Dienstag, 16. Juni 2015

[Blogparade] Eure besten und erfolgreichsten Blogartikel!



Auf dem Blog Weltenwanderer (klick!) habe ich eine tolle Blogparade von Cloudworkers (klick!) entdeckt. Ich finde die Idee dahinter total super, da man sich selbst von anderen Bloggern vielleicht ein paar Tipps sichern kann oder Blogger-Anfänger oder Neustarter der Start erleichtert wird. Virtueller Erfahrungsaustausch. Vernetzung. Ganz tolle Sache :) 

Wenn ihr auch noch mitmachen wollt: ihr habt Zeit bis zum 18.06.15! Also ranhalten und losschreiben :) 

Bei der Blogparade geht es um den besten bzw. erfolgreichsten Blogartikel. Ich muss gestehen, ich habe die Statistiken meines Blogs nicht unbedingt im Auge, ab und zu gucke ich ganz gerne, aber doch eher selten und unregelmäßig. Sollte ich vielleicht mal ändern. Umso gespannter war ich natürlich auf das Ergebnis, und sie da: Mein mit Abstand beliebtester Blogpost kommt aus dem Bereich Gedankenkiste! 

1. Welcher eurer Blogartikel ist der beliebteste? 

Mein beliebtester Blogartikel mit 6200 Klicks ist mein Gedankenkiste-Artikel Motivation und die Frage nach dem Wie. Ich gebe zu, ich finde es eigentlich ganz schön, dass es ein sehr persönlicher Artikel auf den Siegerposten geschafft hat anstelle von bloßen Reviews oder ähnlichem. In meine Gedankenkiste-Posts stecke ich viel Herzblut und es ist nicht immer einfach, darüber zu schreiben, was man fühlt oder denkt. Ich versuche mein bestes und umso schöner ist es zu sehen, dass es dann auch gelesen wird :) 

2. Was denkt ihr ist aus eurer Sicht der Grund weshalb diese Artikel so erfolgreich wurden?

Ich denke, das ist hier ziemlich klar: Weil absolut jeder diese Situation kennt. Wir alle haben diese Zeiten im Leben, in denen nicht alles so läuft, wie geplant. Und genau darum geht es in diesem Blogartikel. Um die fehlende Motivation. Das Gefühl, nicht mehr zu können. Leer zu sein. Und einfach völlig am Ende. Veröffentlicht habe ich den Artikel im Februar 2014. Während der Prüfungszeit in meinem Studium, in der ich unter extremen Schlafstörungen gelitten habe. So wie im übrigen auch jetzt noch ;) 

"Noch weniger Schlaf, noch mehr Müdigkeit, noch mehr Kraftlosigkeit. Und noch mehr Zweifel. Meine Mum sagt immer, dass ich mir mit meinen eigenen hohen Ansprüchen selbst im Weg stehen würde. Aber ich hab nicht mal mehr die Kraft, überhaupt Ansprüche zu stellen. Mein einziger Wunsch ist, endlich zu schlafen."

Es gibt diese Zeiten, wo wir nicht mehr weiter wissen. In denen wir nur noch die Dunkelheit um uns herum und in uns sehen und kein Licht mehr. In denen wir uns völlig verloren ist. 

Ich schaff das schon! Das ist genau das, was sich jeder von uns irgendwann mal sagen muss. Sich selbst Mut machen. Sich selbst davon überzeugen. Das ist nicht immer leicht, im Gegenteil, aber anstatt in unseren Selbstzweifeln zu versinken, sollten wir es versuchen. Vielleicht scheitern wir, aber dann haben wir es wenigstens versucht! 

"Und jetzt sitze ich hier, höre dieses Lied und sinniere über meine Kindheit. Und verflixt noch mal, ich denke, es wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe! Ich bin vollkommen am Ende und ich hab keine Ahnung, wie es weiter gehen wird und wie ich es schaffen kann, aber ich werde mein Bestes geben! Ich werde das irgendwie hinbekommen. Ich, meine Motivationslieder und meine neue Motivationswand."

3. Was habt ihr dadurch gelernt bzw. für die Zukunft an Erfahrung mitgenommen?

Ich habe gelernt, dass es sich durchaus lohnt, auch über die eigenen Gefühle zu schreiben. Klar, der Großteil meines Blogs besteht aus Beauty-Reviews und Outfits. Dazu kommen Rezepte, Bücher und Filme. Alles Bereiche, die mir Spaß machen, über die ich gerne schreibe. Und die vielleicht vielen weiterhilft bei der Frage: "Kaufen? Ja? Nein?" Aber das ist eben nicht alles. Mein Leben besteht nicht aus Produkte testen und Reviews darüber schreiben. In der Sonne liegen und Bücher lesen und rezensieren. 
Die Bloggerwelt ist manchmal eine ziemlich oberflächliche Welt. Man sieht die hübschen Fotos. Das scheinbar perfekte Leben. Und ich sitze vor meinem Computer, sehe mir das an und denke nur: "Wow. Wie macht die das? Jeden Morgen SO schminken, bevor man zur Arbeit geht??? Ich bin froh, wenn ich um die Uhrzeit meine Klamotten nicht falsch herum anziehe..." Man zeigt eben nicht gerne öffentlich, wenn etwas nicht so ist, wie man es gerne hätte. Die müden Augen. Der fahle Teint. Verschmierter Lippenstift. Knittrige Kleidung. Verstrubbelte Haare. Aber auch daraus besteht mein Leben. Denn das Leben ist nicht perfekt. Und manchmal ist es sogar ziemlich scheiße. Darüber zu schreiben erfordert Mut. Öffentlich zuzugeben, durch eine Prüfung gefallen zu sein, das Studium oder die Ausbildung nicht zu schaffen, sich unsicher zu fühlen oder ähnliches - das kommt einer öffentlichen Zurschaustellung gleich. Man macht sich angreifbar. Denn es gibt genügend Menschen in dieser weiten weiten Welt des World Wide Webs, die diese Situationen schamlos ausnutzen. Dass ausgerechnet dieser Post jedoch die meisten Klicks hat - und zwar mit sehr großem Abstand bei meinem kleinen Blog - das zeigt mir, dass es das Risiko wert ist. Denn wenn ich nur einer Handvoll Menschen damit helfen konnte, wenn ich nur wenigen zeigen konnte: "Hey, ihr seid nicht allein! Kopf hoch!", dann hat es sich schon gelohnt. Dann war es das wert. Und deswegen werde ich weiter meine offenen und ehrlichen Gedankenkiste-Posts schreiben. In denen ich manchmal mein Innerstes preisgebe und mit euch teile. Aber wenn ich nur einem Menschen damit helfen kann, dann weiß ich, dass meine Entscheidung richtig war. 

4. Was würdet ihr auf eurem Blog / in euren Blogartikeln definitiv nicht mehr machen?

Puh. Klar, meine ersten Posts waren nicht sonderlich gelungen. Die Fotos waren schlecht, die Reviews nicht detailliert und ausführlich genug und überhaupt...es war eben unprofessionell. Aber mal ehrlich: Jeder muss lernen. Und jedem muss die Chance eingeräumt werden, sich zu verbessern. Und das habe ich getan. Ich habe gelernt und mich verbessert und heute mache ich detailliertere Berichte und bessere Fotos. Ich schreibe flüssiger und mehr und mein Blog hat deutlich mehr Leben intus als vor 2 Jahren. Blogposts wie von damals würde ich heute nicht mehr schreiben, logisch, aber man lernt eben aus Fehlern. Und das ist wichtig :) Keiner ist von Anfang an perfekt. 

5. Welche drei Tipps würdet ihr jungen Bloggern mit auf den Weg geben, die ihr euch damals gewünscht hättet?

Drei Tipps. Hm. Lasst mich kurz überlegen...

Erster Tipp: Schaut euch auf anderen Blogs um. Das hat den Vorteil, dass ihr sehen könnt, wie andere, erfahrenere Blogger die Dinge handhaben. Man sieht, wie Blogposts am besten aufgebaut sind und man erkennt recht schnell, welche Art von Schreibstil und/oder Aufbau etc. einem selbst am meisten gefällt. Man merkt, dass einem ein bestimmter Blog zum Beispiel gar nicht gefällt aufgrund von XXXXX und YYYYY und weiß deswegen, dass man das anders machen möchte. Und man sieht, dass ein andere Blog Z das auf eine andere Weise handhabt und dass man das ganz toll findet und kann sich daran orientieren. Man muss seinen eigenen Stil finden. 1 zu 1 kopieren geht natürlich nicht und ist unverschämt. Aber orientieren ist gut :)

Zweiter Tipp: Kommentiert Blogposts von anderen (aber keine SPAM-Kommentare aka "Folge mir!" Sondern konstruktive Kommentare, die sich auf den Blogposts beziehen.). Tauscht euch mit anderen Bloggern aus. Knüpft Kontakte. Kommentiert einen Blog, den ihr total toll findet genau damit: erzählt dem Blogger, dass und warum ihr den Blog toll findet. Oder fragt nach, wenn ihr mehr über ein Produkt wissen wollt. Auf Twitter kann man noch einfacher Kontakte knüpfen, man kann dort nicht nur die Links zu den eigenen Blogposts twittern, sondern twittert eben auch Dinge aus dem privaten Leben. "Ich bin pitschnass! Gummistiefel sind ein Segen!" oder "Schon wieder Bahnstreik. Sitze am Bahnhof und nix kommt." Auf so etwas kann man ganz einfach reagieren. Ohne großen Aufwand und ganz fix twittert man eine Antwort und es kommt zu einem - manchmal kurzen, manchmal längeren - Austausch mit anderen Bloggern. Man kann auch super Fragen stellen ("Wo hast du diese Gummistiefel her????") und schwupps hat man auf sich Aufmerksam gemacht, ohne Aufmerksamkeitsheischend zu wirken. Und vielleicht schaut dieser Blogger dann ja mal auf eurem Blog vorbei. "Wer ist denn das, der mir da immer so lieb schreibt? Gleich mal gucken...". Oft wird die Bloggerwelt als egoistisch und "einsam" betrachtet, aber wenn man über den Tellerrand guckt ist es gleich viel schöner. Miteinander in Kontakt zu stehen, sich auszutauschen u.ä. macht sehr viel mehr Spaß als ein stures Vor-Sich-Hin-Bloggen. Und manchmal entstehen daraus sogar Freundschaften. Also denkt nicht egoistisch. Sagt nicht: "Boah, die bekommt so viele Produkte geschenkt, das will ich auch. Blöde Ziege!", sondern denkt vielmehr: "Cool, die Glückliche! Die Produkte stehen ihr total gut und die Bilder sind genial!" und schreibt ihr das dann auch so. Konstruktive Kritik ist übrigens (von den meisten Bloggern) auch erwünscht - Beleidigungen sind jedoch ein absolutes No Go! Wie im echten Leben eben... 

Dritter Tipp: Last but not Least: Macht euch nicht selbst zu viel Druck. Kein Blog hat nach den ersten 10 Tagen 2000 Follower. Wenn euch das bloggen wirklich Spaß macht, dann bloggt ihr, egal ob jeden Tag 10 neue Follower dazu kommen oder eben nur jeden Monat. Stellt euch nicht selbst unter Stress und versucht nicht, euch Follower zu erkaufen oder zu "erspamen" - letzteres ist nämlich einfach nur nervig für alle anderen Blogger, die ihr zuspamt ;) Bloggt, weil es euch Spaß macht, nicht weil ihr euch verpflichtet fühlt. Der Erfolg kommt langsam und manchmal auch gar nicht. Mein Blog ist immer noch klein, auch wenn er seit knapp 2,5 Jahren besteht - aber das ist nicht schlimm. Denn ich blogge nicht für Follower, die ich noch gar nicht habe. Ich blogge für mich und für die Follower, die ich eben schon habe. Eine überschaubare, aber äußerst treue Zahl. Und die sind mir wichtig. Und genau deswegen blogge ich stetig aufs neue :) 


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