dass man sich auf eine so gefährliche Reise begibt einfach nur aus Jux und Tollerei? 
Sicherlich, es gibt sie, diese Menschen, die hierher kommen, um Arbeitslosengeld zu bekommen. Aber das ist ein kleiner Bruchteil. Die meisten Flüchtlinge kommen nach Deutschland, weil sie sich ein besseres Leben erhoffen. Weil sie sich für sich und ihre Familie, ihre Kinder, eine bessere Zukunft wünschen. Und was ist falsch daran? 

"ABER..." - Nein, es gibt kein Aber. Deutschland ist ein Land der Einwanderung. Und das nicht erst seit diesem Jahr. Das war es schon immer. Deswegen gibt es auch keinen "typisch Deutschen". Durch die vielen Länder, die an Deutschland grenzen, gab es hier schon immer viele Wanderungen. Ein Durchgangsland. Wer denkt, ein Arier wäre "typisch Deutsch" verschließt die Augen vor der Geschichte. Vor unserer Geschichte. Die Römer und die Germanen. Die Hunnen. Wie viele sind nach Amerika ausgewandert, um dort ein besseres Leben zu führen? Deutsche Wirtschaftsflüchtlinge, genau. Die Industrialisierung, in der viele Polen nach Deutschland kamen, um hier Arbeit zu finden. Sie wurden gerne aufgenommen, denn sie wurden gebraucht. Wie viele haben versucht, das Land zu verlassen, während der beiden Weltkriege? Kriegsflüchtlinge. Dann das Weltwirtschaftswunder. Und die vielen, vielen Gastarbeiter, die dringend gesucht wurden. Einwanderer. Und wie viele haben versucht, die DDR zu verlassen, um in Westdeutschland zu leben? Politische Flüchtlinge. Wirtschaftsflüchtlinge. Deutschland. Ein Land der Einwanderer. Und Auswanderer. Flüchtlinge, die hier Zuflucht gesucht haben und Flüchtlinge, die von hier geflüchtet sind. Wie können wir da heute dastehen und so ignorant sein? So intolerant? Wie können wir die Augen verschließen vor all dem Leid? Der Tragik? 

Meine Urgroßmutter kam ursprünglich aus Ungarn. Während des zweiten Weltkrieges wurde sie aus ihrer Heimat vertrieben und hatte die Wahl zwischen Deutschland und Russland. Sie wählte Deutschland. Sie wurde in einen Zug gesetzt und wusste nicht einmal, wo sie landen würde. Ihre Geschwister wurden in andere Städte geschickt, dort, wo sie ausgestiegen sind, sollten sie bleiben. Meine Uroma hatte Glück. Sie landete nicht in einer Großstadt, sondern auf dem Land. Und dort versuchte sie mit ihrer 4-jährigen Tochter zu überleben. Sie ging dorthin, wo sie etwas zu essen fand. Dorthin, wo sie all ihr Hab und Gut gegen Lebensmittel eintauschen konnte. Dorthin, wo die Menschen noch freundlich waren. Bereit waren zu tauschen. Und bereit, einem 4-jährigen Mädchen etwas von ihrem eigenen Essen abzugeben. Meine Uroma war ein Flüchtling. Sie sprach Deutsch bereits bevor sie in dieses Land kam, aber bis zu ihrem Tode hatte sie Probleme, in Deutsch zu schreiben. Das hatte sie einfach nie richtig gelernt. Sie integrierte sich. Und ihre Tochter. Genauso wie ihr Mann, der aus russischer Kriegsgefangenschaft einige Zeit nach Kriegsende befreit wurde. Sie wurden zu Deutschen und ließen ihre Heimat zurück. Jahrelang wusste ich nicht einmal, dass sie eigentlich aus Ungarn kamen, denn über diese Zeit sprachen sie nicht gerne. Meine Oma erzählt hin und wieder, aber sie war ja erst 4, sie weiß - zum Glück - nicht mehr allzu viel. Nur an die Gänse kann sie sich erinnern. Wie sie sie gejagt haben, wenn sie auf einem Bauernhof nach Essen gefragt haben. Deswegen hat sie bis heute eine ausgeprägte Phobie vor Gänsen. Und sie kann sich daran erinnern, wie freundlich viele der Menschen waren, wenn sie mit ihrem kleinen Holzwägelchen vor der Tür stand und um etwas zu essen bat. Sie hatte die Chance zu überleben, weil die Menschen in diesem Land ihr halfen wo sie nur konnte. Sie war ein Flüchtling, der hier aufgenommen wurde von hilfsbereiten Menschen, die selbst in großer Not steckten. Wie können wir da heute sagen "Flüchtlinge raus"? Wir, die oftmals selbst Flüchtlinge waren oder die Nachkommen von Flüchtlingen? Wir, die nicht in großer Not stecken, wie unsere Vorfahren in jener Zeit? Uns geht es gut. Deutschland geht es gut. Und trotzdem gibt es so viele Menschen in diesem Land, die die Augen verschließen vor dem was mal war, dem was jetzt ist und dem, was vielleicht noch kommen mag. Ich weiß nicht, warum diese Menschen so radikal sind. Ob aus purem Hass und Rassismus. Oder aus Angst. Angst vor der Islamisierung oder Terrorismus. Oder einfach nur die Angst davor, dass sie "uns unsere Jobs wegnehmen und unser Geld." Ich weiß es nicht. Aber so oder so kann ich es nicht verstehen.

Diese Menschen brauchen unsere Hilfe. Und wir haben die Möglichkeit und die Mittel zu helfen. 

Wir können Geld spenden. 

Wir können Sachen spenden. 

Wir können Spenden sammeln. 

Wir können vor Ort helfen. 

Wir können gemeinsam dafür sorgen, dass Flüchtlinge hier ein neues Zuhause bekommen. Dass sie sich integrieren können und hier eine neue Zukunft finden. Eine Zukunft ohne Krieg und Leid. Ohne politische Verfolgungen. Eine Zukunft, in der sie das werden können, von dem sie immer geträumt haben. 

Vom Tellerwäscher zum Manager. Der amerikanische Traum. Wie viele Deutsche sind diesem Traum in Amerika nachgejagt? Und für die Flüchtlinge ist ein Leben hier der deutsche Traum. Ihr Traum. Und wir können dafür sorgen, dass er wahr wird. 

Helft den Flüchtlingen. Damit sie in Frieden leben können. 
Engagiert euch. Spendet. Helft auf die Art und Weise, wie ihr helfen könnt. Selbst einfach nur eure Überzeugung und Meinung kund zu tun kann helfen! Ob im persönlichen Gespräch mit Freunden oder in Form eines Artikels oder ähnliches - zeigt den Flüchtlingen und euren Mitmenschen, dass Deutschland nicht von Rassisten besiedelt ist, sondern von humanen und sozialen Menschen. 

Refugees welcome.   

Sonntag, 12. Juli 2015

[Sunday Thoughts] Ich wünschte, ich hätte, ich könnte, ich wäre ... // I wish I had, I could, I were ...



Ich wünschte, ich hätte mehr auf meinen Bauch gehört als auf meinen Kopf. Nicht immer so logisch denken. Alles durchplanen. Alles festlegen. Sondern auch einfach mal spontan sein. 

Ich wünschte, ich könnte einfach so wegfahren. Ins Ausland. Für längere Zeit. 

Ich wünschte, ich hätte einfach mal was riskiert. Ohne über die Konsequenzen nachzudenken. 

Ich wünschte, ich könnte einfach neu anfangen. Pauseknopf. Reset. Neustart.

Ich wünschte, ich hätte, ich könnte, ich wäre ...

Ich wünschte, ich hätte meine Jugend wirklich genossen. Ausgekostet. Genutzt. Stattdessen war meine Jugend gefüllt mit Schule und Arbeiten. Für mehr war keine Zeit. Meine "wilde Jugend" bestand aus Hausaufgaben, Prüfungen, lernen und arbeiten. Fünfmal die Woche, meistens bis mitten in die Nacht. Ich liebte meine Arbeit und sie hat mir Spaß gemacht. Tanzlehrer zu sein ist toll. Aber man arbeitet, wenn alle anderen frei haben. Während all meine Freunde auf Partys gingen oder in die Disco, Alkohol tranken und ihre Freiheiten genossen, Dinge riskierten und ausprobierten und einfach normale Jugendliche waren, hatte ich Verpflichtungen. Ich ging nicht auf Partys. Ich ging nicht in Discos. Ich trank keinen Alkohol. Freiheiten? Wann denn? Irgendwo zwischen Schule und Tanzschule? Blieb keine Zeit. Ich riskierte nichts und ich probierte nichts. Weil ich zu eingespannt war. Ich brauchte das Geld. Ich verlor meine Jugend. Meine wilde Zeit war nicht wild. Ich verlor Freunde, weil sie nie verstanden, warum ich keine Zeit hatte. Weil sie keine Verpflichtungen hatten. Ich schon. 
Ich wünschte, ich hätte etwas mehr von meiner Jugend gehabt, vielleicht würde ich sie dann nicht so schmerzlich vermissen als etwas, was ich nie wirklich hatte. 

Ich wünschte, ich hätte den Menschen meine Meinung gesagt. Gesagt, was ich von ihnen halte. Gesagt was ich empfinde. Was ich fühle. Ich wünschte, ich hätte öfter gesagt: "Ich liebe dich!" oder "Ich mag dich!" oder "Danke, dass es dich gibt." Ich wünschte, ich hätte öfter gesagt: "Verpiss dich" und "Lass mich in Ruhe!" Ich wünschte, ich hätte Kickboxen oder Karate gelernt um ihnen eine rein zu hauen, wenn sie nicht darauf hören. Ich wünschte, ich hätte ihnen gezeigt, dass ich mich wehren kann. Dass sie nicht mit mir machen können, was sie wollen. Dass ich nicht einfach alles auf mir sitzen lasse. Wäre ich heute wieder das kleine Kind von damals, ich hätte geübt und geübt und dann hätte ich ihnen so eine reingehauen, dass sie mich niemals wieder auch nur schräg anschauen würden. Ich wünschte, ich hätte den Mut aufgebracht. 

Ich wünschte, ich könnte ausdrücken was ich fühle. Ich konnte es als Kind nicht und ich kann es auch heute noch nicht. Ich bin kein schweigsamer Mensch. Eigentlich rede ich sehr gerne. Aber nicht über mich. Ich kann gut über Gefühle reden. Wenn sie nicht mich betreffen. Ich kann Menschen mit ihren Gefühlen und ihren Problemen helfen. Darin bin ich gut. Aber ich kann es nicht, wenn es dabei um mich geht. Meine Gefühle gehören mir. Sie sind tief in mir vergraben und sie kommen nicht aus mir heraus. Wenn ich versuche darüber zu reden, breche ich in Tränen aus. Ich bekomme keine Luft mehr. Stocke. Weine. Mir fällt es schwer, darüber zu reden. Ich versuche es. Aber ich kann es immer noch nicht. Ich wünschte, ich könnte es. 

Ich wünschte, ich hätte, ich könnte, ich wäre ...

Ich wünschte, ich wäre eine völlig andere Person. Mutig. Spontan. Witzig. Ein Mensch, der nach den Sternen greift. Ich wünschte, ich wäre ein Optimist. 

Ich wünschte, ich hätte dir viel früher gesagt, was ich wirklich empfinde. Stattdessen habe ich es niemandem gesagt. Es verschwiegen. Als es herauskam war es zu spät. Ich wünschte, ich hätte es dir erzählt. Auch wenn es letztlich nichts geändert hätte, ich wünschte, ich hätte es dir dennoch gesagt.   

Ich wünschte, ich hätte nicht so früh aufgegeben. Mich einschüchtern lassen. Ich war unsicher. Verwirrt. Hatte Angst. Und hab dann aufgegeben. Das bereue ich vermutlich mehr als alles andere.

Ich wünschte, ich hätte es versucht. Ich wünschte, ich könnte es erneut versuchen.

Ich wünschte.
Ich könnte.
Ich hoffe.
Ich wollte. 
Was wäre wenn.
Vielleicht.
Warum?

Das Leben ist geprägt von Fehlern. Falschen Entscheidungen. Verpassten Chancen. Ungenutzten Möglichkeiten. Das ist das Leben. Und das ist schmerzvoll. Doch es ist das Leben. 

Ich versuche Ausreden zu finden. Geld. Keine Zeit. Krankheiten. Aber meistens war es die Angst. Ich habe mich einfach nicht getraut. Hatte Angst zu versagen. Wusste nicht weiter. Vieles konnte ich nicht beeinflussen, vieles hätte ich jedoch beeinflussen können. Tat es aber nicht. Aus Unwissenheit. Aus Angst. Und vielleicht auch aus Bequemlichkeit. Vielleicht hätte ich es geschafft. Vielleicht auch nicht. 

Ich sollte es lernen. Chancen zu ergreifen. Möglichkeiten zu erkennen und zu ergreifen. Mich zu trauen. Meinen Kopf ausschalten und auf mein Bauchgefühl hören. Mal spontan sein. Etwas riskieren. Ich sollte es versuchen und ich werde daran arbeiten. Es ist nicht einfach. Aber das Leben ist nicht einfach. Kein Zuckerschlecken. Kein Ponyhof. Das Leben ist hart. Unfair. Gemein. Und genau deswegen sollten wir es versuchen. Augen zu und durch. Riskieren. Versuchen zu Fliegen. Den Fall in Kauf nehmen, um dann zu erkennen, dass so viel mehr in uns steckt!

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I wish I had listen to my gut feeling istead of my head. Not thinking logical all the time. Plan down to the last detail. Determine everything. Just being spontanous. 

I wish I could drive away. In a foreign country. For a long time. 

I wish I had risk something. Never thought about the consequences. 

I wish I could start new. Press the pause buttom. Reset. New start. 

 I wish I had, I could, I were ...

I wish I had enjoyed my youth. Savored. Used. Instead my youth was filled with school and work. There were no time for more. My "wild youth" was filled with homework, exams, learning and working. 5 times a weak, most times until late in the night. I loved my work, it was fun. Being a dance teacher is great. But you´re working when everyone has free time. While my friends were on partys and in discos, drunk alcohol and enjoyed their freedom, they risked things and tryed out. They were just normal teenagers. But I had ties. Commitments. I didn´t went to partys. I weren´t in clubs. I didn´t drunk alcohol. Freedom? But when? There were no time between school and dance school. No time. I never risked anything and I didn´t try out new things. I was too fixed. I needed the money. I lost my youth. My wild time weren´t wild. I lost friends, because they never understood. They never had commitments. But I had. 
I wish I had enjoyed it more. Maybe I wouldn´t miss it that much if I had. I miss something I never really had. 

I wish I had tell them off. Speak it out. Tell them what I think of them. Say them what I feel. I wish I had said more often: "I love you!" or "I like you" or "I´m thankful that you´re in my life!". I wish I had said more often: "Piss off!" or "Get off my back!". I wish I had learned kickboxing or karate to show them that I mean it. To punish them right in their laughing faces. To show them that I´m able to defend myself. That they can´t do whatever they want to do with me. If I were that little child again, I would practice and practice and then punish them as hard as I can, so they would not even give me a strange look again. I wish I had the courage. 

I wish I could tell what I feel. I never were able to as I were a child and I still not am. I´m not a silent girl. I love talking. But not about me. I can talk about feelings and problems with other people. But I can´t if they are my feelings and my problems. The feelings are mine. Deep in my soul. Buried deep. They won´t come out. And if I try, I burst into tears. I can´t breathe anymore. I stumble. Cry. It´s hard for me to talk about. I try. I really try but I still can´t do it. I wish I could.

 I wish I had, I could, I were ...

I wish I were a totally different person. Brave. Spontanous. Funny. A person who aims for the stars. I wish I were an optimist. 

I wish I had told you what I feel. Instead I never told anyone. I kept still. And then it was too late. I wish I had told you. It hadn´t changed anything at last, but i really wish I had told you the truth. 

I wish I´d never gave up that early. I was scared. I was awed. I was insecure. Confused. And then I gave up. I really repent it. Maybe more than everything else. 

I wish, I had tried. I wish I could try it again.

I wish.
I could.
I hope.
I want.
I would.
What if?
Maybe.
Why?

The life is full of mistakes. Wrong decisions. Missed chances. Unused options. That´s live. And that´s painful. But that´s life.

I try to find excuses. Money. No time. Illness. But mostly it was fear. I never dared to. Didn´t knew. Most things I couldn´t change, but many I could, but never did. Because of nescience. Fear. And maybe even because of comfort. Maybe I would have done it. Maybe not. 

I should learn it. Take the chances. See options and take it. Try it. Dare it. Stop thinking and listening to my gut feeling. Be spontanous. Risk something. Just try and I will work on it. It never will be easy. But the life isn´t easy. No bed of roses. No bowl of cherries. Life is hard. Unfair. Mean. But that´s why we should try. Grit your teeth and get on with it! Risk it. Try to fly. And accept that we could fall. And then we can see that there´s so much more within us. That we are able to so much more than we thought. 


Sonntag, 5. Juli 2015

[Sunday Thoughts] Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind! // About the old live and the past - country girl? City girl!



*Please scroll down for the english translation

Ich bin ein Dorfkind. Ich hätte ein Dorfkind sein sollen. Aber genau genommen war ich es nie. Aufgewachsen auf dem Land. Umgeben von Feldern und Wiesen und Kühen. 

Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind!

Freiheiten, die man in der Stadt nicht hat. 

Schlittenfahren direkt vor der eigenen Wohnung.
Wälder zum Entdecken direkt vor der Nase. 
Einen Bach zum Spielen.
Bäume zum klettern.
Pfützen und Schlamm.
Feldwege, auf denen wir Dreirad, Einrad oder Fahrrad fahren konnten - so wild wir nur wollten. 
Tiere zum Anfassen. Nicht nur aus Büchern. 
Jeder kennt jeden. 

Das hat viele Vorteile. Und eine Kindheit auf dem Land würde ich grundsätzlich der Stadt-Kindheit vorziehen. 
Wenn ich nicht ich wäre. 

Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind!

Ich war dort nie richtig Zuhause. Ich gehörte nie dazu. Ich war anders. 

Alle sprachen in diesem Dialekt - Schwäbisch - den ich nie verstand. Ich fiel auf. Mit meinem Nahezu-Hochdeutsch und meiner korrekten Schreibweise. Mit meiner Angst vor Hunden. Mit meiner Abneigung gegen Kuh-Geruch und Matsch. Mit meiner Vorliebe für High-Heels. Mit meiner Weigerung, immer alles von jedem wissen zu wollen. Ich fiel auf. 
Weil ich nicht wie alle anderen war. 
Weil ich wie ein Stadtkind war, das aus Versehen auf dem Land gelandet ist. 

Dorfkind?
Stadtkind!

Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind!

Als ich wegzog, habe ich dieses Leben verlassen. Ich verließ nicht nur die Schule. Das Dorf. Mein altes Zuhause. Ich verließ mein altes Leben und begann ein neues. Ich verließ auch die meisten Menschen. Viele Namen habe ich vergessen. Viele Gesichter würde ich kaum noch wiedererkennen. Und ich bereue es nicht. Ich konnte nicht mit allen Freunden Kontakt halten, die mir wichtig sind oder waren. Wir haben uns aus den Augen verloren. Verschiedene Leben begonnen. Haben uns voneinander entfernt. Für die Freunde aus meinem alten Leben, die ich noch habe, bin ich dankbar. Aber den Rest vermisse ich nicht. Ich bin gegangen. Habe mein altes Leben hinter mir zurückgelassen. Und habe sie zurückgelassen. So ist das Leben. So bin ich. 

Manchmal erinnere ich mich. An Momente aus der Schulzeit. An Gute und Schlechte. An die grauenvollste Zeit meines Lebens: die Grundschule. An die eigentlich ganz witzige und tolle Zeit in der Realschule. Und an die stressige - mit arbeiten und lernen vollgepumpte - Zeit auf dem Wirtschaftsgymnasium. Ich erinnere mich an alte Freunde. An meine erste große Liebe. An Liebeskummer. An die vielen Tränen. An Enttäuschungen und an Glücksmomente. Ich erinnere mich an unsere Träume. An unsere Unternehmungen. An unser Lachen. An unsere Wut. Und unsere Trauer. An diejenigen, die mich beleidigt und geärgert haben. An diejenigen, mit denen ich lachen konnte. An diejenigen, die ich gehasst und an diejenigen, die ich geliebt habe. Kontakt habe ich zu den wenigsten von ihnen und manchmal, ganz selten, frage ich mich, was wohl aus ihnen allen geworden ist. Aber ich rede nicht gerne über mich selbst. Also frage ich nicht. 

Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind!

Ich komme gerne zurück. Meine Heimat. Aber nicht mein Zuhause. Ich besuche gerne meine Familie, weil ich sie liebe. Aber ich bin auch froh, wieder nach Hause gehen zu können. 

Nach Hause. Nicht mein Heimatdorf. Sondern eine Großstadt. 
Mein Zuhause. Weit weg.  

Die Bilder sind noch da. Die Erinnerungen. In meinem Kopf. Verschwommen. Da und gleichzeitig auch nicht. Nicht wirklich. 

Ich habe mein altes Leben zurückgelassen. Es ist jetzt Vergangenheit. 

Und vielleicht ist das auch besser so. 

Über das alte Leben und die Vergangenheit - Dorfkind? Stadtkind!

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I´m a country girl. I should be a country girl. But honestly I´ve never been. Grewn up in a small village. Surrounded with fields and grassland and cows.
  
About the old live and the past - country girl? City girl!

Lieberties you don´t have in a city.

Tobogganing in front of your flat. 
Forests to discover - right around the corner.
A beck to play in. 
Trees to climb to.
Puddles and mud.
Country lanes where we could drive bicycle or tricycle or unicycle. 
Animals to touch, not only in books.
Everybody knows everyone. 

It has a lot of benefits. A childhood on the country I would prefer instead of a childhood in a city. If I weren´t me. 

About the old live and the past - country girl? City girl!

I never really were at home there. I never really belong to. I was different. 

All were talking in that strange dialect I never understood. I was conspicous. With my nearly High German and my correct diction and spelling. With my fear of dogs. With my antipathy against cow-smell and mud. With my love to High-Heels. With my denial to never want everything about anyone to know. I was conspicous.
Because I was different. 
Because I was like a city girl who accidently landed in the country. 

Country girl?
City girl!

About the old live and the past - country girl? City girl!

As I moved to town I left this life. I did not just left school. The village. My old home. I left my old life and started a new one. I left most of the people as well. Most names I forgot. Most faces I wouldn´t imagine. And I have no regrets because of that. 
I wasn´t able to stay in contact with every friend which were important to me or still are. We lost us. Started different lives. Developing in different directions. I´m thankful for those friends where still left out of my old live. But I don´t miss the rest. I went. I left my old live behind. And I left them behind. That´s live. And that´s me. 

Sometimes I imagine. Moments out of school time. Bad and good ones. The badest time of my live: basic primary school. The funny and mostly wonderful time in secondary modern school. And the stressfull time in grammar school where I learned and worked a lot. I imagine those old friends. I imagine my first big love. I imagine my broken heart and the heartsickness. The tears. The frustrations and happy moments. I imagine our dreams. Our adventures. Our laughs. Our anger. Our sadness. I imagine those who insulted and offended me. Those who I could laugh with. I imagine those I hated and those I loved. I don´t have contact to the most of them and sometimes, really rarely I think about how and who they are now. But I don´t like to talk about myself. So I never ask. 

About the old live and the past - country girl? City girl!

I like to come back. My homeland. But not my home. I like to visit my family, because I love them. But I´m as well glad to leave and to go home.

Home. Not my small home village. A big city. 
My home. Far away. 

The pictures are still there. The memories. In my head. Blurred. There but in the same time 
they´re not. Not really. 

I´ve left my old live. It´s past now.

And maybe that´s better this way.  

About the old live and the past - country girl? City girl!


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