Sonntag, 30. Mai 2021

[DIY] Regenbogen-Fisch | Kommunions-Karte mit Transparentpapier

[DIY] Regenbogen-Fisch | Kommunions-Karte mit Transparentpapier


 
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Was ihr benötigt:

  • Fliederfarbene Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Tonkarton in etwa 14 verschiedenen (Regenbogen-) Farben
  • Transparentpapier
  • Stempel Kommunion
  • Stanze Fisch
  • Stanze Kreis
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Halbperlen
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen
  • Tesa

[DIY] Regenbogen-Fisch | Kommunions-Karte mit Transparentpapier

So gehts:

  • Aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck ausstanzen / ausschneiden, sodass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. NICHT auf die Grundkarte kleben! . 
  • Aus den verschiedenen bunten Tonkartons jeweils einen Kreis ausstanzen. Diese überlappend nebeneinander auf das weiße Rechteck kleben. 
  • Darunter das Wort mit schwarzer Stempelfarbe aufstempeln. Trocknen lassen.
  • Aus dem Transparentpapier einen Streifen schneiden, der etwas länger als das weiße Rechteck ist und etwas schmaler als die Linie aus bunten Kreisen. Die überstehenden Ecken abknicken und auf der Rückseite mit Tesa befestigen.
  • Aus weißem Tonkarton den Fisch ausstanzen. Diesen mit dem Stick It! Glue Pen vorsichtig auf das Transparentpapier kleben. 
  • Das weiße Rechteck mit doppelseitigem Klebeband auf die Grundkarte kleben.
  • Mit Halbperlen verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 2. Mai 2021

[DIY] Frühlingsboten | Blumige Grußkarte mit Gold und Rosa

 

[DIY] Frühlingsboten  Blumige Grußkarte mit Gold und Rosa


[Unbezahlte Werbung durch Markennennung]

Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Motivpapier Weiß mit goldenen Punkten
  • Rosafarbener Tonkarton
  • Goldener Tonkarton
  • Stempel Spruch Dani Peuss Kartengruss
  • Stanze Blume
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Tacker
  • 6 rosafarbene Halbperlen
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen

[DIY] Frühlingsboten  Blumige Grußkarte mit Gold und Rosa



So gehts:

  • Schneidet das Motivpapier so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Einen Streifen aus dem rosafarbenen Tonkarton ausschneiden, der genauso hoch wie das Motivpapier ist, aber bedeutend schmaler. Den Spruch mit schwarzer Stempelfarbe aufstempeln. Dann das Papier mit doppelseitigem Klebeband aufkleben.
  • Aus goldfarbenem Tonkarton die Pflanze / Blume ausstanzen. Vorsichtig mit Stick It! Glue Pen betupfen, dann auf die Karte kleben. Mit dem Tacker zweimal über Kreuz festtackern. 
  • Zum Schluss jeweils drei Perlen auf das rosafarbene Papier kleben, einmal vertikal, einmal horizontal.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 1. Mai 2021

[Books] Bobbie Pyron & Karin Lindermann - Solange wir zusammen sind

 

[Books] Bobbie Pyron & Karin Lindermann - Solange wir zusammen sind


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von NetGalley und Thienemann Esslinger zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch


Titel: Solange wir zusammen sind Originaltitel: Stay Autor: Bobbie Pyron Übersetzer: Bettina Obrecht Illustrator: Karin Lindermann 
Preis: 15,00€ Genre: Kinder Format: GebundenSeitenanzahl: 320 
ISBN: 978-3-522-18549-3 Original Erscheinungsdatum: 2019 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

Hier kaufen als Buch


Ähnliche Bücher: Mein Freund Pax (Sara Pennypacker); Verloren in der Wildnis (Bobbie Pyron)

Der kleine Straßenhund ist der Lichtblick für Piper. Denn seit sie mit ihrer Familie in eine Notunterkunft ziehen musste, ist für sie nichts mehr, wie es wahr. Behutsam freundet sie sich mit ihm und seiner Besitzerin Jewel, einer Obdachlosen, an. Als Piper erfährt, dass man die beiden trennen will, setzt sie alles daran, ihnen zu helfen. Und kann dabei auf ihre neuen Freundinnen zählen.

Erster Satz


"Ich lege meinen Kopf an das alte Fenster des Überlandbusses und beobachte, wie die Welt an mir vorbeizieht."

Autorin und Illustratorin


"Bobbie Pyron studierte Psychologie und Anthropologie und ist Diplom-Bibliothekarin. Sie engagiert sich als Bibliothekarin in verschiedenen Verbänden und mochte schon immer alle Arten von Kinderbüchern. Sie lebt mit ihrem Mann in Park City, Utah."

"Karin Lindermann, geboren 1979 im Münsterland, studierte Grafikdesign mit Schwerpunkt Illustration in Münster. Seitdem arbeitet sie als freie Illustratorin von verschiedenen Orten aus. 2009-2013 war sie überwiegend im spanischen Raum (Andalusien, Mallorca) und Österreich (Salzburger Land, Südkärnten) und hat dort Malkurse für Erwachsene und Kinder gegeben. Die Basis für ihre Tätigkeit als Illustratorin liegt nun im schwäbischen Kirchheim unter Teck."


Cover und Titel


Auf dem Cover sieht man eine wunderschöne Zeichnung, auf der ein Mädchen mit roten Mantel zu sehen ist - Piper - und der kleine, wuschelige Hund namens Baby. Um sie herum sind Häuser und andere Menschen, die irgendwie grau wirken. Das Cover und auch der Titel passen hervorragend zum Inhalt des Buches.

Meine Meinung


Piper ist 12 Jahre alt als ihr Vater arbeitslos wird und sich das Leben ihrer Familie dadurch auf den Kopf stellt. Sie muss ihre Schule verlassen und auch ihr Haus müssen sie aufgeben, um an einen anderen Ort zu ziehen. Zusammen mit ihren Eltern und ihrem kleinen Bruder reist Piper durchs Land - mit den letzten, wenigen Habseligkeiten, die sie besitzen. In einer Notunterkunft finden sie ein Dach über dem Kopf und regelmäßige Mahlzeiten. Aber natürlich ist das nicht das Leben, von dem Piper immer geträumt hat. Sie vermisst ihre Freunde, ihr Zuhause und die Schule. Doch dann lernt sie Jewel, eine obdachlose Frau, und ihren süßen Hund Baby kennen. Sie freunden sich an - doch als Jewel ins Krankenhaus muss, wird Baby in ein Tierheim gebracht und wird dort an jemand fremdes vermittelt, wenn Piper das nicht verhindert! Sie und ihre neuen Freunde setzen alles daran, um Jewel und Baby wieder zu vereinen...

„Erst seit wir keine mehr haben, ist mir aufgefallen, wie finster die Welt ist, wenn so etwas Normales wie die Hoffnung fehlt."
pos. 114


Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und einfach zu lesen. Auch wenn es sich um ein Kinderbuch handelt, ist das Thema sehr ernst und alles andere als fröhlich. Es ist bedrückend, wie sehr sich Pipers Leben verändert, man spürt beim Lesen die beklemmende Atmosphäre, die die Familie umgibt und die Hoffnungslosigkeit, die viele der Obdachlosen mit sich herumtragen. Gleichzeitig gibt es aber auch die wunderschönen Momente, in denen es um Liebe, Freundschaft, Familie und Hoffnung geht. Dann kann man lachen und sich freuen und hoffen, dass doch alles gut werden wird. Das Thema Obdachlosigkeit wird kindgerecht behandelt, aber auch als Erwachsener kann man sehr viel aus dem Buch mitnehmen. 


„Die guten Dinge sind manchmal sehr klein verpackt."
pos. 1505


Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt: aus der von Piper und aus der von Baby. Hin und wieder bekommt auch Jewel ein Kapitel. Die Erzählweise ist sehr bildhaft, was die Geschichte lebendig werden lässt. Das emotionale Buch enthält viele wundervolle und wichtige Botschaften, ist unterhaltsam, zeigt aber auch auf sehr liebevolle Art und Weise, dass das Leben eben nicht immer Friede, Freude, Sonnenschein ist. Auch wenn es viele bedrückende oder traurige Momente hat, überwiegt das Gefühl von Hoffnung und man hat beim Lesen das Gefühl, in eine warme, kuschelige Decke eingehüllt zu werden. 
Die Charaktere sind alle detailliert beschrieben, besonders Piper schließt man sofort ins Herz. Sie ist unglaublich hilfsbereit, selbstlos und entschlossen und für ihr junges Alter eine sehr starke Persönlichkeit. Auch die anderen Charaktere sind wirklich toll, Baby würde man am liebsten knuddeln, die Familie von Piper zeigt einen unglaublichen Zusammenhalt, die Freundinnen von Piper sind alle ganz toll unterschiedlich und auch Jewel und die anderen Obdachlosen haben viele Facetten. 


„Lass dir nicht gefallen, dass jemand dir sagt, wer du bist, nur weil du da wohnst, wo du wohnst."
pos. 903


Ein ganz wundervoller Kinderroman über Obdachlosigkeit, Freundschaft, Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft, Familie, Engagement, Mitgefühl und Empathie. Darüber, dass man die Hoffnung niemals aufgeben darf und dass Freunde füreinander da sind - egal wie ausweglos die Situation anfangs auch scheinen mag. 

Fazit

Herzerwärmend, einfühlsam, berührend - ein Kinderroman, aus dem jeder Erwachsene auch noch was lernen kann. Die Geschichte ist traurig und wunderschön zugleich, man kann mitfühlen, hoffen, lachen und weinen. Absolute Leseempfehlung! 



Sonntag, 25. April 2021

[DIY] Was bleibt, wenn alles geht, ist die Liebe | Trauerkarte mit "Kreuz im Kreis" von Alexandra Renke

 

[DIY] Was bleibt, wenn alles geht, ist die Liebe | Trauerkarte mit "Kreuz im Kreis" von Alexandra Renke


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Was ihr benötigt:

[DIY] Was bleibt, wenn alles geht, ist die Liebe | Trauerkarte mit "Kreuz im Kreis" von Alexandra Renke

So gehts:

  • Schneidet den weißen Tonkarton so zurecht, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Aus dem grauen Motivpapier ein Quadrat ausstanzen und im oberen Drittel auf das weiße Rechteck kleben.
  • Den Spruch mit schwarzer Stempelfarbe auf das untere Dritte stempeln und trocknen lassen.
  • Den Fisch aus grauem Motivpapier ausstanzen. 
  • Das Kreuz aus weißem Tonkarton ausstanzen. Den Fisch mit grauem Faden darum binden und verknoten. 
  • Einen Kreis, der etwas größer als das Kreuz im Kreis ist, aus grauem Tonkarton ausstanzen. Ersteres vorsichtig mit Glue Pen aufkleben und gut trocknen lassen. Dann mit doppelseitige Klebeband mittig auf dem graue Quadrat befestigen.
  • Den Fisch mit einem Tropfen Kleber neben dem Spruch befestigen.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 11. April 2021

[DIY] Happy Birth-Yay | Grußkarte zum Kindergeburtstag mit Nashorn, Affe, Schildkröte und buntem Vogel

 

[DIY] Happy Birth-Yay  Grußkarte zum Kindergeburtstag mit Nashorn, Affe, Schildkröte und buntem Vogel


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Was ihr benötigt:



So gehts:

  • Schneidet den weißen Tonkarton so zurecht, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. Die farbige Stempelfarbe mit einem Schwamm etwas darauf verteilen. Trocknen lassen. 
  • Masking-Tape auf der linken Seite des Rechtecks befestigen. Auf der Rückseite mit Tesa zusätzlich ankleben. 
  • Den Spruch mit schwarzer Stempelfarbe oben aufstempeln.
  • Auf weißen Tonkarton das Motiv aufstempeln. Nach dem Trocknen colorieren, erneut trocknen lassen und dann ausstanzen. Mit 3D-Foam-Pads befestigen.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 4. April 2021

[DIY] Roséfarbene Konfirmationskarte | Grußkarte im Streifendesign

 

[DIY] Roséfarbene Konfirmationskarte  Grußkarte im Streifendesign


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Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Tonkarton in drei verschiedenen Rosé-/ Bordeauxtönen
  • Stanze Creative Depot Kreuz mit Streupünktchen
  • Stanze Konfirmation
  • Roséfarbenes Stoffband
  • Halbperlen in drei verschiedenen Rosé-/ Bordeauxtönen
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Tesa
  • 3D Foam Pads
  • Stick It! Glue Pen
[DIY] Roséfarbene Konfirmationskarte  Grußkarte im Streifendesign

So gehts:

  • Schneidet den weißen Tonkarton so zurecht, dass er etwas kleiner als die Grundkarte ist. 
  • Aus dem bunten Tonkarton drei Streifen zuschneiden, die von der Breite her genau darauf passen. Mit doppelseitigem Klebeband aufkleben.
  • Ein deutlich kleineres Rechteck aus weißem Tonkarton ausstanzen, worauf das Kreuz Platz hat. 
  • Das Kreuz ausstanzen / aufprägen. Darunter das Stoffband befestigen - auf der Rückseite mit Tesa festkleben. Das Rechteck mit doppelseitigem Klebeband auf das andere Rechteck kleben.
  • Aus roséfarbenen Tonkarton das Wort ausstanzen und mit dem Stick It! Glue Pen aufkleben. Das Rechteck auf die Grundkarte kleben.
  • Mit Halbperlen verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Sonntag, 28. März 2021

[DIY] Regenbogen-Fisch | Konfirmations-Karte mit Transparentpapier

 

[DIY] Regenbogen-Fisch | Konfirmations-Karte mit Transparentpapier


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Was ihr benötigt:

  • Weiße Grundkarte
  • Weißer Tonkarton
  • Tonkarton in etwa 14 verschiedenen (Regenbogen-) Farben
  • Transparentpapier
  • Stempel Konfirmation
  • Stanze Fisch
  • Stanze Kreis
  • Stempelfarbe Schwarz
  • Halbperlen
  • Doppelseitiges Klebeband
  • Stick It! Glue Pen
  • Tesa

[DIY] Regenbogen-Fisch | Konfirmations-Karte mit Transparentpapier



So gehts:

  • Aus dem weißen Tonkarton ein Rechteck ausstanzen / ausschneiden, sodass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. NICHT auf die Grundkarte kleben! . 
  • Aus den verschiedenen bunten Tonkartons jeweils einen Kreis ausstanzen. Diese überlappend nebeneinander auf das weiße Rechteck kleben. 
  • Darunter das Wort mit schwarzer Stempelfarbe aufstempeln. Trocknen lassen.
  • Aus dem Transparentpapier einen Streifen schneiden, der etwas länger als das weiße Rechteck ist und etwas schmaler als die Linie aus bunten Kreisen. Die überstehenden Ecken abknicken und auf der Rückseite mit Tesa befestigen.
  • Aus weißem Tonkarton den Fisch ausstanzen. Diesen mit dem Stick It! Glue Pen vorsichtig auf das Transparentpapier kleben. 
  • Das weiße Rechteck mit doppelseitigem Klebeband auf die Grundkarte kleben.
  • Mit Halbperlen verzieren. 

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 27. März 2021

[Books] John Garth - Die Erfindung von Mittelerde: Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte

 

[Books] John Garth - Die Erfindung von Mittelerde: Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von wbg Theiss zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 


Über das Buch


Titel: Die Erfindung von Mittelerde Originaltitel: The Worlds of J. R. R. Tolkien. The Places That Inspired Middle-Earth Autor: John Garth Übersetzer: Andreas Schiffmann 
Verlag: wbg Theiss 
Preis: 32,00€ Genre: Sachbuch Format: Gebunden Seitenanzahl: 208 
ISBN: 978-3-8062-4260-7 Original Erscheinungsdatum: 2020 Deutsches Erscheinungsdatum: 2021 |

Hier kaufen als Buch


Ähnliche Bücher: Tolkien und der Erste Weltkrieg (John Garth); Tolkien - Schöpfer von Mittelerde (Catherine McIlwaine); Die wirkliche Mittelerde (Arnulf Krause)


Welches sind die realen Vorbilder für die Schauplätze von Tolkiens Romanen? Welche Reisen, Mythen und Sprachen haben ihn beeinflusst? John Garth schildert, wie die fantastische Welt von Mittelerde entstand. Mehr als 100 Illustrationen, umfangreiches Archivmaterial und spektakuläre Neuaufnahmen begeistern jeden Fan. Detaillierte Karten lassen uns Tolkiens Spuren folgen. Gestützt auf sein profundes Wissen über Leben und Werk Tolkiens identifiziert der mehrfach preisgekrönte Autor John Garth die Orte, die dem Schöpfer von Mittelerde als Grundlage für Hobbiton, das Elbental von Rivendell oder die Glitzernden Höhlen von Helms Klamm dienten. Die inspirierenden Landschaften, Berge, Wälder und Seen verteilen sich über ganz Großbritannien, finden sich aber genauso in Tolkiens südafrikanischer Heimat und auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs.
         

Erster Satz

"»Viele Rezensenten«, klagte Tolkien einmal, »scheinen anzunehmen, dass Mittelerde ein anderer Planet sei!«

Autor


"John Garth studierte englische Literatur in Oxford. Er arbeitet als Journalist für verschiedene Tageszeitung, u.a. die Times und den Telegraph. Zuletzt erschien von ihm Tolkien und der Erste Weltkrieg. Das Buch wurde mehrfach ausgezeichnet."



Cover und Titel


Das Cover zeigt eine großformatige Illustration, wie man sie in Massen innerhalb des Buches findet. Dadurch weiß man sofort, was einen erwartet. Titel und Cover passen hervorragend zum Inhalt. 

[Books] John Garth - Die Erfindung von Mittelerde: Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte



Meine Meinung


Tolkiens Erzählungen rund um Mittelerde, Mordor, dem Auenland, den Hobbits, Elben, Orks und Zwergen, Gandalf, Frodo, Bilbo und Saruman sind legendär. Auch über das, was ihn dazu inspiriert hat, wurde schon viel geschrieben und philosophiert - welche Mythen und Geschichten beeinflussten ihn? Welche Orte gaben ihm die Ideen zu seiner neuen Welt? Auf welche Art prägte ihn der 1. Weltkrieg? Über all das gibt es bereits Bücher, aber dieses hier kombiniert all das. Die Orte, Geschichten und Erlebnisse, die Tolkien zu Mittelerde inspirierten, verbunden mit zahlreichen Illustrationen und Fotografien - Bilder, die Tolkien selbst gezeichnet hat, alte Landkarten, Fotos des Autors und seiner Familie und so viel mehr. 

Der Fokus liegt auf den Orten, jedoch erfährt man auch sehr vieles über andere Inspirationsquellen. Sicher, es ist kein komplett umfassendes Werk, das einfach alle Inspirationen enthält, aber das wäre wohl auch zu viel verlangt. Stattdessen bekommt man hier alte und neue Erkenntnisse in einer wundervollen Aufmachung dargeboten. Man sollte jedoch wissen, dass es sich hier vielmehr um eine Art Sachbuch handelt, der Schreibstil ist recht wissenschaftlich und sachlich und man bekommt geballtes Wissen auf den 208 Seiten. Dadurch lässt sich das Buch nicht unbedingt "an einem Stück verschlingen", man genießt es vielmehr immer wieder ein bisschen. 

Das Buch ist schön strukturiert gegliedert und konzentriert sich vor allem auf geografische Besonderheiten. So gibt es ein ganzes Kapitel über England und die Parallelen und Unterschiede zum Auenland. Dabei erfährt man auch einiges über Tolkiens Kindheit, Jugend und jungem Erwachsenenleben. Auch Gewässer bekommen viel Platz: es werden Flüsse, Seen und Meere mit Tolkiens Geschichten verwoben. Im letzten Drittel des Buches geht es dann etwas weniger um die geografischen Besonderheiten und mehr um die Handlung von Mittelerde. Hier erfährt man viel darüber, wie bestimmte Erlebnisse und Entdeckungen ihn und seine Geschichten geprägt haben. Welche Einflüsse hatte der Krieg und welche die damalige Industrie? 

Die 208 Seiten sind wirklich vollgepackt mit Wissen und Informationen, die für jeden Tolkien-Fan äußerst interessant sein dürften. Zusammen mit der wundervollen Ausstattung des Buches und den unglaublich vielen Bildern ist dieses Buch ein Muss für jeden Fan. 

[Books] John Garth - Die Erfindung von Mittelerde: Was Tolkien zu Mordor, Bruchtal und Hobbingen inspirierte


Fazit


Folgendes sollte man bei diesem Buch wissen: Es ist keine Biografie von Tolkien, man erfährt zwar hier und da ein bisschen etwas über sein Leben, aber der Fokus liegt auf Orten. Zweitens: Es ist ein Sachbuch und somit nicht unbedingt zum schnellen durchlesen geeignet. Mit Die Erfindung von Mittelerde bekommt man geballtes Wissen und wundervolle, zahlreiche Bilder - ein Buch, das die Herzen von Tolkien-Fans höher schlagen lassen dürfte, denn es ist anspruchsvoll umgesetzt, hat eine wunderschöne Aufmachung und ist einfach unglaublich interessant! 



Samstag, 20. Februar 2021

[Books] Robert Galbraith - Böses Blut (Cormoran Strike #5)

 

[Books] Robert Galbraith - Böses Blut (Cormoran Strike #5)


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von Lovelybooks und Blanvalet zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

Über das Buch


Titel: Böses Blut Originaltitel: Troubled Blood Autor: Robert Galbraith Übersetzer: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz Verlag: Blanvalet 
Reihe: Cormoran Strike, Teil 5/x |
Preis: 26,00€ Genre: Krimi Format: Gebunden Seitenanzahl: 1200 
ISBN: 978-3-7645-0768-8 Original Erscheinungsdatum: 2020 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

Hier kaufen als BuchEBook oder Hörbuch


Ähnliche Bücher: Weißer Tod (Robert Galbraith); Erbarmen (Jussi Adler-Olsen)

Cormoran Strike ist gerade zu Besuch bei seiner Familie in Cornwall, als er von einer Frau angesprochen wird, die ihn bittet, ihre Mutter, Margot Bamborough, ausfindig zu machen, die 1974 unter mysteriösen Umständen verschwand. Strike hat es noch nie mit einem Cold Case zu tun, geschweige denn mit einem, der bereits vierzig Jahre zurückliegt. Doch seine Neugier ist geweckt, und so fügt er der langen Liste an Fällen, die er und seine Geschäftspartnerin Robin Ellacott gerade in der Detektei bearbeiten, noch einen hinzu. Robin selbst hat mit einer hässlichen Scheidung zu kämpfen - und dann natürlich mit ihren Gefühlen für Strike... Strikes und Robins Nachforschungen zu Margots Verschwinden führen sie auf die Fährte eines vertrackten Falls, und sie merken, dass sich selbst Verbrechen, die schon Jahrzehnte alt sind, als tödlich herausstellen können...         

Erster Satz


"»Du bist ein echter Cornishman, in Cornwall geboren und aufgewachsen.«, sagte Dave Polworth gereizt."


Autorin


"Robert Galbraith ist das Pseudonym von J.K. Rowling, Autorin der Harry-Potter-Reihe und des Romans Ein plötzlicher Todesfall. Die ersten vier Cormoran-Strike-Romane, Der Ruf des Kuckucks, Der Seidenspinner, Die Ernte des Bösen und Weißer Tod erklommen die Spitzenplätze der internationalen Bestsellerlisten und wurden für BBC One als große TV-Serie verfilmt, produziert von Brontë Film and Television."


Cover und Titel


Das Cover zeigt zwei rennende Gestalten, eine männlich, eine weiblich - also vermutlich Strike und Robin - im Licht einer altmodischen Straßenlaterne und im strömenden Regen. Die Farben sind düster-blau und es wirkt mysteriös, aber auch harmonisch. Der Titel und das Cover passen gut zum Inhalt des Buches.

Meine Meinung


Cormoran Strike hat alle Hände voll zu tun: Fälle warten auf die Aufklärung, seine Tante Joan hat Krebs und braucht während der Chemotherapie Unterstützung - und dann ist da noch Anna, die ihn darum bittet, das Verschwinden ihrer Mutter Margot Bamborough zu untersuchen. Das Problem: sie ist 1974 unter mysteriösen Umständen verschwunden und nie wieder aufgetaucht. Strikes Neugier ist geweckt und zusammen mit Robin macht er sich auf die Suche nach neuen Beweisen, Augenzeugen und Unstimmigkeiten in den damaligen Ermittlungen...


„Insofern waren die Rosen nicht nur für Joan, sondern auch eine Botschaft an ihn: Du bist nicht allein, sagten sie ihm, du hast dir etwas aufgebaut, und obwohl es zugegebenermaßen nicht die Familie ist, gibt es doch Menschen, die auf dich warten."
S. 733


Die große Stärke des Buches? Der flüssige und angenehme Schreibstil von Rowling. Sie schafft es immer wieder, Welten zu erschaffen und Leser*innen darin gefangen zu nehmen. Auch der Fall selbst hat schöne Momente, denn es ist interessant zu sehen, wie nach 40 Jahren neue Beweise gefunden werden können, alte "Beweise" sich als Lügen herausstellen und sich so langsam ein völlig neues Bild zusammensetzt.
Außerdem geht es dieses Mal auch viel um Zwischenmenschliches: die krebskranke Tante, die Scheidung von Robin, die unterdrückten Gefühle zwischen Robin und Strike... Das ist schön, mitzuverfolgen. Zumindest meistens. 

„Jeder in diesem Zimmer hat schon mal etwas gesagt oder getan, was er im Nachhinein bitter bereut hat. Jeder von uns."
S. 561


Denn damit kommen wir schon zu den Schwächen des Wälzers - zumindest das, was ich persönlich als solche empfinde. Zum einen wäre da die schiere Endlosigkeit des Buches. 1200 Seiten! Als ich den Krimi ausgepackt habe, bin ich aus allen Wolken gefallen - so dick hatte ich es nicht erwartet. Und ich liebe dicke Bücher, keine Frage! Aber hier hätte man wirklich vieles einsparen können. Gerade zu Beginn hatte ich oft das Gefühl, ständig auf der Stelle zu treten, einfach nicht vorwärtszukommen... Endlose, detaillierte Beschreibungen der Umgebung, lange Gespräche (die meistens in einer Kneipe stattfinden) - und dann eben sehr oft Privates, was mich oft interessierte, mich aber irgendwann auch denken ließ: "Kann ich jetzt bitte mal etwas über denn Fall erfahren? Ich habe 300 / 400 / 700 Seiten hinter mir und das Gefühl, nichts zu wissen!". Es hat sich teilweise einfach seeeeehr lange gezogen, auch wenn der Cold Case an sich sehr interessant und spannend war. 
Es war schlichtweg zu viel. Zu viel von allem: Zu viele Seiten. Zu viel Handlung. Zu viele Personen mit zu vielen Hintergrundgeschichten. Ich hatte nach einer Weile ein Gefühl von Überforderung i.S.v. "Wer war das jetzt nochmal? Welche Rolle spielt der oder die? Was hat das mit dem zu tun? Welcher Vorname gehört zu welchem Nachname und welchem Kosename?". Das war anstrengend. Ermüdend. Und hat mir den Spaß am Lesen des Buches genommen. 

„Wieso verlangten diese Männer von ihr, dass sie deren schmutzige Geheimnisse für sich behielt?."
S. 447


Mehrmals war ich versucht, das Buch einfach wegzulegen. Warum ich es trotzdem - ja mich manchmal geradezu durchgequält habe? Wegen des Vorwurfs, dass das Buch transphob sei. Die Äußerungen von J. K. Rowling auf Twitter & Co. halte ich ohne Zweifel für transfeindlich, aber ist es das Buch auch? Gekauft hätte ich es mir nicht, weil ich die Autorin nicht weiter unterstützen möchte, aber als ich das Buch zufällig auf Lovelybooks sah, wollte ich mir dann doch selbst ein Bild machen. 
Es geht also um den Serienmörder Dennis Creed, ein Psychopath, der mehrere Frauen vergewaltigt und brutal ermordet hat. Er konnte sie überwältigen, indem er sich als Frau verkleidete und so harmlos wirkte. Es wird nicht weiter erläutert, ob Creed Transgender oder queer ist, seine Figur ist einzig und allein darauf ausgelegt, seine Opfer durch die Verkleidung in Sicherheit zu wiegen. Ohne Rowlings vorherigen Aussagen wäre dieser Charakter wohl nicht weiter erwähnenswert, aber so ist er es. Denn ja, im Licht ihrer transphoben Kommentare sieht man Creed anders. Ich habe ihn selbst nicht als Transgender gelesen, eher so, dass er es ausnutzt, seine Opfer zu täuschen. Und das wiederum kann ein schlechtes Licht auf trans Menschen werfen, die ihre Identität leben, während Creed diese ausnutzt wie ein Kostüm, eine Rolle, die er spielt, um damit Schaden anzurichten. Das schürt Angst. Fördert Klischees und Vorurteile. Und ist verletzend. 
Die Romanfigur Dennis Creed für sich genommen ist meines Empfindens nach nicht transfeindlich, aber zusammen mit Rowlings Aussagen ist sie mehr als bedenklich. 

Fazit


Interessanter Cold Case-Fall, aber leider sehr, sehr langatmig. Auch wenn der Fall selbst spannend und der Schreibstil von Rowling wie immer toll zu lesen war, konnte beides die Langatmigkeit nicht rausreißen. Außerdem ist die Figur von Dennis Creed in Kombination mit Rowlings Aussagen sehr kritisch zu betrachten.


Sonntag, 14. Februar 2021

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag

 

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag


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Der Valentinstag ist da! Ich persönlich kann mit diesem Tag ja ehrlich gesagt nicht viel anfangen, aber diese Karte eignet sich ja auch wundervoll für den Jahrestag oder einfach so, um einem Menschen zu sagen, dass man ihn liebt. Wie handhabt ihr das: Valentinstag yay oder nay? 

Was ihr benötigt:


[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag

[DIY] Ewig dein Ewig mein Ewig uns | Karte zum Valentinstag & Jahrestag


So gehts:

  • Schneidet den weiße Tonkarton so zurecht, dass es etwas kleiner als die Grundkarte ist. Mit doppelseitigem Klebeband befestigen. 
  • Stencil darauflegen und mit beigem Stempelkissen und Schwamm den gewünschten Bereich einfärben. Trocknen lassen.
  • Auf weißen Tonkarton den Pinguin und den Brief aufstempeln. Trocknen lassen, dann colorieren und erneut trocknen lassen. Danach vorsichtig ausschneiden und aufkleben. 
  • Den Spruch mit brauner Stempelfarbe auf die Karte stempeln.
  • Die Holzherzen mit Glue Pen auf die Karte kleben.

Viel Spaß beim Nachbasteln!

Samstag, 13. Februar 2021

[Books] Candice Carty-Williams - Queenie

 

[Books] Candice Carty-Williams - Queenie


*Werbung / Rezensionsexemplar: Das Buch wurde mir kosten- und bedingungslos von NetGalley und Blumenbar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank! 

TRIGGERWARNUNG: Dieses Buch und die dazugehörige Rezension enthalten die Themen sexuelle Gewalt, Depressionen, Missbrauch, Vergewaltigung und Fehlgeburt


Über das Buch


Titel: Queenie Originaltitel: Queenie Autor: Candice Carty-Williams Übersetzer: Henriette Zeltner-Shane | Verlag: Blumenbar Aufbau Verlag 
Preis: 14,99€ Genre: Drama Format: eBook Seitenanzahl: 544 
ISBN: 978-3-8412-2587-0 Original Erscheinungsdatum: 2019 Deutsches Erscheinungsdatum: 2020 |

Hier kaufen als BuchEBook oder Hörbuch


Ähnliche Bücher: Mädchen, Frau etc. (Bernardine Evaristo); Gespenster (Dolly Alderton)

Queenie ist ein Naturtalent. Darin, sich Ärger einzuhandeln. In der Zeitungsredaktion, in der sie arbeitet, mit ihrer jamaikanischen Familie, mit ihrem braven weißen Langzeifreund. Als ihre Beziehung zerbricht ("Wir machen eine Pause"), sucht Queenie Trost in all den düsteren Ecken, die die Datinghölle des dritten Jahrtausend zu bieten hat. Sie trifft eine falsche Entscheidung nach der anderen und die Welt schaut ihr zufrieden dabei zu: ist denn von jungen (schwarzen) Frauen was anderes zu erwarten? Eben. Als man schon kaum mehr hinschauen kann, stellt sich Queenie endlich ihrem Leben und den dazugehörigen Fragen: Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Und mich in ihr ein bisschen glücklicher? Ein gnadenlos ehrlicher Roman der jede*n begeistern wird, der schon einmal nach der wahren Liebe gesucht und stattdessen etwas viel Aufregenderes gefunden hat.


Erster Satz

"In den Steigbügeln. Wünschte, du wärst hier..."


Autorin


"Candice Carty-Williams, geboren 1989, ist das Resultat einer Affäre zwischen einem jamaikanischen Taxifahrer, der kaum mal was sagt, und einer Jamaikanisch-Indischen Rezeptionistin mit Lese-Rechtschreibschwäche, die jeden Tag mehr sagt als alle anderen Menschen auf der Welt. Sie ist Journalistin und Drehbuchautorin, ihre Texte erschienen u.a. im Guardian, in der Vogue und der Sunday Times. Queenie ist ihr erster Roman, war ein großer Bestseller in England und vielfach für Literaturpreise nominiert. Candice Carty-Williams lebt in South London."


Cover und Titel


Das apricotfarbene Cover zeigt eine Frau mit aufgesteckten Braids und einem großen goldenen Ohrring. Es wirkt schlicht und gleichzeitig ansprechend. Sowohl Cover als auch Titel passen gut zum Inhalt des Buches.


Meine Meinung


Als ihr Freund Tom eine Auszeit von ihr möchte, ist Queenie am Boden zerstört und verliert völlig den Halt. Immer wieder schreibt sie ihm, will sich mit ihm versöhnen, doch er weißt sie immer und immer wieder ab - allen außer ihr selbst ist klar, dass die Beziehung längst endgültig zu Ende ist. Und währenddessen gerät Queenies Leben immer weiter aus den Fugen. Um sich zu trösten, hat sie Sex mit Männern, die ihr eigentlich nur weh tun, ihren Job macht sie mehr schlecht als recht, ihre Freundinnen vernachlässigt sie und insgesamt gerät sie immer weiter in eine Abwärtsspirale. 


„Wenn wir alle gelernt hätten, über unsere Sorgen zu reden, dann würde vielleicht auf dem ganzen Weg bis ins Grab nicht so viel auf unseren Schultern lasten."
pos. 4707


Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und einfach zu lesen. Man merkt bereits auf den ersten Seiten, dass sie versucht, die Themen humorvoll zu verpacken, aber oft genug blieb mir das Lachen wortwörtlich im Halse stecken. Denn ich empfand das meiste, was in diesem Buch erzählt wurde nicht im entferntesten lustig oder amüsant. Denn hauptsächlich geht es um Rassismus (viel), Missbrauch (sehr viel), Demütigung (sehr viel), Vergewaltigung (sehr viel) und Depressionen (sehr viel). Also nicht gerade Themen, über die Lachen kann - oder will. 


„Was stimmte bloß nicht mit mir? Ich wünschte, mir wäre damals genug an mir selbst gelegen, um wenigstens zu versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu finden."
pos. 2434


Die Protagonistin Queenie empfand ich als sehr naiv, manchmal beinahe gefühlskalt, dann wieder überzogen sensibel. Sie erfährt zum Beispiel gleich am Anfang dass sie schwanger war und eine Fehlgeburt hatte, was sie aber seltsam kalt lässt - eigentlich verschwendet sie kaum einen Gedanken daran. Gleichzeitig dreht sie aber völlig durch, weil ihr (Ex-) Freund Tom ihr nicht antwortet. Die Hälfte bis etwa 2/3 des Buches konnte ich Queenies Verhalten einfach nicht nachvollziehen. Sie wirkte auf mich zum einen kindisch und naiv gleichzeitig trotzig und etwas überheblich. Sie weiß, dass ihr Verhalten falsch ist - in jeglicher Hinsicht. Dass sie sich von Männern falsch behandeln lässt, obwohl sie das eigentlich nicht möchte. Dass sie wiederum ihre Freundinnen falsch behandelt. Aber sie ändert nichts daran, obwohl ihr von allen Seiten (ihre Freundinnen, die Frauenklinik etc.) Hilfe angeboten wird. Sie reagiert trotzig und beleidigt, als sie von der Krankenschwester gefragt wird, ob sie von ihrem Partner misshandelt wird und ihr später eine Therapie empfiehlt und auch, wenn ihre Freundinnen ihr vorschlagen, doch mal auf Männer zu verzichten. Sie lässt sich weiter von verschiedenen Männern ungeschützt zu Sex drängen, wird dabei immer wieder aufs neue körperlich (psychisch natürlich auch) verletzt und hat dadurch ständig Probleme, weil sie Schmerzen hat. Dennoch scheint sie nichts daraus zu lernen . und zwar so lange nicht, dass ich schon versucht war, das Buch wegzulegen, weil ich dieses selbstzerstörerische Verhalten nicht mehr ertragen konnte. Erst im letzten Drittel sieht Queenie ein, dass sie Hilfe annehmen muss und beginnt eine Therapie. Ihre Depression wird gut beschrieben und auch der Heilungsprozess selbst - der immer wieder Höhen und Tiefen hat. Es wird gut dargestellt, dass es nicht immer vorwärts geht und man plötzlich nach kürzester Zeit auf wundersame Art geheilt ist, sondern dass so etwas Zeit braucht und kurzzeitige Rückschläge mit dazugehören und hilfreich sein können. Diesen Teil des Buches fand ich positiv und lesenswert. 

Die Freundinnen von Queenie - vor allem Darcy und Kyazike - fand ich sehr sympathisch und unglaublich geduldig. Nicht viele hätten so lange zu Queenie gehalten nachdem sie sich ihnen gegenüber so verhalten hat. Solche Freundinnen im Leben zu haben ist unglaublich viel wert! 


„Wisst ihr, was die wollen? Die wollen, dass es zu Ausschreitungen kommt, dass wir Chaos und Verwüstung anrichten, die wollen, dass wir alles niederbrennen. Aber wisst ihr, was ich sage? Das ist kein Aufstand, sondern ein Aufstehen. Und wir werden mit dem Aufstehen weitermachen, bis wir die Gerechtigkeit bekommen, die wir verdienen."
pos.3480


Erwartet hatte ich einen Roman über Rassismus - und sicher, dieser spielt durchaus eine Rolle, aber weitaus weniger als gedacht. Queenie ist immer wieder typischem Alltagsrassismus ausgesetzt, will sich dagegen wehren, weiß aber irgendwie nicht so richtig wie. Ihre Freundin Kyazike geht auf Black-Lives-Matter-Demos und engagiert sich, Queenie traut sich kaum unter Menschen. Sie bekniet ihre Chefin in der Zeitung, dass sie Berichte über BLM oder die Polizeigewalt und erschossenen schwarzen Jugendlichen schreiben darf, was ihr zuerst verwehrt wird - dann darf sie endlich und sie bekommt nicht einmal eine grobe Idee zustande. Nur selten findet sie den Mut, für ihre Überzeugungen einzustehen. Im Vergleich zur sexuellen Gewalt geht das Thema Rassismus aber förmlich unter - und das hatte ich eben nicht erwartet in diesem Buch.  


„Gehört das dazu, wenn man eine erwachsene Frau wird? Dass man sexuelle Belästigung einkalkuliert und entsprechende Vorkehrungen trifft?"
pos. 6037

Fazit


Das letzte Drittel des Buches hat mir sehr gut gefallen, der Rest leider nur mittelmäßig. Es wurde sehr wichtige Themen angesprochen, aber leider hat mir die Umsetzung nicht so zugesagt. Mit Queenie kam ich einfach nicht zurecht, sie war mir zu naiv, zu trotzig und zu gefühlskalt, weswegen es für mich nicht einfach war, mit ihr mitzufiebern. Gleichzeitig war mir der Teil des Buches zu lang, in dem sie sich völlig gehen lässt ohne jegliche Einsicht. So ging es ca. 2/3 um völlige Selbstzerstörung und 1/3 um Therapie und leichte Rassismusbekämpfung. Auch hat mich überrascht, dass es im Buch hauptsächlich um sexuelle Gewalt ging und der Rassismus im Vergleich eine eher untergeordnete Rolle spielte. Und bitte, bitte, bitte, liebe Verlage, schreibt endlich TRIGGERWARNUNGEN in solche Bücher!!!! 



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