Sonntag, 8. Dezember 2019

[DIY] Ho Ho Ho: Grüße vom Weihnachtsmann

[DIY] Ho Ho Ho Grüße vom Weihnachtsmann


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Was ihr benötigt:

  • Rote Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Roter Tonkarton
  • Stempel My Favorite Things Jingle All The Way
  • Stanze ABC
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Brush-Marker Winsor and Newton
  • Pro-Marker Winsor and Newton
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen
  • Roter Knopf
  • Weiße Holzschneeflocken
[DIY] Ho Ho Ho Grüße vom Weihnachtsmann

So gehts:

  • Schneidet/stanzt aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck aus, das etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband auf der Grundkarte befestigen. 
  • Auf weißem Tonkarton den Weihnachtsmann stempeln, colorieren und ausstanzen/ausschneiden. 
  • Aus rotem Tonkarton 3x H und 3x O ausstanzen. Diese dann überlappend auf der Karte befestigen.
  • Den Weihnachtsmann, die Schneeflocken und den Knopf ebenfalls auf die Karte kleben. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Artig oder Nicht artig? Weihnachtskarte mit Santa Claus und Mrs Santa

[DIY] Artig oder Nicht artig Weihnachtskarte mit Santa Claus und Mrs Santa


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Was ihr benötigt:

[DIY] Artig oder Nicht artig Weihnachtskarte mit Santa Claus und Mrs Santa

[DIY] Artig oder Nicht artig Weihnachtskarte mit Santa Claus und Mrs Santa

So gehts:

  • Schneidet das Motivpapier so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Den weißen Tonkarton so zurechtschneiden, dass er kleiner als das Motivpapier ist. Die beiden Motive sowie den Spruch daraufstempeln und colorieren. Dann mit doppelseitigem Klebeband befestigen.  
  • Die beiden Knöpfe mit dem Glue Pen fixieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Ho Ho Ho: Grüße vom Weihnachtsmann.

[DIY] Ho Ho Ho Grüße vom Weihnachtsmann.


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Was ihr benötigt:

[DIY] Ho Ho Ho Grüße vom Weihnachtsmann.

[DIY] Ho Ho Ho Grüße vom Weihnachtsmann.

So gehts:

  • Den weißen Tonkarton so zuschneiden/ausstanzen, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Das Motiv auf weißen Tonkarton stempeln, colorieren und ausstanzen bzw. ausschneiden. 
  • Aus weißem Tonkarton einen Stern stanzen und auf die Karte kleben. 
  • Den Weihnachtsmann darauf kleben.
  • Den Spruch auf die Karte stempeln.
  • Mit Pailletten verzieren.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Weihnachtskarte: Kleiner Elf bringt Geschenke

[DIY] Weihnachtskarte Kleiner Elf bringt Geschenke


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Was ihr benötigt:

[DIY] Weihnachtskarte Kleiner Elf bringt Geschenke

[DIY] Weihnachtskarte Kleiner Elf bringt Geschenke

So gehts:

  • Den weißen Tonkarton so ausschneiden/ausstanzen, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Das Motiv darauf stempeln und colorieren. Den Spruch schräg an die Seite stempeln. Mit einem Fineliner Linien an den Rand malen. Mit doppelseitigem Klebeband auf die Grundkarte kleben.
  • Aus weißem Tonkarton eine Schneeflocke ausstanzen. Mit dem Glue Pen auf die Karte kleben. 
  • Mit der Perle verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 7. Dezember 2019

[Books] Tahereh Mafi - Wie du mich siehst




*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von NetGalley und Fischerzur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch



Titel: Wie du mich siehst Originaltitel: A Very Large Expanse of Sea Autor: Tahereh Mafi Übersetzer: Katarina Granslandt | Verlag: Fischer 
Preis: 14,99€ Genre: YA, Diskriminierung Format: eBook Seitenanzahl: 352 
ISBN: 978-3-551-57777-1 Original Erscheinungsdatum: 2018 Deutsches Erscheinungsdatum: 2019 |


Bestsellerautorin Tahereh Mafi erzählt einen bewegenden, kraftvollen, autobiographisch geprägten Roman, der Vorurteile enthüllt und uns daran teilhaben lässt, wie Liebe alles Trennende überwindet. Eine Kleinstadt in den USA: Shirins Alltag ist zum Albtraum geworden. Sie hat genug von den unverschämten Blicken, den erniedrigenden Kommentaren und den physischen Attacken, die sie ertragen muss, weil sie Muslima ist. Sie flüchtet sich ins Musikhören und ins Breakdance-Training mit ihrem Bruder und dessen Freunden. Shirin hat beschlossen, niemandem mehr zu trauen. Bis sie an ihrer neuen High School den Jungen Ocean trifft. Er ist der erste Mensch seit langem, der Shirin wirklich kennenlernen möchte. Erschrocken weist Shirin ihn harsch zurück. Ocean ist für sie aus einer Welt, aus der ihr bisher nur Hass und Ablehnung entgegenschlugen. Aber dann kommt alles anders...

         
Erster Satz

"Es kam mir vor, als wären wir ständig nur am Umziehen, immer, um uns irgendwie zu verbessern, ein besseres Leben zu haben, was weiß ich."



Autor

"Tahereh Mafi wurde 1988 in einer Kleinstadt in Connecticut, USA, geboren. Sie ist iranischer Abstammung un die jüngste von fünf Geschwistern neben vier älteren Brüdern. Ihr Debütroman Shatter Me (dt.: Ich fürchte mich nicht), der erste Band einer Trilogie, ist 2011 in den USA erschienen, wurde in über 20 Sprachen übersetzt und stand auf den Bestsellerlisten der New York Times und der USA Today. Mafi ist mit dem Filmemacher und Schriftsteller Ransom Riggs verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Santa Monica, Kalifornien.



Cover und Titel

Auf dem schwarz-weiß geteilten Cover sind zwei Menschen zu sehen - ein Junge (vermutlich Ocean) und ein Mädchen mit Kopftuch - Shirin. Der Titel nimmt viel Platz ein und erregt somit Aufmerksamkeit, ebenso wie das auffällig gestaltete Cover. Sowohl Titel als auch Cover passen sehr gut zum Inhalt des Buches.


Meine Meinung


Shirin ist mit ihrer Familie umgezogen. Schon wieder. Das bedeutet für sie nicht nur, dass sie sich an eine neue Umgebung, eine neue Schule, neue Lehrer und neue Mitschüler gewöhnen, sondern sich auch erneut neuen Blicken aussetzen muss. Denn in einer Hinsicht unterscheidet sie sich von allen anderen: Sie trägt Kopftuch. Und damit ist sie in dieser kleinen, amerikanischen Stadt einmalig. Shirin weiß, wie es ablaufen wird: Sie werden glotzen, lachen und lästern und sie werden alle ihre feste Meinung über sie haben. Doch als sie Ocean kennenlernt, stellt der ihre Welt auf den Kopf, denn er ist anders als alle anderen. Er ist neugierig und stellt Fragen, er will sie wirklich kennenlernen, will alles wissen - und Shirin muss sich selbst fragen, ob die anderen die einzigen sind, die Vorurteile haben oder ob nicht auch sie selbst welche hat. 



„Versuch einfach, glücklich zu sein. Dein Glück ist nämlich das Einzige, was diese Arschlöcher nicht ertragen können."
pos. 1289


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Shirin erzählt, sodass man sich gut in ihre Gedanken- und Gefühlswelt einfühlen kann. Sie ist nicht immer eine einfache Person. Sie trägt unglaublich viel Wut in sich, ist oft aggressiv und abweisend und einschüchternd. Ich konnte vieles an ihrem Verhalten nachvollziehen, weil ich nach meinen Mobbingerfahrungen auch eine Mauer um mich herum aufgebaut habe, um mich zu schützen - das hat zwar auf der einen Seite funktioniert, hat aber gleichzeitig auch dazu geführt, dass ich auf andere unnahbar wirkte und jeden auf Abstand hielt, auch diejenigen, die nur Gutes wollten. Als Leser wollte man natürlich, dass Shirin sich etwas öffnet, was ihr aber extrem schwer fällt. Immer wieder fällt sie zurück in ihr altes Verhaltensmuster und man möchte sie am liebsten anschreien. Sie hat viele Stärken, aber eben auch viele Schwächen. Sie ist auf jeden Fall eine starke Protagonistin, die weiß, was sie will, die sich aber auch oft selbst im Weg steht



„Vom elften September an durfte ich nicht mehr einfach nur ein Mädchen sein, ein Mensch aus Fleisch und Blut - nein, ich war jetzt automatisch mehr. Ich war zum Störfaktor geworden. Zu jemandem, dessen bloße Anwesenheit peinliche Gesprächspausen hervorrief."
pos. 1874


Die Handlung ist eine Mischung aus Lovestory und Herzschmerz, jedoch mit eine ernsten Hintergrund, denn man merkt bei jedem Satz, dass die Autorin sehr viel Erfahrung mit Diskriminierung, Ausgrenzung und Rassismus hat und dass das Buch zurecht autobiografische Züge hat. Manche Reaktionen und Emotionen erscheinen so aufrichtig, dass sie weh tun, die Geschichte nimmt einen extrem mit, sie schockiert, berührt und beschäftigt einen - auch lange, nachdem man sie beendet hat. Man leidet, liebt, lacht und weint mit den Charakteren mit, man wird wütend und traurig und fröhlich. Die Autorin hat auf jeden Fall ein wundervolles Gefühl für Sprache! Die Charaktere bekommen alle genug Raum, um sich zu entfalten - allen voran natürlich Shirin, aber auch die Nebencharaktere kommen nicht zu kurz. In diesem Buch prallen Welten und Kulturen aufeinander, und man merkt deutlich, dass das nicht immer einfach ist, aber dass es sich lohnt, über den eigenen Tellerrand zu blicken und für eine gemeinsame Welt zu kämpfen! Voller Emotionen, Wut, Hoffnung und Liebe, dabei aber nie belehrend. Es ist und bleibt ein Roman über persönliche und individuelle Erfahrungen und ist nicht allgemeingültig, ist dafür aber wunderbar tiefgründig, toll erzählt und mitreißend.
Ein Buch, das sich sicherlich auch gut als Schullektüre eignen würde. 



„Es war schmerzhaft, mir eingestehen zu müssen, dass ich anderen genau das angetan hatte, von dem ich nicht gewollt hatte, dass es mir angetan wird. Ich hatte Vorurteile gepflegt, hatte grob verallgemeinert und alle über einen Kamm geschoren. Dieser Mensch wollte ich nicht mehr sein."
pos. 3542


Eine Story über Vorurteile, Rassismus und Diskriminierung, über Selbstverwirklichung und Selbstvertrauen, über Liebe und Hürden, über Freundschaft und Glaube, über Akeptanz, Verständnis und Offenheit, über Hoffnung und dass man diese niemals aufgeben darf und darüber, dass Menschen - egal welcher Religion, Kultur oder Herkunft - alle Menschen sind und dass es sich lohnt, sie kennenzulernen und mit ihnen zu sprechen. 




„Es war total egal, wie akzentfrei mein Englisch war. Es war egal, wie oft ich den Lehrern sagte, dass ich hier geboren war, dass Englisch meine erste Sprache war, dass sich meine Cousins und Cousinen im Iran über mich lustig machten, weil ich holpriges Farsi mit amerikanischem Akzent sprach - alles egal. Sie nahmen trotzdem automatisch an, ich wäre frisch per Boot aus irgendeinem fernen Land gekommen."
pos. 55


Fazit


Eines meiner absoluten Jahreshighlights! Ein Buch über Rassismus, Vorurteile und Liebe, die alles überwinden kann. Wundervoll geschrieben, tiefgründig, berührend und trotzdem wunderschön und mitreißend - ein Must-Read nicht nur für Jugendliche! 



Sonntag, 1. Dezember 2019

[DIY] Schwedische Weihnachtsgrüße auf Schlittschuhen!

[DIY] Schwedische Weihnachtsgrüße auf Schlittschuhen!


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Was ihr benötigt:

[DIY] Schwedische Weihnachtsgrüße auf Schlittschuhen!

[DIY] Schwedische Weihnachtsgrüße auf Schlittschuhen!

So gehts:

  • Stanzt aus dem weißen Tonkarton ein gesticktes Rechteck aus und stempelt das Motiv darauf. Coloriert es und klebt es mit doppelseitigem Klebeband auf die Grundkarte. 
  • Stanzt aus weißem Tonkarton ein Etikett und mehrere Schneeflocken aus. 
  • Befestigt die Schneeflocken mit dem Glue Pen auf der Karte. Schneidet sie gegebenenfalls zu. 
  • Stempelt den Spruch auf das Etikett und klebt ihn ebenfalls auf die Karte.
[DIY] Schwedische Weihnachtsgrüße auf Schlittschuhen!

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Weihnachtskarte: Mädchen mit Schal

[DIY] Weihnachtskarte Mädchen mit Schal


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Was ihr benötigt:

[DIY] Weihnachtskarte Mädchen mit Schal

[DIY] Weihnachtskarte Mädchen mit Schal

So gehts:

  • Schneidet das Motivpapier so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Aus dem weißen und braunen Tonkarton zwei Rechtecke ausstanzen, bei dem das weiße etwas kleiner ist. 
  • Auf das weiße Rechteck das Motiv und den Spruch stempeln und colorieren. Die Rechtecke dann mit doppelseitigem Klebeband auf die Karte kleben.
  • Die Holzschneeflocke mit dem Glue Pen auf die Karte kleben. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Rentiere senden Weihnachtsgrüße

[DIY] Rentiere senden Weihnachtsgrüße


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Was ihr benötigt:

[DIY] Rentiere senden Weihnachtsgrüße

So gehts:

  • Den roten Tonkarton so zuschneiden/ausstanzen, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen.
  • Aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck ausschneiden/ausstanzen, das etwas kleiner als der rote Tonkarton ist. Darauf die Rentiere und den Weihnachtsgruß stempeln. Colorieren, trocknen lassen und dann mit doppelseitigem Klebeband auf den roten Tonkarton kleben.
  • Mit silbernen Pailletten verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

[DIY] Weihnachtskarte Santa's Suit: Nackiger Weihnachtsmann sucht Kleidung!

[DIY] Weihnachtskarte Santa's Suit Nackiger Weihnachtsmann sucht Kleidung!


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Heute ist der 1. Dezember und damit steht offiziell Weihnachten vor der Tür. Es wird also höchste Zeit, sich auch um die Weihnachtskarten zu kümmern und damit euch die Inspirationen nicht ausgehen, gibt es bis Weihnachten natürlich jeden Sonntag gleich mehrere (!) Karten für euch! Und diese hier macht heute den Anfang: der nackige Weihnachtsmann, der noch schnell seine Kleidung und seinen Bart gewaschen hat, damit an Weihnachten auch alles schön sauber ist! 

Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Roter Tonkarton
  • Stempel Stampin Up Santas Suit
  • Stempel Dani Peuss Brav kann doch jeder
  • Stanze Etikett
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Brush-Marker Winsor and Newton
  • Pro-Marker Winsor and Newton
  • Touchfive Marker
  • Rote Pailletten
  • Schwarze Pailletten
  • Rotes Geschenkband
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Weihnachtskarte Santa's Suit Nackiger Weihnachtsmann sucht Kleidung!

[DIY] Weihnachtskarte Santa's Suit Nackiger Weihnachtsmann sucht Kleidung!

So gehts:

  • Den roten Tonkarton so ausschneiden/ausstanzen, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen.
  • Den weißen Tonkarton ausschneiden/ausstanzen, sodass er etwas kleiner als der rote Tonkarton ist. Stempelt den Weihnachtsmann und die Wäscheleine mit der Kleidung darauf. Mit den Markern colorieren. Ebenfalls mit dem Klebeband befestigen. 
  • Aus rotem Tonkarton ein Etikett ausstanzen, dann den Spruch darauf stempeln. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Aus dem roten Geschenkband eine Schleife binden und mit dem Glue Pen fixieren. 
  • Zum Schluss mit den roten und schwarzen Pailletten verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Freitag, 29. November 2019

[Film Friday] Der verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden

[Film Friday] Der verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden


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Allgemein

TitelDer verlorene Sohn - Die Wahrheit kann nicht bekehrt werden
OriginaltitelBoy Erased
Erscheinungsjahr2018
DrehbuchJoel Edgerton
RegieJoel Edgerton
Nach den Memoiren von: Garrard Conley
FilmproduktionUniversal 
Laufzeitca. 118 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Lucas Hedges, Nicole Kidman, Russell Crowe
Musik: Danny Bensi, Saunder Jurriaans
Bonusmaterial: Entfallene und erweiterte Szenen, Featurettes
Sonstiges: Basierend auf einer wahren Geschichte
Genre: Drama
Ähnliche Filme: Call Me By Your Name, Love Simon, Ben is Back

Kaufen? DVDBluRayBuch


Worum geht's

"Jared wächst in einer Baptistenprediger-Familie in einer bibeltreuen Kleinstadt der amerikanischen Südstaaten auf. Als seine strenggläubigen Eltern von der Homosexualität ihres Sohnes erfahren, drängen sie ihn zur Teilnahme an einer fragwürdigen Reparativtherapie. Vor die Wahl gestellt, entweder seine Identität oder seine Familie und seinen Glauben zu riskieren, lässt Jared sich notgedrungen auf das entwürdigende und unmenschliche Umerziehungsprogramm ein. Trotz der psychischen Misshandlungen durch den radikalen Campleiter beginnt Jared, seine eigene Stimme zu finden und sein wahres Selbst zu akzeptieren. "



Zitate


"Jared, Gott wird dich nicht lieben, so wie du im Augenblick bist."

"Wer will den Dämon austreiben?"

"Durch Schein zum Sein. Spiel ihr Spiel! Außer du glaubst wirklich, dass du dich ändern kannst. Falls du das überhaupt willst."

"Ich liebe Gott. Und ich liebe meinen Sohn. Für deinen Vater ist es etwas komplizierter."



Meine Meinung

Jared ist eigentlich ein ganz normaler Junge: er liebt seine Eltern, geht mit ihnen zur Kirche und will aufs College. Doch dort geschieht etwas, was ihm klar macht, dass vielleicht doch nicht alles so ist, wie es scheint... Jared muss sich selbst - und seinen Eltern eingestehen, dass er schwul ist. Die schicken ihn in ein Umerziehungsprogramm, in dem Victor Skyes Jugendliche mittels Konversionstherapie umpolen und wieder "normal" machen will. Doch je länger Jared dort ist, umso klarer wird ihm, dass er nicht umerzogen werden kann - und dass er auch nicht möchte. Doch kann er das auch seinen Eltern klar machen? 

Eine Story, die leider so erschreckend wie real ist. Dass es solche Camps wirklich gibt ist furchtbar und schwer vorstellbar - allerdings habe ich selbst miterlebt, wie ablehnend Eltern reagieren können, wenn ihre Kinder sich outen, also kann ich es mir leider doch irgendwie vorstellen... Der Film zeigt, wie der Alltag in solchen Zentren aussieht: Gebete, Gehirnwäsche, Dämonenaustreibungen - Anderssein wird nicht toleriert. Der Film ist tief berührend, emotional, schön, schmerzhaft, lustig, traurig, schockierend - und er macht mich unglaublich wütend. Denn obwohl Jared so viel durchmachen musste, gehört er noch zu den Glücklicheren, da immerhin seine Mutter ihren Fehler einsieht und ihn dann unterstützt und ihn aus dieser Anstalt - oder sollte ich Gefängnis sagen? - rausholt. Aber all die anderen, die niemanden haben, der für sie einsteht? Und noch schlimmer ist es, wenn man daran denkt, dass es immer noch - einige Jahre nach der Handlung des Filmes - Menschen gibt, die glauben, man könnte einen Menschen umpolen und dass Homosexualität falsch sei. Wann ist die Menschheit endlich soweit, zu akzeptieren, dass Liebe nicht falsch sein kann, wenn sie auf Gegenseitigkeit beruht?

Lucas Hedges ist in der Rolle von Jared einfach nur brillant! In Ben is Back fehlte mir seine Ausdrucksweise und Emotionalität, hier hingegen ist er hervorragend und durchgehend authentisch. Jede einzelne Minute konnte ich mit ihm mitfühlen - sowohl die, in denen er verzweifelt versucht, sich zu ändern, als auch die, in denen er zu sich selbst findet, sich anerkennt und für sich und sein Schicksal kämpft. Er spielt den Jungen in seiner Wut, Zerrissenheit, Verlorenheit und seinem Schmerz wirklich großartig. Auch die anderen Schauspieler konnten durchweg überzeugen und sind teilweise erschreckend authentisch. 

Ein Film über Liebe und Glaube, Familie, Selbstfindung, Stärke und dem Kampf man selbst zu sein. 



Fazit

Ein toller - und wichtiger - Film über Homosexualität und eine Familie, die versucht, den Sohn umzupolen. Ein starker Hauptdarsteller, der in jeder Sekunde authentisch wirkt und den Film zu etwas Besonderem macht. Erschreckend real, berührend, schmerzhaft, aber auch schön und mutmachend. Unbedingt ansehen!




Sonntag, 24. November 2019

[DIY] Happy Birthday Owl! // Eulenstarke Geburtstagskarte.

[DIY] Happy Birthday Owl!  Eulenstarke Geburtstagskarte.


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Braune Grundkarte
  • Motivpapier Happy Birthday
  • Kraftpapier/karton
  • Grüner Tonkarton
  • Stempel Dani Peuss Glückwunsch
  • Stanze Poppystamps Whittle Owl
  • Stanze Etikett 1
  • Stanze Etikett 2
  • Stanze Quadrat
  • Holz Miniwäscheklammer
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Doppelseitiges Klebeband
  • 3D Foam Pads
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Happy Birthday Owl!  Eulenstarke Geburtstagskarte.

[DIY] Happy Birthday Owl!  Eulenstarke Geburtstagskarte.

So gehts:

  • Stanzt ein Quadrat aus dem Kraftpapier und aus dem Motivpapier aus. Klebt beides versetzt auf die Grundkarte. 
  • Stanzt ein Etikett aus dem Kraftpapier und stempelt den Spruch darauf. Klebt es ebenfalls auf die Grundkarte. 
  • Stanzt ein weiteres Etikett aus dem Kraftpapier aus. 
  • Stanzt aus Kraftpapier und dem grünen Tonkarton die Eule aus. Klebt sie zusammen und befestigt sie auf dem Etikett. 
  • Klemmt das Etikett in die Wäscheklammer und klebt Wäscheklammer mit dem Glue Pen und das Etikett mit 3D Foam Pads auf die Karte. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 23. November 2019

[Books] Karen Köhler - Miroloi

[Books] Karen Köhler - Miroloi



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Über das Buch



Titel: Miroloi | Autor: Karen Köhler | Verlag: Hanser 
Preis: 24,00€ Genre: Dystopie, Feminismus Format: Gebunden Seitenanzahl: 463 
ISBN: 978-3-446-26171-6 Original Erscheinungsdatum: 2019 

Hier kaufen als BuchEBook oder Hörbuch

Im Schönen Dorf haben Männer das Sagen, dürfen Frauen nicht lesen, lasten Tradition und heiligen Gesetze auf allem. Was passiert an einem solchen Ort, wenn sich eine Außenseiterin gegen alle Regeln stellt? Wenn sie heimlich lesen lernt, den Konjunktiv versteht, Freundschaften und Allianzen schließt, sich verliebt und endlich, endlich einen Namen bekommt? Voller Hingabe, Neugier und Wut auf die Verhältnisse erzählt Miroloi von einer jungen Frau, die in Frage stellt, was ist. Unbändig und feinfühlig zugleich entführt Karen Köhler an einen Ort, der nur in der Literatur existiert und dennoch allgegenwärtig ist. Ein großer Roman, in dem jedes Detail brennt und leuchtet. 
         

Erster Satz


"Eselshure. Schlitzi. Nachgeburt der Hölle. Ich war schon von Anfang an so hässlich, dass meine eigene Mutter mich lieber hier abgelegt hat, statt mich zu behalten."



Autor

"Karen Köhler hat Schauspiel studiert und zwölf Jahre am Theater in ihrem Beruf gearbeitet. Heute lebt sie in Hamburg und schreibt Theaterstücke, Drehbücher und Prosa. Ihre Theaterstücke stehen bei zahlreichen Bühnen auf dem Spielplan, 2014 erschien bei Hanser ihr Erzählband Wir haben Raketen geangelt, für den sie u.a. mit dem Rauriser Literaturpreis ausgezeichnet wurde." 



Cover und Titel

Das Cover ist in wunderschönen aquarellartigen Blautönen gehalten und hat wellenförmige weiße Absetzungen. Ich finde es einzigartig, passend und sehr ästhetisch. Auch der Titel passt sehr gut zum Buch. 



Meine Meinung


Ein Baby wird auf einer Treppe abgelegt. Als Kind ohne Eltern darf sie keinen Namen tragen und als Frau in einer Gesellschaft, die von Männern regiert wird, hat sie keine Rechte. Frauen dürfen nicht lesen, nicht schreiben und sich nicht gegen die Männer auflehnen. Die Männer dürfen nicht singen und nicht kochen. Wer sich nicht beugt, wird an den Pfahl gestellt. Die Strafen beinhalten nicht nur Demütigung, sondern auch schwerste Körperverletzung - oder sogar die Todesstrafe. Die Gemeinschaft lebt auf einer abgeschiedenen Insel, völlig ohne Kontakt zur Außenwelt. Es ist ein Leben mit heiligen Gesetzen und ohne Selbstbestimmung. Doch die junge Frau ohne Namen will sich dem immer weniger beugen: sie lernt heimlich lesen, stellt sich gegen die Regeln und verliebt sich. Doch kann das gut gehen?


„Ist ein Gedanke erst ausgesprochen oder aufgeschrieben, dann ist er in der Welt, dann hast du keine Kontrolle mehr darüber, was er auslöst oder anstößt. Bleibt der Gedanke aber in dir drin oder bloß ein Streifen Stoff an einem Baum und kennt ihn niemand außer dir und den Göttern, dann kann auch niemand ihn benutzen, um dich zu lenken."
S. 320


Der Schreibstil der Autorin ist sehr speziell und man muss sich anfangs sehr daran gewöhnen. Teilweise ist er beinahe poetisch, geprägt von Wortneuerfindungen, an anderen Stellen wirkt er sehr derb und einfach gestrickt, manchmal auch sehr kindisch. Insgesamt gibt es sehr viele Wiederholungen und Aufzählungen, es gibt zum Beispiel ein Kapitel, das nur aus einer Aufzählung der Wörter besteht, die die Protagonistin kennt. Teilweise hat mir der Schreibstil gut gefallen, teilweise fand ich ihn aber auch sehr, sehr anstrengend. 



„Es ist tiefstenachtstill. Keiner traut sich zu atmen, nicht mal die Kinder."
S. 85


Miroloi, das ist der Name für das Totenlied, das jedem Mitglied der Gemeinde nach dem Tod von den Frauen gesungen wird. Da die namenlose junge Frau aber kein Mitglied dieser Gemeinschaft sein darf, schreibt und singt sie sich ihr Miroloi selbst - das Ergebnis ist dieses Buch. Ein Lied in 128 Strophen über ihr Leben, über ihren Mut, sich gegen die Regeln zu stellen, über ihre Angst, über die Unterdrückung, die Schläge, die Gewalt, die Hierarchie, die Männer die alle Regeln aufstellen und über all diejenigen, die sich nicht daran halten. Das Mädchen erzählt von ihrem Leben, ihrer Kindheit, aber auch von ihrem Finder, einem alten Mann, der eigentlich immer gut zu ihr war und ihr viele Freiheiten gelassen und sogar verbotene Dinge beigebracht hat, von Mariah, die wie eine Mutter für sie war und von Sofia, ihrer einzigen Freundin. Sie erzählt von Yael, dem hübschen Betschüler, in den sie sich verliebt, obwohl sie das nicht darf und wie sie nach und nach immer mehr zu sich selbst findet, mehr Freiheiten fordert und gleichzeitig die Freiheiten der Frauen auf der Insel immer weiter eingeschränkt werden. 
Die Story ist düster, bedrückend und berührend. Sie macht wütend und zornig und es gibt nur wenig Schönes. Man leidet mit der Protagonistin mit, die wirklich sehr viel erlebt hat und erleiden muss und man hofft zusammen mit ihr auf ein neues, besseres Leben. Gleichzeitig fragt man sich, ob es so eine Gesellschaft wirklich (immer noch) gibt oder geben könnte und wie viel man selbst ertragen könnte, bevor man sich wehrt. 
Die Story ist einerseits spannend, zieht sich stellenweise aber auch sehr. 



„Die Gesetze regeln wirklich alles. Ab wann die Mädchen das rote Band um die Taille tragen dürfen. Wie sie die Haare tragen sollen. Ab wann sie heiraten und wie viele Kinder sie haben dürfen, nach dem dritten ist Schluss. Der dritte Sohn muss Betmann werden, die dritte Tochter die Eltern versorgen. Bei allem entscheidet der Ältestenrat mit. Auch welcher Mann zu dir passt zum Beispiel. Wie lang unsere Kleider sein müssen auch. Welches Amt zu dir passt, wenn du ein Junge bist. Dass Jungs und Männer Hemd un Hose tragen müssen, nicht kochen und nicht singen dürfen, jedes weibische Verhalten ihnen verboten ist. Die Gesetze stecken in allem drin, in jedem noch so kleinen Fetzen deines Lebens."
S. 87


Schade fand ich zum einen, dass das Ende einen doch recht ratlos zurücklässt - ähnlich wie The Handmaid´s Tale, wobei ich dort das Ende deutlich passender fand als hier. Auch dass nie geklärt wurde, woher das namenlose Mädchen kam, ist seltsam - wie kann es sein, dass in einem Dorf, in dem man absolut NICHTS verheimlichen kann, plötzlich ein Baby auftaucht? Es kann also kaum eine Frau oder ein Mädchen aus dem Schönen Dorf gewesen sein, oder? Aber wie hätte jemand unbemerkt auf die Insel kommen können, um ein Baby dort abzulegen, ohne dass er gesehen wird? Das - und noch ein paar andere Punkte - wirkten auf mich irgendwie unstimmig und ließen mich etwas unbefriedigt zurück.



Fazit


Einerseits eine düstere, beunruhigende und bedrückende Dystopie über eine junge Frau, die sich immer mehr selbstbehauptet und viel erleiden muss, andererseits bleiben auch (zu) viele Fragen offen und die Sprache ist leider oft zu gewollt poetisch und gleichzeitig sehr naiv und einfach und insgesamt doch sehr gewöhnungsbedürftig. Feministische, verzweifelte Literatur über das Patriarchat, die zwar durchaus ihre Schwächen, aber dennoch eine Chance verdient hat!