Freitag, 3. März 2017

[Film Friday] Ein ganzes halbes Jahr

[Film Friday] Ein ganzes halbes Jahr




Allgemein


Titel: Ein ganzes halbes Jahr
OriginaltitelMe Before You
Erscheinungsjahr2016
DrehbuchJojo Moyes 
RegieThea Sharrock
Nach dem Buch von: Jojo Moyes
Filmproduktion: Warner Bros
Laufzeitca. 110 Minuten
FSK: ab 12 Jahren
Darsteller: Emilia Clake, Sam Claflin, Brendan Coyle, Jenna Coleman, Matthew Lewis
Genre: Drama

Kaufen? DVDBluRaySoundtrackBuch


Worum geht's

"Manchmal entführt uns die Liebe in Richtungen, die wir uns überhaupt nicht vorstellen können. Louisa "Lou" Clark wohnt in einer ländlichen Gegend Englands. Ihre übliche fröhliche Art wird mit ihrer neuen beruflichen Herausforderung erstmals auf eine harte Probe gestellt: als Pflegerin und Begleiterin von Will Traynor, der seit einem Unfall an den Rollstuhl gefesselt ist und seine jetzige Existenz als sinnlos empfindet. Doch Lou nimmt sich vor, Will zu beweisen, dass sich das Leben weiterhin lohnt: Gemeinsam lassen sie sich auf eine Abenteuertour ein, die sie allerdings so nicht geplant haben... Wie sich ihr Leben - und ihre Herzen - unter diesen Umständen verwandelt, hätten sich beide niemals träumen lassen."





Darsteller

Emilia Clarke: Die Hauptrolle der Lou wurde mit Emilia Clarke besetzt, den meisten wohl bekannt aus Game of Thrones. Sie konnte das etwas naive, fröhliche und liebenswürdige Mädchen wirklich gut verkörpern, auch wenn mir ihre Augenbrauen manchmal etwas Angst einjagten... Dennoch war die junge Schauspielerin eine hervorragende Wahl, denn der Wirbelsturm aus Fröhlichkeit und Lebensfreude spielt sie mit einer tiefen Inbrust der Überzeugung.

Sam Claflin: Er spielt Will Traynor und schaffte es, der Hauptfigur die nötige Tiefe zu verleihen und den Tetraleptiker sehr glaubwürdig und authentisch darzustellen. Außerdem besitzt Sam Claflin viel Charisma und man verliebt sich sofort selbst in den etwas störrischen Will. 



Zitate


"Menschen kann man nicht ändern." - "Was kann man dann tun?" - "Sie lieben..." 

"Sie leben nur einmal und Sie haben die Pflicht, es in vollen Zügen zu genießen!"

"Er hasst mich! Jedes Mal, wenn ich etwas sage, sieht er mich an, als wäre ich bescheuert!" - "Fairerweise muss man sagen, du bist ziemlich bescheuert..." - "Ja, aber das weiß er doch noch nicht!"

"Ich will dass er lebt. Aber nur, wenn er leben will."




Meine Meinung

Bereits vom Buch war ich ja schon restlos begeistert (die Rezension könnt ihr hier nachlesen), daher war natürlich sofort klar, dass ich mir auch den Film ansehen musste! Buchverfilmungen sind für mich immer eine etwas heikle Sache, weil die Erwartungen sehr hoch sind, wenn man die literarische Vorlage richtig gut fand, aber ich versuche, den Film und das Buch etwas getrennt voneinander zu sehen und ohne zu hohe Erwartungen ran zu gehen. 

Mit der Darsteller-Auswahl war ich bereits beim Trailer durchaus zufrieden. Da ich kein Game of Thrones schaue, kannte ich die Hauptdarstellerin Emilia Clarke vorher nicht, dafür aber Sam Claflin (Tribute von Panem), Brendan Coyle (Downton Abbey), Matthew Lewis (Harry Potter) und natürlich Clara Oswald. Äh Jenna Coleman (Doctor Who) meine ich natürlich... ;) Ich fand es total schön, so viele bekannte Gesichter wiederzusehen. 
Emilia Clarke und Sam Claflin brachten die richtige Chemie mit und spielten hervorragend zusammen. 

Der Film hält sich sehr nah am Buch, was mir gut gefallen hat. Dass Jojo Moyes selbst am Drehbuch mitgeschrieben hat, war dafür sicherlich sehr hilfreich. Viele Passagen sind sogar wörtlich wiedergegeben und die berührendsten Momente sind auch im Film mehr als gelungen dargestellt. Hat man einmal begonnen zu weinen, wollen die Tränen gar nicht mehr aufhören zu fließen. Der Film nimmt einen wirklich mit und bleibt lange im Gedächtnis. Trotzdem sollte man das Buch natürlich auf jeden Fall lesen, denn das ist noch viel, viel besser ;) 

Mal ganz abgesehen davon bin ich VERLIEBT in Lous Kleidung! Diese Schuhe! Der Hammer! Genau so hab ich mir Lous Outfits immer vorgestellt, etwas verrückt, verspielt und einfach zauberhaft. Auch der Soundtrack ist sehr gelungen und es sind viele namhaften Künstler darauf vertreten, allen voran natürlich Ed Sheeran mit "Photograph", aber auch Imagine Dragons oder X-Ambassadors dürften den meisten ein Begriff sein. 

Die Thematik des Filmes enthält natürlich viel Stoff für Diskussionen, immerhin geht es um Leben und Tod und die Entscheidung, sein Leben zu beenden. Ich persönlich bin absolut für Sterbehilfe, denn man sollte selbst über sein Sein bestimmen können. Wenn ich gesund bin und dennoch nicht mehr leben will, dann kann ich selbst dafür sorgen, dass es endet. Aber was, wenn ich das nicht mehr kann? Was, wenn ich nicht mehr in der Lage bin, mein Leben zu beenden, obwohl ich mir nichts sehnlicher wünsche? Dieser Film behandelt die Seite, dass sich jemand für das Sterben entscheidet. Und viele haben sich genau darüber aufgeregt. Weil das die Menschen ja herabstufen würde. Weil der Film behaupten würde, dass das Leben mit einer Behinderung nicht lebenswert ist. Aber ich empfand das genau Gegenteil. Lou zeigt Will, wie schön das Leben sein kann. Aber manchmal ist das nicht genug. Manchmal reicht es einfach nicht. Aber das bedeutet nicht, dass das Leben nicht trotzdem lebenswert sein kann. Ich denke, jeder Mensch sollte selbst entscheiden können, weil wir eben alle verschieden sind. Manche sind scheinbar gesund, haben scheinbar alles - und sind trotzdem zutiefst unglücklich. Andere haben scheinbar gar nichts und könnten glücklicher nicht sein. Und das ist in Ordnung. Wir sind alle verschieden, aber genau deshalb sollten wir auch alle selbst entscheiden dürfen. 



Fazit

Ein rührender, toll gespielter Film der zu Tränen rührt, aber auch zu Diskussionen anregt. Eine wirklich gute Verfilmung von einem grandiosen Buch, die ich mir sicherlich noch öfter anschauen werde. 





Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen